Massekredit für Schlott steht
Geld verschafft Konzern Luft Erste Auslandstochter insolvent - 27.01.11
NÜRNBERG - Nach Gesprächen mit Banken soll der Massekredit für die insolvente Schlott Gruppe möglicherweise noch in dieser Woche bewilligt werden.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Siegfried Beck hatte am Dienstag dieser Woche mit den Gläubigerbanken verhandelt. Offenbar mit Erfolg, wie aus dem Unternehmensumfeld zu erfahren war. Zuvor hatte der Tiefdruckspezialist Schlott mitgeteilt, dass die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt ist. Beck konzentriert sich nun auf die Suche nach einem Investor. Unter den vorhandenen Interessenten wird die vorläufige Insolvenzverwaltung jene als Top-Favoriten behandeln, die die gesamte Gruppe übernehmen wollen, nachrangig dagegen solche Investoren, die nur an einzelnen Werken Interesse zeigen. Dies sicherte Beck gestern in Gesprächen mit dem Konzernbetriebsrat zu.
Der Konzern hatte vor gut einer Woche für alle elf deutschen Töchter Insolvenzantrag wegen Überschuldung gestellt. Betroffen sind knapp 1500 Beschäftigte in Deutschland, davon 600 in Nürnberg. Inzwischen hat auch eine französische Tochter, Hollmann in Hambach, Insolvenz beantragt.
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