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Schill: Bodyguards zogen ihre Waffen
Reaktion des NRW-Innenministers: "Rambos in der Politik"
Wahlkampf im Wild-West-Stil
"Wir müssen aufpassen, dass Rambos in der Polizei oder in der Politik nicht Überhand gewinnen", betonte der nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens (SPD) im parlamentarischen Innenausschuss. Der Wahlkampfauftritt des Hamburger Innensenators Ronald Schill (Partei rechtsstaatlicher Offensive) am vergangenen Samstag in Dortmund sei inakzeptabel. Schill wies die Kritik zurück und bezeichnete den Schutz der NRW-Polizei als unzureichend.
Vor rund 300 Menschen hatten zwei Bodyguards vom Landeskriminalamt (LKA) in der Dortmunder Innenstadt ihre Waffen gezückt. Das LKA argumentiert, dass es eine Bedrohungssituation durch einen Kampfhund gegeben habe. Die Dortmunder Polizei jedoch, die mit 17 Beamten Schill vor den Demonstranten schützte, hatte keine derartige Bedrohung bemerkt.
Wahlkampf nach Wild-West-Manier
In einer Menschenmenge hätten Schills Personenschützer keinesfalls ihre Waffen ziehen dürfen, sagte Behrens. So einem Verhalten müsse rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden. "In einer solchen Situation hätte man nach den Regeln polizeilicher Kunst mit den gefährdeten Personen nach hinten abtreten müssen", so der NRW-Innenminister.
Der Hamburger Politiker verteidigte das Handeln seiner Leibwächter. Sie hätten zunächst nur unter Einsatz von Pfefferspray verhindern können, dass rund 15 gewaltbereite Linksautonome während seiner Rede die Bühne stürmten. Der "schnelle und korrekte" Einsatz seiner Personenschützer habe außerdem den möglichen Angriff eines Kampfhundes im Vorfeld abgewehrt.
Personenschützer in NRW unerwünscht
Abgeordnete aller Fraktionen verurteilten den Waffen-Einsatz. "Wir wollen in Nordrhein-Westfalen keine Personenschützer, die mit Waffen vor der Menge stehen", betonte der SPD-Abgeordnete Jürgen Jentsch. "Wir wollen rechtsstaatliche Kundgebungen und rechtsstaatliche Mittel. Daran haben sich auch einreisende Beamte zu halten."

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Grüsse flamingoe