wegen der geplanten EU-Strafzölle auf importierte chinesische E-Autos. In D. ist aber nicht nur die gesamte Autoindustrie (inkl. Bosch) dagegen, sondern sogar Olaf Scholz. CDU/FDP natürlich sowieso.
Wird Uschi v. d. Leyen ihre Spielchen ungehindert fortsetzen können? Es geht ihr bei den Strafsteuern darum, die Abhängigkeit Europas von China zu reduzieren. Dies geschieht offenbar in Vorbereitung des schwelenden Taiwan-Konflikts. Wenn dort Krieg ausbricht (bzw. provoziert wird), dann wird der kollektive Westen auch gegen China drastische Sanktionen verhängen (wie jetzt gegen Russland wg. Ukraine).
Für Frankreich Autoindustrie sind die Strafzölle hinnehmbar, weil Renault, Stellantis und Co. eh kaum nach China exportieren. In D. hingegen sind BMW und vor allem VW wirklich dick drin in China. Die EU-Sanktionen - und die zu erwartetenden Gegen-Sanktionen der Chinesen - hätten u. a. zur Folge, dass in D. jede Menge Arbeitsplätze verloren gehen. Die Strafsteuern verstoßen somit klar gegen dt. Interessen; sie äffen die 100%-Steuer nach, die die Amis neuerdings auf China-E-Autos erheben.
Schaeffler verdient zum Glück ca. 1/3 mit Industrieprodukten wie Lagern. Auch der weltweite After-Market (Schaeffler-Kupplungen und Bremsbelege in Originalherstellerqualität) dürfte nur wenig von etwaigen China-Sanktionen und Gegensanktionen betroffen sein. (After-Market liefert ca. 15% des Umsatzes).)
Ich hoffe allerdings stark, dass von der Leyen die geplanten EU-Strafsteuern nicht gegen die Interessen Deutschlands durchsetzen kann. Sie werden vor allem von Frankreich verlangt (siehe unten). Dort sind jedoch in wenigen Wochen Neuwahlen, die Macron abservieren könnten. Falls Marine Le Pen Präsidentin wird, dürfte es Brüssel schwerer haben, denn Le Pen ist Russland- und China-freundlicher als Macron.
Falls die EU-Strafsteuern nicht durchkommen, dürften Auto- und Zulieferaktien wieder nach oben schießen. Bei diesen Steuern zeigt sich mMn, dass die EU nicht im Interesse ihrer (finanzstärksten) Mitgliedsländer handelt. Brüssel wird von USA und deren geopolitischen Interessen "ferngesteuert".
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www.n-tv.de/wirtschaft/...e-hart-treffen-article25012130.html
...Was bei vielen deutschen Politikern auf Unverständnis stößt, ist aus Sicht der EU-Kommission ein logischer Schritt. Unter dem Stichwort De-Risking will sie das Risiko einer Abhängigkeit von übermächtigen Handelspartnern wie China mindern. Insbesondere Frankreich drängte immer wieder auf die Einführung der nun verhängten Zölle. Paris setzt generell gerne auf protektionistische Maßnahmen, um seine Wettbewerbsposition zu verbessern. Der chinesische Markt ist für französische Autohersteller wie dem Stellantis-Konzern oder Renault im Vergleich zur deutschen Konkurrenz relativ unwichtig. Schon im September kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, eine Untersuchung wegen Pekings staatlicher Unterstützung für seine E-Auto-Branche einzuleiten.