ich habe persönlich nach wie vor Zweifel an der Umsetzbarkeit von E-Mob in großen Stückzahlen (in Deutschland).
Und die aktuellen Zahlen zeigen ja auch bisher keine Akzeptanz bei den Kunden. Ja prozentual stark steigende Zahlen, aber immernoch ein insgesamt bisher irrelevanter Anteil (so grob im Bereich 1% reine BEV bei den Zulassungen).
Ich denke aber auch nach wie vor das die Klimadebatte und die Veränderung in der politischen Landschaft das Potential hat da soviel Druck aufzubauen, dass zusammen mit technischen Fortschritten die Situtation in 5-10 Jahren ganz anders aussieht.
Freitag war ich auf der Abiturzeugnisverleihung meiner Tochter. Die Reden waren voll von Zukunft, Klimawandel, E-Mobilität, FridaysforFuture und ähnlichem. Ich habe da eine differenzierte Meinung zu (ein einfaches "ist idealistischer Quatsch" oder "brauchen wir um die Welt zu retten, koste es was es wolle") ist mir nicht genug, das wird der komplexität des Themas nicht gerecht. Die Stimmung unter den jüngeren und auch das jetzt aufkeimen dieser Themen in den klassischen Parteien kann da noch ganz ganz viel ändern. Vielleicht haben wir bald den dritten heissen Rekordsommer hinter uns, mit wieder großem Ernteausfällen etc. Und in ein paar Jahren dann CO2 Steuer in Kombi mit finanzieller Förderung E-Mob, Tempolimit (was bei der Reichweite einen der größten Vorteile der Benziner irrelevant macht, die schlechte BEV Reichweite bei hohem Autobahntempo).
Ich glaube nicht das all das über Nacht passiert. Aber das es über kurz oder lang so kommen wird (5-10 Jahre) halte ich für relativ wahrscheinlich. Ob es allerdings so große Änderungen sein werden das Sie alles auf links drehen (keine neuen Verbrennerzulassungen nach 2030 oder 2035 mehr) oder einfach nur ein Teil eines sich verändernden Verkehrsmix sind (z.B. dann 20-30% Anteil BEV bei den Neuzulassungen), da habe ich keine Idee. Tendenziell halte ich einen kompletten Umstieg auf BEV (und Wasserstoff) auch in 10 oder 15 Jahren für eher nicht machbar. Politischer Druck, Klimawandel etc, hin und her, ändert nichts daran das für solch einen Umstieg noch gigantische technische Fortschritte sowohl bei Batterien als auch bei erneuerbaren Energien notwendig wären.