einige Auszüge aus der vorherigen Einschätzung des UBS Analysten von September - Titel UBS sieht hohe Risiken im Elektroachsen Geschäft von Schaeffler
"Er begründet seine Annahmen damit, dass die sogenannten Tier-1-Zulieferer künftig Anteile im Geschäft mit Elektroautos an neue Wettbewerber verlieren dürften sowie an die Fahrzeughersteller selbst, die in diesen Bereichen inzwischen einiges selbst produzierten.
So sei etwa die Konkurrenz im Bereich der Elektroachsen, die auch das Herzogenauracher Unternehmen produziert, deutlich höher als bisher angenommen, führte Radlinger weiter aus. Insgesamt dürften inzwischen gut 80 Prozent des weltweiten E-Achsenmarktes - wenngleich dieser noch in seinen Anfängen stecke - nicht mehr unabhängigen Zulieferern offen stehen, schätzt der Experte. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Schaeffler schon mehr als ein Jahr lang keinen größeren Auftrag mehr in dem E-Achsen-Segment erhalten habe.
Radlinger stützt sich in seiner Studie auf eine Analyse des Tesla-Autos Model 3. Die E-Achse bei Tesla habe im Vergleich zu den Produkten von Schaeffler und neun anderen Wettbewerbern keine starken Unterschiede gezeigt und ebenso keinen Hinweis darauf, dass die Modul- und Systemzulieferer hier die Hoheit hätten. Vielmehr habe die Eigenentwicklung des US-Elektroautobauers sogar in einigen Belangen die Produkte der Wettbewerber übertroffen.
Im Schaeffler-Aktienkurs sei dieser Aspekt indes noch nicht eingepreist, so Radlinger. Vielmehr signalisiere der aktuelle Kurs ein Wachstum von rund einem Prozent in der Annahme, dass der Konzern die Anteilsverluste im ICE-Geschäft durch den Verkauf von E-Achsen an Elektroautohersteller kompensieren könne."
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