Für Trading interessiere ich mich auch heute noch nicht. Ansonsten wäre ich jetzt ein reicher Mann. Denn dass die Kurse nach 10 Jahren Anstieg deutlich korrigieren würden, um das zu verstehen, mußte man kein Genie sein. Nur interessiert mich dieser Teil der Börse nicht im Geringsten. Ich bin hier nicht, um zu zocken, sondern um erzkonservativ mein Geld in Kapital zu verwandeln. Leerverkäufe finde ich äußerst seltsam und halte sie auch für schädlich, letztendlich helfen sie mir aber, günstig an gute Aktien zu kommen. Dennoch wundere ich mich sehr darüber, dass man diesen Scheiß nicht einfach verbietet bzw. entsprechend besteuert. Hochfrequenzhandel nützt wem noch mal?
Mit meiner Sicht auf die Börse hat das Alles nicht mehr viel zu tun.
Ich versuche, Anteile von Firmen zu kaufen, die es auch in Zukunft geben wird und die mein Kapital mehren. Wenn sie dann auch noch regelmäßig ein bißchen Geld schicken, ist das um so besser.
Und genau das erwarte ich von Schaeffler.
Was den Kurs angeht, muß sich jeder selbst fragen, ob er eine Aktie handeln, oder an einer guten Firma beteiligt sein will.
Mit Aktien handeln will ich definitiv nicht. Deshalb werde ich zum jetzigen Zeitpunkt, mit knapp "nur" 10% im Minus natürlich auch nicht verkaufen und ich werde es auch bei 50% im Minus nicht tun. Weil mir der Kurs mehr oder weniger egal ist bzw. niedrige Kurse meinem Anlageziel derzeit entgegen kommen.
Ich bin gern Kapitalist, mit Geld auf dem Konto kann ich höchstens weitere Aktien kaufen...in Zeiten, in denen Blut durch die Straßen fliest.
Wer 20%, 30% Buchverlust nicht aushält, hat an der Börse nichts verloren bzw. sollte sein Risikoprofil mal überdenken.
Im Übrigen dürfte der eigentliche Tanz an den Börsen erst noch bevor stehen. Denn die meisten ETF- Inhaber sollten derzeit ja noch in dem Glauben sein, eine sichere Anlage zu halten! Geben die Indizes noch weiter nach, und das werden sie tun, werden nach meiner Überzeugung ETF's massenhaft verkauft und verstärken die Abwärtsbewegung dadurch.
Hierzu aber die gute Nachricht. Mein Engagement in Einzelaktien hat genau dies zum Grund. Warum sollte ich Aktien halten, die ich gar nicht halten will, die aber den Index dominieren? Amazon, SAP und Apple hätte ich gern im Depot, dann aber bitte schon seit Jahren und nicht erst seit gestern.
Der Einbruch der Indizes, wenn er denn tatsächlich stattfindet, was ja zu meinen Lebzeiten nicht mal sicher ist, wird die von mir gehaltenen Einzelaktien natürlich auch tangieren. Den größten Schlamassel sollten die aber schon hinter sich haben.
Und falls nicht? Dann verfolge ich gespannt die Entwicklung des Unternehmens und nicht die der Aktie.
Und kaufe weiter ein, solange mein eigenes Konto das hergibt. "Geld" halte ich als Wertanlage jedenfalls für völlig ungeeignet und in der heutigen Zeit für regelrecht hochspekulativ. Warum sollte ich zusehen, wie die Werthaltigkeit meines Kontos dahinschmilzt, während ich gerade jetzt günstig Unternehmensanteile kaufen kann?
Aber Achtung: in einem ersten Anlauf erwarte ich eher einen deflationären Schock wegen der unvermeidlich erscheinenden Liquiditätskrise und erst im zweiten Anlauf die deflationäre Entschuldung des Staates!
Weshalb ich auch jetzt noch mit rund 20% im Cash bin und vorerst auch bleibe. Die wahren Schnäppchen könnten noch vor uns liegen... ;-)
Allen Investierten gute Nerven und vielleicht noch eine hammermäßige Jahresendrallye, mit der ich mangels Alternativen tatsächlich noch rechne. Aber auch das ist natürlich " nur meine Meinung."