Die Märkte haben die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende aufgegeben. Sandstürme, brennende Ölquellen und festgefahrene US-Truppen - das sind die Bilder, die die Börse in der kommenden Woche am meisten schrecken dürften.
Frankfurt - Hinweise auf einen langen Irak-Krieg sowie fehlende Anzeichen einer sich erholenden Wirtschaft bergen in der kommenden Woche Marktteilnehmern zufolge ein großes Risiko für die deutschen Aktienmärkte.
Nach einem Bericht der "Washington Post" befürchten mittlerweile selbst US-Generäle und Militärstrategen, dass sich der Krieg bis in den Sommer hineinziehen könnte. Für die internationalen Aktienmärkte wäre dies fatal. Hatte der Beginn des Irak-Krieges zunächst eine Rallye im Dax ausgelöst, machte sich in der vergangenen Woche Ernüchterung breit. Der Dax gab 7,2 Prozent ab. Dow Jones und Nasdaq verloren jeweils rund 4,4 Prozent.
Blick richtet sich auf die Kriegsfolgen
"Die Hoffnungen auf einen kurzen Krieg sind erstmal aus dem Markt, und der Blick richtet sich auf die realwirtschaftlichen Folgen des Krieges", sagt Marktstratege Markus Reinwand von der Frankfurter Helaba. Im Blick dürften daher Konjunkturdaten in den USA und Deutschland wie die Einkaufsmanagerindizes und die Arbeitsmarktdaten stehen, die weitere Aufschlüsse über das wirtschaftliche Wachstum zulassen werden.
Die deutsche Volkswirtschaft, die bereits 2002 nahezu stagnierte, droht auch im laufenden Jahr die von vielen Börsianern erhoffte nachhaltige Erholung zu verfehlen. Ein langer Irak-Krieg könnte Deutschland in die Rezession stürzen, sagen Experten.
Im Rampenlicht des Handels könnten die Aktien von Beiersdorf stehen. Von dem Konsumgüterproduzenten erhoffen sich viele Investoren anlässlich der geplanten Bilanz-Pressekonferenz am Mittwoch weitere Hinweise auf die zukünftige Aktionärsstruktur.
Im Verlauf der vergangenen Woche hat der Dax rund sieben Prozent verloren. Am Freitag schloss Deutschlands wichtigster Börsenindex 2,45 Prozent tiefer bei 2520 Punkten. Am Wochenende wurde für den Dax bei Lang & Schwarz im außerbörslichen Handel jedoch wieder ein leicht höherer Indexstand bei 2529 Stellen notiert.
Der Irak-Krieg bleibt das Damoklesschwert
Einer Trendwende an der Börse steht nach der Einschätzung der Marktteilnehmer noch immer der Irak-Krieg entgegen. "Die Kriegsmaschinerie ist zuletzt ins Stocken geraten", sagt der Aktienstratege Hans Beth von der LB Rheinland-Pfalz. Das schlüge sich auch in schwächeren konjunkturellen Erwartungen der Unternehmen und Konsumenten nieder.
Aktienstratege Reinwand von der Helaba ergänzt, zudem könnten die Ausblicke der Konzerne auf das laufende erste Quartal in den nächsten Wochen in den Vordergrund rücken. Diese dürften weitere Reduzierungen der Gewinnerwartungen mit sich bringen.
Vor einem langen Krieg fürchten sich nicht nur Anleger an der Börse. Auch die Kriegsverbündeten USA und Großbritannien dämpften die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Invasion. Der britische Premierminister Tony Blair hatte bereits am in einem Interview mit der BBC gesagt, dass der Krieg Zeit brauche und "harte und schwierige Momente" bevorstünden. Ähnlich hatte sich zuvor bereits US-Präsident George W. Bush geäußert.
Am Wochenende haben die US-amerikanischen und britischen Streitkräfte einen ihrer bislang schwersten Luftangriffe auf Bagdad geflogen. Meteorologen sagen unterdessen für die kommende Woche neue Sandstürme und hohe Temperaturen von rund 30 Grad Celsius für Teile Iraks voraus, die den alliierten Streitkräften zu schaffen machen könnten.
Frankfurt - Hinweise auf einen langen Irak-Krieg sowie fehlende Anzeichen einer sich erholenden Wirtschaft bergen in der kommenden Woche Marktteilnehmern zufolge ein großes Risiko für die deutschen Aktienmärkte.
Nach einem Bericht der "Washington Post" befürchten mittlerweile selbst US-Generäle und Militärstrategen, dass sich der Krieg bis in den Sommer hineinziehen könnte. Für die internationalen Aktienmärkte wäre dies fatal. Hatte der Beginn des Irak-Krieges zunächst eine Rallye im Dax ausgelöst, machte sich in der vergangenen Woche Ernüchterung breit. Der Dax gab 7,2 Prozent ab. Dow Jones und Nasdaq verloren jeweils rund 4,4 Prozent.
Blick richtet sich auf die Kriegsfolgen
"Die Hoffnungen auf einen kurzen Krieg sind erstmal aus dem Markt, und der Blick richtet sich auf die realwirtschaftlichen Folgen des Krieges", sagt Marktstratege Markus Reinwand von der Frankfurter Helaba. Im Blick dürften daher Konjunkturdaten in den USA und Deutschland wie die Einkaufsmanagerindizes und die Arbeitsmarktdaten stehen, die weitere Aufschlüsse über das wirtschaftliche Wachstum zulassen werden.
Die deutsche Volkswirtschaft, die bereits 2002 nahezu stagnierte, droht auch im laufenden Jahr die von vielen Börsianern erhoffte nachhaltige Erholung zu verfehlen. Ein langer Irak-Krieg könnte Deutschland in die Rezession stürzen, sagen Experten.
Im Rampenlicht des Handels könnten die Aktien von Beiersdorf stehen. Von dem Konsumgüterproduzenten erhoffen sich viele Investoren anlässlich der geplanten Bilanz-Pressekonferenz am Mittwoch weitere Hinweise auf die zukünftige Aktionärsstruktur.
Im Verlauf der vergangenen Woche hat der Dax rund sieben Prozent verloren. Am Freitag schloss Deutschlands wichtigster Börsenindex 2,45 Prozent tiefer bei 2520 Punkten. Am Wochenende wurde für den Dax bei Lang & Schwarz im außerbörslichen Handel jedoch wieder ein leicht höherer Indexstand bei 2529 Stellen notiert.
Der Irak-Krieg bleibt das Damoklesschwert
Einer Trendwende an der Börse steht nach der Einschätzung der Marktteilnehmer noch immer der Irak-Krieg entgegen. "Die Kriegsmaschinerie ist zuletzt ins Stocken geraten", sagt der Aktienstratege Hans Beth von der LB Rheinland-Pfalz. Das schlüge sich auch in schwächeren konjunkturellen Erwartungen der Unternehmen und Konsumenten nieder.
Aktienstratege Reinwand von der Helaba ergänzt, zudem könnten die Ausblicke der Konzerne auf das laufende erste Quartal in den nächsten Wochen in den Vordergrund rücken. Diese dürften weitere Reduzierungen der Gewinnerwartungen mit sich bringen.
Vor einem langen Krieg fürchten sich nicht nur Anleger an der Börse. Auch die Kriegsverbündeten USA und Großbritannien dämpften die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Invasion. Der britische Premierminister Tony Blair hatte bereits am in einem Interview mit der BBC gesagt, dass der Krieg Zeit brauche und "harte und schwierige Momente" bevorstünden. Ähnlich hatte sich zuvor bereits US-Präsident George W. Bush geäußert.
Am Wochenende haben die US-amerikanischen und britischen Streitkräfte einen ihrer bislang schwersten Luftangriffe auf Bagdad geflogen. Meteorologen sagen unterdessen für die kommende Woche neue Sandstürme und hohe Temperaturen von rund 30 Grad Celsius für Teile Iraks voraus, die den alliierten Streitkräften zu schaffen machen könnten.