blauwal hats ja auch schon geschrieben, man muss es sich selbst überlegen, was man über die weitere Entwicklung denkt.
Wirkliche Freunde oder jemand der dir sagt was richtig und was falsch ist haste and er Börse nicht. Kann auch keiner und außerdem sind viele Aussagen auch mit entsprechednen Absichten gefärbt oder zumindest mit der eigenen persönlichen Einstellung.
100 Analysten (selbst hochbezahlte) und 100 Antworten. Davon sind 30% Untergangspropheten, 30% neutral und 40% Berufs-Optimisten. Und ab und zu wechseln sie selber ihre Meinung und rennen damit selber hin und her und jeder hat mal Recht oder gleichen ihre Meinung dem Gesamtkonsens an (wobei der auch seinen Grund haben kann). Wenn wirklich jemand die Zukunft vorhersagen könnte mit Kristallkugel, dann bräuchte man die Analysten nicht.
Der Dax steht sicher auch irgendwann mal wieder bei 3000-4000, aber auch bei 10.000, die Frage ist nur wann, und das muss man sich wohl selber überlegen und entsprechend handeln. Oder auch einfach nur kaufen und gar nicht handeln, sondern ne ganze Weile liegen lassen, das kann ich aber nur empfehlen, wenn man zu Tiefkursen eingestiegen ist und nicht sozusagen am Peak.
Wo man die Linie zieht wegen Maximalverlust, da gibts auch keine gängige Regel, die immer funktioniert und auf alle Fälle anwendbar ist. Da muss man sich selber überlegen, wie viel verlust man mit seiner Position bereit wäre (vorerst) zu erdulden und unter welchen Bedingungen und wie viel das von seinem gesamten vermögen ausmacht. Oder wie viel Verlust ein Objekt vom Höchstkurs maximal haben darf, famit man das als Alarmsignal wahrnimmt.
Genauso braucht es meiner Meinung nach aber auch einen Anschlussplan, wann man wieder einsteigt. (und auch wann man mit Gewinn aussteigen will bzw. unter welchen Bedingungen ich Gewinn realisieren würde- bringt ja auch nix fleißig immer Gewinne laufen lassen bis sie wieder weg sind und dann geringe Verluste zu realisieren)
Was das SL betrifft, das hängt auch sehr vom entsprechenden Wert ab. Bei SAF würde ein SL von 10% wohl wenig sinn machen, wenn die Aktie auch so am Tag schon um die 5% nach oben und unten schwankt, selbst ohne dass was gravierendes passiert ist. 20% sind wohl schon sinnvoller, wobei 20% auch schon ein Haufen Holz ist! Habs mir selber daher in dem Fall hier nicht von einer Zahl, sondern von der Situation (politische Aussichten, Wirtschaftsdaten Deutschland) abhängig gemacht. Der Verlust war dadurch zwar größer, aber immerhin bin ich draußen in einer Situation, die ich sinnvoll finde und hab mir bis dahin schon mal deutlich mehr als 1 Euro Abstieg erspart). Muss dann halt aber auch wieder warten und gucken, wann ich gut wieder reinkomme. Wenns blöd läuft, kann das noch saulange dauern oder der Kurs ist bis dahin doch über meinem Ausstiegskurs weil zu lange gewartet/als zu unsicher gewertet und in der Zwischenzeit doch keine Rezession/Weltuntergang eingetreten ist ;)
