Siemens EBITA sinkt auf 487 Mio Euro - Erwartungen übertroffen
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Münchener Technologiekonzern Siemens (SIE.ETR) hat operativ im ersten Quartal einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) von 487 Millionen Euro erzielt. Nach einem Vorjahresergebnis von 1,016 Milliarden Euro lag der Konzern oberhalb der meisten Analystenerwartungen, die ein Ergebnis zwischen 200 Millionen und 654 Millionen Euro erwartet hatten.
Der Konzerngewinn gab gegenüber dem ersten Quartal 2000/01 von 1 Milliarde auf 538 Milliarden Euro nach. Abzüglich der Verluste der ehemaligen Tochter Infineon (IFX.ETR) brachte der Verkauf von Infineon-Aktien einen Sondereffekt über 157 Millionen Euro, teilte der Konzern am Mittwoch mit.
Im vierten Quartal hatte Siemens nach Steuern noch einen Verlust von 1,098 Milliarden Euro erzielt.
Lediglich dank Akquisitionen und Dekonsolidierungen kletterte der Umsatz binnen Jahresfrist um 7 Prozent auf 20,496 Milliarden Euro. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um 12 Prozent auf 24,926 Milliarden Euro.
Der Konzern schließe schärfere Restrukturierungsmaßnahmen in der Netzwerksparte ICN nicht aus, nachdem dort Umsatz und Auftragseingang im ersten Quartal "signifikant gesunken" seien. Vor Sonderposten verlor der Geschäftsbereich Information and Communication Networks im ersten Quartal 48 Millionen Euro, operativ sogar 124 Millionen Euro, teilte Siemens (SIE.ETR) mit.
Ein "solides Umsatzwachstum sowie einen rasanten Anstieg beim Auftragseingang" hätten hingegen die Geschäftsbereiche Transportation Systems (TS), Power Transmission and Distribution (PTD) und Power Generation (PG) verbucht. "Die operativen Bereiche sollten in der Lage sein, sich in den kommenden Quartalen in die Zielkorridore der Operation 2003 einzuschwingen", so der Konzern in seinem Ausblick./so/af
Quelle: dpa-AFX