Auf Kurs sieht für mich anders aus !
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Sieht man sich Beispielsweise die Aktie von Phoenix Solar an und vergleicht man sie mit SAG, ist es unerklärlich das der Kurs von Phonix in den letzten Monaten durch die Decke gegangen ist und SAG sich weiterhin in einer Seitwärtsbewegung befinden. Aus Fundamentaltechnischer Sicht kann Phoenix in keinster Weise mit SAG konkurrieren…und dennoch: irgendetwas scheint sich in dem Unternehmen zu verstecken das die großen Fische nicht anbeißen wollen…etwas was der Kleinaktionär nicht sehen kann/will…! Alles schreit in mir nach einem Kauf. Aber etwas scheint hier nicht zu stimmen.
Die Branche ist Riskant. Ohne Zweifel. Die Marktkapitalisierung von SAG ist gering, eine solche Aktie kann man nie nur als Investment bezeichnen sondern ist (zumindest zum Teil) auch Spekulativ. Allerdings: wenn man sich die Zahlen, das Konzept und die breite Aufstellung von S.A.G ansieht, die Nachhaltigkeit und das präzise Arbeiten, dazu die Aktienrückkäufe die das Unternehmen tätigt zeigt das klar in eine Richtung. Sicher: die Eigenkapitalquote ist gering, ein Risiko natürlich vorhanden. Aber will man an der Börse Geld verdienen, ist ein kalkulierbares Risiko nicht zu umgehen. Ich kaufe. Als Langfristinvestment. Der Kurs interessiert mich die nächsten Monate auch nicht. Die Aktie ist aus meiner Sicht unterbewertet, hat hohes Potential und ein mäßiges Risiko. Klarer kauf. Viel Erfolg allen die in dieses Unternehmen investiert sind.
Best Regards
Es ließt sich irgendwie wie die Geschichte vom unbekannten Helden: Phoenix steigt wie ein gleißendes Licht strahlend zum Himmel auf und blendet damit immer mehr Aktionäre…während der Held S.A.G am Boden bleibt und weiter unnachgiebig gegen Mindesteinfuhrzölle, die dunklen EU Schatten, die immer wieder drohen der Wirtschaft endgültig den Garaus zu machen (und dabei in den letzten Jahren sehr erfolgreich waren) und dem gepeinigten Solarmarkt. Auf den anderen Kontinenten entstehen neue Imperatoren die schon jetzt um ein Vielfaches stärker erscheinen als unser Held in dem von der EU geformten Deutschland. Wird der Held fallen angesichts so mächtiger Gegner? Wieso nicht sein Heil in der Flucht nach vorne suchen und wie Phoenix durch seinen Gipfelsturm seine Gegner einfach hinter sich lassen? Hat Phoenix einfach die viel besseren Waffen als S.A.G? Wie sonst könnte sich der eine erhoben haben, während der andere am Boden weiter kämpft? Dazu fällt mir eine alte Binsenweisheit ein: bevor man tief fällt muss man hoch hinaus…
Vergleichen wir erst mal das Schlachtfeld (als solches darf die Solarbranche durchaus angesehen werden) auf dem unsere beiden Helden kämpfen. Beide errichten Photovoltaik Anlagen in fast allen Größenordnungen. Beide haben erkannt, dass alleine in Deutschland zu wirtschaften ihr Tot wäre und versuchen sich in den lukrativen Auslandsgeschäften ein Stück vom nicht gerade kleinen Kuchen abzuschneiden. Hier haben sich beide verdient gemacht. Näher muss ich an dieser Stelle nicht auf das Thema eingehen. Alleine dass sie noch (!) am Markt sind zeigt, dass sie im Gegensatz zu anderen vieles richtig gemacht haben (der Sonnenkönig lässt grüßen…).
Wie sieht es nun mit ihren Waffen aus? Blicken wir Head to Head auf das Arsenal das beide zur Verfügung haben.
Da wir von einer nahezu identischen Marktkapitalisierung sprechen haben wir hier gute Verhältnisse für einen direkten Vergleich,
Das gern manipulierte und doch vom Herdentier Mensch immer wieder beäugte KGV.
Phoenix konnte in den letzten drei Jahren keinen Gewinn pro Aktie erwirtschaften, ein negatives KGV war daher die Konsequenz. Auch für 2013 sieht es da nicht besser aus. Für 2014 wird ein Gewinn erwartet, währen es 2015 schon wieder ins negative Drehen soll. Leicht besser sieht es bei S.A.G aus. 2010 und 2012 konnte man einen Gewinn p. Aktie verbuchen. 2011 und 2013 waren/sind negativ. Doch für 2014/2015 wird ein Gewinnwachstum erwartet. 1:0 S.A.G
Wie sieht es mit der Substanz unserer beiden Streiter aus? Das KBV soll hier Aufschluss geben.
Während bei S.A.G der Buchwert konstant bleibt bricht er bei Phoenix immer mehr ein. Ein niedriges KBV ist grundsätzlich besser als ein hohes, da das Unternehmen somit als unterbewertet gilt und „günstig“ erscheint. Allerdings ist das stark Branchen und Unternehmens abhängig. Da wir aber hier zwei Streiter miteinander vergleichen, können wir es getrost als Vergleich heranziehen. Hier können beide Player punkten: 2:1 S.A.G
Kommen wir zum meines Erachtens härtesten (und vielleicht wichtigsten) Kriterium, weil schwerer zu manipulieren als das KGV. Das Kurs Cashflow Verhältnis.
Hier ist die Phoenix richtig gebeutelt. Jahrelang konnte das Unternehmen (Ausnahme 2011) keinen positiven Cashflow erzielen. Auch 2013 und 2014 wird es wohl ein negativer Cashflow bleiben. Das Unternehmen hat sehr unter der Entwicklung der Solarbranche gelitten - wie fast alle anderen Teilnehmer auch…oder doch nicht? Sehen wir uns S.A.G an: Auch sie haben 2010 und 2011 ein negatives Cashflow hervor gebracht. Aber 2012, 2013, waren und sind im positiven Bereich. Auch 2014 und 2015 werden positiv vorhergesagt. Trotz eines (für beide) grausigen Umfeldes kann sich die S.A.G hier klar von seinem Mitbewerber absetzten. 3:1 S.A.G
Kommen wir nun zur Dividendenrendite. Phoenix hat 2010 das letzte mal an seine Aktionäre ausgeschüttet. Sieht man sich die Entwicklung des Unternehmen an währe eine Dividendenzahlung auch glatter Suizid gewesen. Auch S.A.G hat 2012 zum ersten mal seit langem keine Dividende mehr bezahlt. Allerdings werden bei S.A.G für die nächsten Jahre wieder Dividendenzahlungen erwartet, bei Phonix nicht (Quelle Onvista).
4:1 für S.A.G
Das KUV ist bei beiden (Branchenumfeld bedingt) sehr niedrig. Unentschieden
5:2
Die Eigenkapitalquote schmilzt bei beiden in den letzten Jahren dahin. Hier dürfte der Aktionär hellhörig werden. Egal wie sehr man auch die Bilanzen hin und her analysiert. Eine sinkende EKQ bringt eine steigende FKQ mit sich. Diese zwei Unternehmen befinden sich auf einem sehr schmalen Grad. Die nächsten 1 bis maximal 2 Jahre werden zeigen wo die Reise hingeht. Aber was wäre ein Investment ohne Risiken ;)
Punktabzug für beide 4:2
Das war nun eine erste grobe Bewertung anhand einiger Kennzahlen. Aus Fundamentaler Sicht scheint die S.A.G besser aufgestellt zu sein als Phoenix. Auch was das wirtschaftliche Umfeld angeht sehe hier keine Wettbewerbsvorteile bei Phoenix. Weshalb hat die Aktie von Phoenix in den letzten 12 Monaten rund 400% zugelegt, während S.A.G auf lächerliche 4 % kommt? Ist die Aktie von Phoenix komplett über ihrem intrinsischen Wert und S.A.G unterbewertet? Das dürfte selbst dem Hardcore Phonix Investor zu denken geben…aber wie Eingangs erwähnt: bevor man tief fällt…
Meinungen hierzu sind erwünscht. Ps: ich bin bei beiden Unternehmen investiert. Aber bei Phoenix hab ich immer mehr ein schlechtes Gefühl…vielleicht kann mir das ja jemand nehmen.
wieder immer besser. Es kann eigentlich nicht mehr lange dauern bis SAG durchstartet.
Ich glaube immer noch daran das SAG in nächster Zeit zum Highflyer wird, trotzdem es die letzten Monate hier verdammt zäh zugeht.
Erzeugung von Solarstrom wird immer billiger und schlägt in Zukunft alle anderen Energiearten
Nach einer aktuellen Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) kann Solarstrom aus deutschen Freiflächenanlagen mittlerweile schon effizient für 8 Cent Gestehungskosten/Kwh erzeugt werden (Anlagen in Süddeutschland). In Norddeutschland produzieren kleine Dachanlagen schon für unter 14 Cent.
Damit "schlägt" durch Photovoltaik erzeugter Strom die höheren Kosten bei Wind Onshore (zwischen 5 und 11 Cent) und vor allem die teure Erzeugungsart Wind offshore (bis zu 19 Cent). Biogasanlagen kommen auf Kosten zwischen 14 und 22 Cent/Kwh. Selbst kleinere Dachanlagen können damit in Zukunft Wind- und Biogas-Anlagen konkurrieren.
In Zukunft, d.h. in den nächsten 4-7 Jahren bis 2030, werden lt. Fraunhofer die Gestehungskosten für PV-Strom auf 6-9 Cent sinken. Damit bestätigt Fraunhofer in seiner aktuellen Studie den Prognose-Trend, den schon RWE im März d.J. in einer Strategiestudie veröffentlicht hat: Langfristig wird Strom aus Photovoltaik der günstigste erzeugte Strom in Deutschland werden. Eine Investition in deutsche Solarkraftwerke ist damit eine sichere und renditemäßig attraktive weil zukunftsfähige Anlage!
ist mir (noch) ein Rätsel. Wenn es wie bei dieser Aktie nur wenige Meldungen gibt und in den letzten Tagen nichts negatives (oder positves) vermeldet wurde, woran liegt es dann das der Kurs in der letzten Woche eben mal 10% verloren hat? Nicht das mich das weiter kümmern würde, aber ich lerne halt gerne dazu. Erklärungen? Quartalszahlen sind erst in 5 Wochen fällig, Solarbranchentechnsch gab es keine (wirklich relevanten) Melungen. Helft mir mal weiter:
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