Entgegen der Vorstellung vieler Menschen werden uns die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit nicht von fossilen Brennstoffen wegbringen. Nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) stammten 13,1 Prozent der Energieversorgung der Welt 1971 aus erneuerbaren Quellen. 2012 lag der Anteil der Erneuerbaren im Wesentlichen unverändert bei 13,2 Prozent. Der Löwenanteil dieser Energie stammt aus Biomasse, Holz und Pflanzenmaterial, den ältesten Energieträgern. Zwar ist Biomasse erneuerbar, doch oft ist sie weder gut noch nachhaltig: Das Verbrennen von Holz im vorindustrialisierten Westeuropa verursachte eine massive Entwaldung, wie es heute meist in Entwicklungsländern der Fall ist. Jährlich sterben 4,5 Millionen Menschen an durch Biomasse verursachter Luftverschmutzung in Innenräumen. Der Anbau von Energiepflanzen für Biokraftstoffe verschlimmert die Abholzung von Wäldern, verdrängt die Landwirtschaft und treibt die Preise für Nahrungsmittel nach oben.Trotz des Hypes ist der Anteil der Solar- und Windenergie am Energiemix im Grunde verschwindend gering. Heute bezieht die Welt ungeachtet endloser Klimakonferenzen, guter Absichten und großzügiger Subventionen nur 0,4 Prozent ihrer Energie aus Solar- und Windkraftanlagen, so die IEA. In 25 Jahren werden erneuerbare Energien immer noch unbedeutend sein.
Im optimistischen, „grünen“ IEA-Szenario werden Solar- und Windenergie in 40 Jahren bloß 2,2 Prozent der weltweiten Energieversorgung ausmachen. Trotz der in unserer Kultur allgegenwärtigen Auffassung, dass Solar- und Windenergie kurz davor seien, den Klimawandel aufzuhalten, wissen sogar Schwarzseher wie der Klimaberater von Al Gore, Jim Hansen, dass dies nicht der Fall ist: „Wer glaubt, dass wir uns in den Vereinigten Staaten, in China, Indien oder auf der ganzen Welt dank erneuerbarer Energien kurzfristig von fossilen Brennstoffen verabschieden können, der glaubt auch an den Osterhasen und an die Zahnfee.“
Die einfache unbequeme Wahrheit lautet, dass Solar- und Windenergie noch nicht ausgereift sind: Sie sind zu teuer und benötigen teure Reserven, wenn der Wind nicht bläst oder die Sonne nicht scheint. Solange wir es nicht schaffen, Kosten und Effizienz erneuerbarer Technologien dramatisch zu verbessern, bleibt es bei selbstgefälliger Schönfärberei für westliche Gutmenschen. Genauso wenig werden wir die Entwicklungsländer überzeugen können, von günstigen und zuverlässigen fossilen Brennstoffen auf unzuverlässige und teure erneuerbare Energien umzusteigen.
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was unsere G7 Politiker über den ausstieg aus Öl,Gas und Kohle bis zur Jahrhundertwende schwadronieren, kann man getrost in die Tonne kloppen !