die die Frage beantworten. Aber ohne Anspruch auf irgendwelche hellseherischen Fähigkeiten.
1. Zum KBV. Es ist eine Verhältniszahl. Man muss also stets selbst prüfen, ob die Aktiva in einer normalen Relation zu den Einnahmen stehen. Hier können wir gern Vergleiche anstellen. (das letzte Ergebnis, dass nicht so stark verzerrt war):
Fortum Gewinn: 1,2 Mrd Euro
Enel Gewinn: 3,2 Mrd Euro
RWE Gewinn: 1,3 Mrd Euro
Eon Gewinn: 2,1 Mrd Euro
Nun das gesamte Anlagevermögen dieser Konzerne:
Fortum: 20 Mrd Euro
Enel: 128 Mrd Euro
RWE: 56,7 Mrd Euro
Eon: 94,7 Mrd Euro
Nun muss man ja einschätzen, ob das Anlagevermögen (und damit auch das KBV, da es ja auch einfließt), in einer vernünftigen Relation zum Gewinn steht. Man kann alle möglichen Zahlen in einen Unternehmensbericht schreiben. Deine Aufgabe ist es das zu überprüfen. Es hilft nichts, dort Assets zu haben, die geringe Gewinne oder eben gar keine abwerfen. Damit ist dann auch jedes KBV hinfällig. Ebenso das Gearing, da es sich dann noch verschlechtert.
Aber gucken wir es uns an:
Suchen wir den Faktor der sich aus Anlagevermögen/Gewinn ergibt. Je größer er ist umso euphorischer bewertet das Management die Anlagen.
Fortum: 16,6
Enel: 40
RWE: 43,6
Eon: 45
RWE ist seit diesem Jahr unter Eon, weil sie von 2012 auf 2013 das Anlagevermögen von 63 Mrd auf 56,7 Mrd Euro zurückgefahren haben. Allerdings muss man im nächsten Jahr auch ohne Dea rechnen. Dem entspricht ein Ergebnisbeitrag von rund 300 - 500 Mio im Ebit1. Demnach sollte RWE und Eon wieder in etwa gleich sein.
Man kann also höchstens das KBV von Eon und RWE vergleichen, da sie in etwa die selben Bewertungsregeln haben. Wenn man sich dagegen nur mal Fortum ansieht, wäre das Anlagevermögen um mehr als 50 % abzuschreiben. Schnell würde aus einem guten KBV ein schlechtes KBV. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob die Kraftwerke das 40 fache des Gewinns wert sind. Erst dann kann er KBV und Gearing adäquat einschätzen.
Nun noch zu dem Hauptproblem, dass ich bei RWE und Eon befürchte:
www.finanzen.net/rohstoffe/...trom-phelix-baseload-year-future
Guck dir mal den Ruck um den 30.08.13 an und vergleiche ihn mit den Chart bei den Versorgern. Big Money ist in die Werte geflossen, weil man davon ausging, dass der Preis nicht weiter fällt und hier ein Boden beginnt. Das hat sich als falsch herausgestellt. Die Versorger sind aber dennoch nicht weiter eingebrochen. Problematisch ist es, dass bei RWE und Eon noch Futures in 2012 für 13 und 14 abgeschlossen worden sind. Teils zu hohen Konditionen. Diese werden nun ab 2015 voll durchschlagen, weil man neue Preise verhandeln muss. Wenn sich die Preisentwicklung vor 2015 an den Futuremärkten nicht ändert, wird dies das Ergebnis ab 2015 signifikant belasten. Ich denke auch, dass dies einer der Gründe ist, warum die Konzernbosse so schwarzmalen. Sie sehen das schon kommen. Wir reden hier über deutliche Rückgänge, die ich hier gar nicht mit Zahlen unterlegen will. Das kann man alles in den GB nachlesen. Dort steht, wieviel man in 2012 für die folgenden Jahre vereinbart hat. Damit lässt sich dann rausfinden, wie stark diese Zahlen vom jetzigen Preis divergieren.
Ich für meinen Teil habe bei Eon auf die Korrektur der Energiewende gesetzt und damit auch auf eine Erholung der Strompreise an den Terminmärkten. Gerade dies ist nicht eingetreten. Also musste ich handeln. Nichts zu tun ist auch ein handeln :).
Naja inwiefern sich das obige Szenario auf die Kurse auswirkt vermag ich nicht zu sagen. Da müsst ihr schon den Markt fragen. Ich für meinen Teil bleibe vorsichtig.