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Ölschock: Iran-Krieg könnte Lage bei Insolvenzen verschärfen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg könnte nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die Insolvenzzahlen in Deutschland weiter nach oben treiben. Sollte der Krieg im Nahen Osten mit erhöhten Energiepreisen länger dauern, würde die bisher erwartete Entspannung bei den Insolvenzen schwächer ausfallen, warnt der BVR in einer neuen Studie.

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Die Skyline von Teheran der Hauptstadt und größten Stadt des Iran, das sowohl ein politisches als auch kulturelles Zentrum des Landes darstellt.
Quelle: - ©iStock:

"Im Falle nochmals steigender Energiepreise über einen langen Zeitraum könnten die Insolvenzzahlen 2026 sogar nochmals ansteigen und die Trendwende in diesem Jahr ausbleiben." Das sei aber der schlimmste anzunehmende Fall.

In einem wahrscheinlichen Basisszenario rechnet der Verband mit einem Ende des Krieges in wenigen Wochen und einem schnellen Rückgang der Energiepreise. "In diesem Fall dürften die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2026 um 3,7 Prozent auf 23.100 Fälle sinken und die Verbraucherinsolvenzen leicht um 1,0 Prozent auf 76.500 Fälle zurückgehen", sagte BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley.

Iran-Krieg bremst Wirtschaft

Wegen der Wirtschaftskrise rutschen viele Firmen in die Pleite. Im vergangenen Jahr wuchsen die Unternehmensinsolvenzen laut der Angaben um rund zehn Prozent, die Verbraucherinsolvenzen legten um neun Prozent zu.

Der BVR verweist aber darauf, dass viele Unternehmen ihre Eigenkapitaldecke verbessert haben und die Verschuldung der Privathaushalte moderat sei. Zusammen mit der erhofften Erholung der Wirtschaft könne sich die Lage bei den Insolvenzen entspannen.

Der BVR erwartet, dass die Konjunkturerholung vom Iran-Krieg gebremst wird. Im Szenario eines schnellen Sinkens der Energiepreise auf den Stand vor dem Konflikt dürfte die Wirtschaft 2026 preisbereinigt um 1,0 Prozent wachsen./als/DP/nas

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