Rumsfeld-Berater fordert Schröders Rücktritt


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Kannibale:

Rumsfeld-Berater fordert Schröders Rücktritt

 
01.10.02 23:08
Berlin - Der US- Verteidigungsexperte Richard Perle hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen der deutschen Irak-Politik zum Rücktritt aufgefordert. "Es wäre das beste, wenn er zurücktreten würde", sagte der Berater von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dem "Handelsblatt". "Ich habe niemals erlebt, dass das Verhältnis zu einem engen Verbündeten so schnell und so schwer beschädigt worden ist wie durch den Wahlkampf von Schröder."
Der Kanzler hatte eine Beteiligung Deutschlands an einem Irak- Krieg auch mit einem Uno-Mandat ausgeschlossen und war damit auf Konfrontationskurs zu US-Präsident George W. Bush gegangen. Perle warf Schröder vor, für einen Wahlsieg am 22. September "um jeden Preis" um Stimmen gekämpft zu haben. Dabei habe er die Rolle der USA bei der Befreiung Deutschlands von den Nationalsozialisten ebenso ignoriert wie Amerikas Beitrag beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und bei der Wiedervereinigung. "Der Kanzler hat dies alles aus dem Fenster geworfen", kritisierte Perle.

Vor diesem Hintergrund sei Berlins Chance auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen "für eine Generation" zurückgeworfen worden.

Sorry, aber ich muss fast kotzen.

Jetzt tun die Amis so, als hätten sie uns damals völlig selbstlos und ohne eigene Interessen geholfen.....ich lache mich schlapp........sicherlich wars klasse, aber warum: Weil sie in Europa einen Puffer gegen die Sowjets aufbauen wollten......und das mit dem Sicherheitsrat hört sich für mich an wie: Die kleinen Deutschen waren böse - jetzt müssen sie zur Strafe ab in die Ecke und kriegen keinen Sitz im Sicherheitsrat, weil die großen und tollen Amis das beschlossen haben....kotz......einfach peinlich

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hjw2:

lass den spinner blubbern o.T.

 
01.10.02 23:10
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Schwarte:

alles affentanz ! o.T.

 
01.10.02 23:11
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mod:

Ihr verallgemeinert mal wieder! EINER von

 
01.10.02 23:13
vielen sagt was, und Ihr sprecht von 280 Millionen.

hjw hat hier geschrieben, man müsse bei der
Bundestagswahl den Wahlschein entwerten.

Also haben die Deutschen den Wahlschein entwertet.
LOGIK!
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Kannibale:

Ist mir auch klar, aber würde sich das ein

 
01.10.02 23:14
deutscher Politiker im Umkehrschluss herausnehmen? Natürlich nicht.
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hjw2:

mod, verstehe deine logik nicht..seltsam o.T.

 
01.10.02 23:22
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ashoka:

Jaja, die lieben Amerikaner

 
01.10.02 23:28
Wir sind dankbar, dass sie die freie Stadt Dresden in Schutt und Asche legten, obwohl klar war, dass dort nur Kinder, Frauen und alte Menschen Zuflucht suchten.
Eigentlich koennen wir froh sein, dass uns dieses friedliebende Volk nicht auch eine ihrer Atombomben auf den Kopf geschmissen hat. Wenn die von Reue quatschen, ist das laecherlich. Wo zeigen sie denn Reue fuer den Einsatz ihrer Massenvernichtungswaffen auf Hiroshima und Nagasaki. Wo zeigt dieses heuschlerische Volk denn Reue, fuer die ca. 14 Millionen durch sie nach 1945 getoeteten Menschen. Wo zeigen sie Reue fuer die Zustaende im eigenen Land.
Um sich der Worte Galtung zu bedienen ---> Geofaschisten
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Kannibale:

Die Atombombe blieb uns wohl nur erspart, weil

 
01.10.02 23:40
wir "zu früh" kapituliert haben. Da waren die USA mit dem Bau der Bombe noch nicht ganz soweit. Die Amis wollten die doch unbedingt mal unter "realen Bedingungen" testen. Auch um den Rest der Welt wirksam abzuschrecken.
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mod:

kannibale,

 
01.10.02 23:46
lies Dir bitte mal die politische Auseinandersetzung
in den USA vor dem Abwurf durch.
Ich hab das vor kurzem mal im Inet getan.
Es war ganz anders, sehr umstritten.
Zuletzt hat Truman entschieden, um US-Soldatenleben
zu schonen.
Viele Grüsse
m.
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Hill:

Der tickte noch nie richtig!

 
01.10.02 23:58

„Letztendlich werden wir tun, was wir für richtig halten. Und die Vereinigten Staaten werden sich dabei verdammt wenig um europäische Empfindlichkeiten scheren.“

Richard Perle, Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium unter Ronald Reagan



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Ding:

Dresden

 
02.10.02 00:02
waren wohl hauptsächlich englische Bomber gewesen, oder ?

Wenn man hier schon die Zahl von 14 Millionen nennt, dann sollte man
auch die Zahl derjenigen nennen, die durch die USA vom Tod bewahrt wurden.

(In der Sowjetunion gab's z.B. mehrere Millionen Tote, war natürlich alles
kein richtiger Kommunismus gewesen ... , da waren die Deutschen in der DDR
schneller auf Zack, ein bißchen Bautzen, paar Mauertote ... und Leute haben
gespurt.)
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marinus:

@ashoka

 
02.10.02 00:05
es waren nicht die Amis, sondern die Briten, die Dresden den verheerensten Bombenangriff beschert haben...

aber was mich mehr interessieren wuerde ist, wieviel Geld ziehen die Amis eigentlich momentan Aufgrund der neg. Stimmungsmache von Schroeder/Herta D.../etc. gegen die Amerikaner aus Deutschland ab?

Diese unbedachten Wahlkampfaussagen werden uns noch sehr teuer zu stehen kommen.

gruss
Rinus
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satyr:

Es stimmt es war Harris der englische

 
02.10.02 00:10
General auch Bomber Harris genannt.Dem haben sie doch auch ein Denkmal gesetzt.
Pforzheim hat er auch auf dem Gewissen.
Das waren die Amis mal ausnahmsweise nicht.
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Hill:

hier die Orginalmeldung vom Handelsblatt

 
02.10.02 00:14
US-Berater fordert Schröders Rücktritt


Deutsche Hoffnungen auf eine Normalisierung des Verhältnisses zu den USA sind in Washington brüsk zurückgewiesen worden.


Bundeskanzler Schröder


HB DÜSSELDORF. Bundeskanzler Gerhard Schröder sollte zurücktreten, um das deutsch-amerikanische Verhältnis dauerhaft zu bereinigen, sagte der hochrangige US-Verteidigungsexperte Richard Perle dem Handelsblatt: „Es wäre das beste, wenn er zurücktreten würde. Aber das wird er offensichtlich nicht tun. Berlins Chance auf einen ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat sei „für eine Generation“ zurückgeworfen worden, meinte Perle. Der Hardliner ist Chef des Defense Policy Boards, eines informellen Beratungsgremiums von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, betonte aber, seine Privatmeinung zu vertreten.

„Ich habe niemals erlebt, dass das Verhältnis zu einem engen Verbündeten so schnell und so schwer beschädigt worden ist wie durch den Wahlkampf von Schröder“, sagte Perle, der unter Reagan Staatssekretär im Verteidigungsministerium war. Unter der rot-grünen Bundesregierung sei der Schaden nicht mehr zu beheben. Schröder hatte eine Beteiligung an einem Irak-Krieg auch unter Uno-Mandat ausgeschlossen.

Schröder habe im Wahlkampf versucht, seine Position „um jeden Preis“ zu verbessern und dabei die Rolle der USA bei der Befreiung Deutschlands von Adolf Hitler ebenso ignoriert wie Amerikas Beitrag beim Wiederaufbau nach dem Krieg und bei der Wiedervereinigung. Perle sagte: „Der Kanzler hat dies alles aus dem Fenster geworfen.“

Er äußerte sich zuversichtlich, dass der Welt-Sicherheitsrat eine scharfe Irak-Resolution verabschieden werde. Die größte Gefahr gehe derzeit von den biologischen Waffen des Irak aus, sagte Perle. Die Frage, wann Saddam Hussein eine Atombombe bauen könne, sei nicht genau zu beantworten. Saddam suche aber auf dem Weltmarkt nach Bauteilen für sein Nuklearwaffen-Programm, auch in Deutschland. Falls es zu einer Militär-Aktion gegen das irakische Regime komme, gehe er davon aus, dass sie „sehr zielgenau, effektiv und schnell“ verlaufen werde, so Perle.


HANDELSBLATT, Dienstag, 01. Oktober 2002, 17:58 Uhr
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mod:

Am 13.Juni 1944 wurden die ersten V2 auf

 
02.10.02 00:16
London geschossen.
Beim 1.Angriff dieser Art gab es in London
6.000 tote Zivilisten.

7. September 1944: Mit 12.000 V2-Raketen werden die
Niederlande, Belgien und London bombardiert.  
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TK-ONE:

Für den Einsatz der USA

 
02.10.02 00:20
im 2. Weltkrieg hab mer uns schon oft genug bedankt.

Das waren Vorfahren...wir haben damit genauso wenig zu tun wie diejenigen, die sich heut darauf berufen.

Hört endlich mit der ewiggestrigen Leier auf.

TK
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hjw2:

gehts hier um waffen

 
02.10.02 00:22
oder das private geschwätz des herrn perle..

"...Berlins Chance auf einen ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat sei „für eine Generation“ zurückgeworfen worden, meinte Perle."

Ich frage mich, ob er und sein  fähiger chef in zwei jahren noch im amt sind...?
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mod:

Damit begann 1940 die Bombardierung von Städten

 
02.10.02 00:24
Rotterdam stellte als Eckpfeiler der "Festung Holland" einen neuralgischen Punkt im Verteidigungskonzept der niederländischen Regierung dar. Die während der Westoffensive bis an die Maas bei Rotterdam vorgerückten Panzerspitzen der deutschen 18. Armee verfügten am 13./14. Mai 1940 über nicht genügend Kampfkraft, um einen Angriff auf die von starken Einheiten verteidigte Hafenstadt zu unternehmen. Dennoch verlangte das Armeeoberkommando 18, den "Widerstand in Rotterdam mit allen Mitteln zu brechen", um eine schnelle militärische Eroberung der Niederlande zu erzwingen. Die Entscheidung sollte mit einer massiven Bombardierung der mit 620.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Lands durch die Luftwaffe eingeleitet werden.
Von den Verteidigern inzwischen aufgenommene Übergabeverhandlungen erreichten die deutschen Kommandostellen am 14. Mai 1940 zu spät. Nur die zweite Staffel des anfliegenden Kampfgeschwaders 54 konnte durch einen Gegenbefehl zurückbeordert werden. 57 Bomber der im Anflug auf Rotterdam befindlichen ersten Staffel führten den Angriff aus. Über 90 Tonnen Bomben zerstörten die Altstadt, in der über 800 Zivilisten ums Leben kamen, nahezu vollständig. An die 25.000 Häuser brannten aus, 78.000 Menschen wurden obdachlos.

Aufgrund der aussichtslosen militärischen Lage und um weitere Flächenbombardements auf andere Großstädte zu verhindern, kapitulierten die niederländischen Streitkräfte am 15. Mai 1940.

(as)

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vega2000:

Saddam seine Waffen Rumsfeld zu verdanken

 
02.10.02 00:26
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ecki:

Irgendwie ist der Thread aber abgedriftet..... o.T.

 
02.10.02 00:31
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vega2000:

Nö, -Rumsfeld ist ein Wendehals & seine

 
02.10.02 00:35
Berater kann man ja wohl nicht mehr ernstnehmen. Die Ami`s wollen Krieg spielen, -koste es was es wolle, -& wir Deutschen (& die anderen Europaer) sollen das bezahlen, -nein danke !
Rumsfeld-Berater fordert Schröders Rücktritt 803747
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Hill:

Amerikas Fürst der Finsternis

 
02.10.02 00:43

Richard N. Perle, Amerikas Fürst der Finsternis



Er beriet Reagan und nun Bush und Rumsfeld im Falle Irak: Richard Perle weiß um die Wege der Macht
Von Michael Stürmer
Wenn man ihn als "Prince of Darkness" einführt, Fürst der Finsternis, so empfindet er das nicht als Kränkung. Richard Perle erwarb sich den Namen, als er in der Reagan-Regierung Abteilungsleiter im Pentagon war. Er war für die Strategic Defense Initiative (SDI), im Volksmund auch "Star Wars" genannt, und für den Nato-Doppelbeschluss. Er hat, nächst Reagan selbst, großen Anteil daran, dass damals Sowjetmarschall Marschall Orgarkow das große Spiel des Wettrüstens für verloren hielt und das Politbüro 1985 Gorbatschow das Mandat für eine Revolution von oben gab, um die Sowjetunion vor dem Untergang zu retten. Der Rest ist Weltgeschichte.

Vor Reagan war Perle, der im Political-Science-Studium in Princeton und London brillierte, Lobbyist im Rüstungsgeschäft, "staffer" im Senat und Washington-Insider. Nach Reagans Abwahl bezog Perle einen Schreibtisch im American Enterprise Institute, einem Think Tank. Vorübergehend machte er von sich reden durch einen Buchvertrag in schwindelnder Höhe über einen Washington-Insider-Schlüsselroman, den indes bis heute keiner gesehen hat und den, solange der Black Prince den Herrn des Pentagon berät, wohl auch niemand erblicken wird. Perles gegenwärtige Rolle ist so informell wie einflussreich: Vorsitzender des US Defense Policy Board. Donald Rumsfeld berief ihn bei seinem Amtsantritt, um gegenüber dem Fachwissen der Militärs ein Gegengewicht zu haben.

Perle hat sichtlich Freude daran, ohne jedes seiner Worte sorgsam abwägen zu müssen, gleichwohl das Gewicht der größten Militärmacht der Welt hinter sich zu wissen, deren Verteidigungsbudget größer ist als das der acht nächstfolgenden Staaten zusammen. Er kann eindrucksvoll schildern, wie ein junger Soldat in Tampa (Florida) via Satellitenkommunikation das Gefechtsfeld im fernen Afghanistan vor sich auf dem Display hat und eine mit zwei Hellfire-Raketen ausgestattete Drohne - Predator - steuert und endlich in ein Ziel lenkt, das zuvor von Soldaten der Nordallianz identifiziert und dann von amerikanischen Rangers durch Laserstrahl "beleuchtet" wurde. Das Ganze in Realzeit. Perle liebt die Macht, die seine und die Macht Amerikas. Frömmelnde Heuchelei und Political Correctness sind nicht seine Sache. Deshalb hat er auch wenig Nachsicht mit zögerlichen Europäern. Sein Denken ist hobbesianisch, auf Entscheidung und Extrem setzend, nicht kantianisch, an Verträge, Kompromisse und Gleichgewichte glaubend. Für ihn ist Kampf der Naturzustand zwischen den Staaten, den es zu beherrschen gilt durch Bündnisse, gegebenenfalls Abschreckung und notfalls militärischen Einsatz.

Ob er Clausewitz studiert hat und seine Warnung kennt, dass der Krieg immer nur Mittel ist und niemals Selbstzweck und dass die politischen Ziele den Einsatz bestimmen und begrenzen - man möchte es hoffen. Sein Weltbild ist das der realistischen Schule, geprägt von Raymond Aron, Morgenthau und Kissinger. Dahinter aber steht, immer präsent, die düstere Erfahrung des 20. Jahrhunderts und seiner Kriege, des Holocaust und der Drohung der Massenvernichtungswaffen.

"Es ist schön und gut, andere Länder auf unserer Seite zu haben. Aber Krieg wird nicht mit Händeschütteln geführt. Hätten wir das mit Hitler getan, würden wir heute alle Deutsch sprechen." Diesmal geht es um den Irak. Perle ist längst am Ende aller Geduld, auch mit den Militärs. Er ist der Mastermind hinter dem Nervenkrieg, der den Tyrannen von Bagdad in die Knie zwingen soll. Die Bedenken aus Moskau, Paris und Berlin führt er auf kommerzielle und finanzielle Eigeninteressen zurück, schwache Nerven und strategischen Unverstand. Denn wenn der Nervenkrieg, in dem auch die Vereinten Nationen mitwirken, versagt, dann werden den Drohungen Taten folgen müssen. Sonst ist es mit dem Prestige der Weltmacht, der Kraft von UNO-Mandaten - die Entwaffnung des Irak wurde nach dem Golfkrieg von der UNO beschlossen - und der Eindämmung von Massenvernichtungswaffen vorbei. Dann wird erst der Nahe Osten zur Hölle - und dann der Rest der Welt. Das Ziel hat die Regierung Bush längst markiert, mit Formulierungshilfe vom Schwarzen Prinzen: Vernichtung der irakischen Massenvernichtungswaffen, Ende des Saddam Hussein und Wechsel des Regimes. Erst dann, so kehrt Perle die vorherrschende Analyse um, ist der historische Kompromiss im Heiligen Land möglich.

Mittwoch, 02. Oktober 2002     Berlin, 00:38 Uhr   Die WELT

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Sitting Bull:

Mein Vorschlag:

 
02.10.02 01:09
Wir halten schön die Füsse still, sagen nichts Unbedachtes und mischen uns zum Geier auf keinen Fall in dieses "Great Game" ein. Es wird hoffentlich auch keinen Rommel II geben, der die Amis aus'm Irak rausboxt, wie damals die italienischen Weicheier in der ägyptischen Wüste.
Afganistan macht uns sowieso bald den Garaus.
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Laserfuzzy:

Die USA werden immer peinlicher ! o.T.

 
02.10.02 05:01
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Kannibale:

USA rufen zur Ermordung Saddams auf

 
02.10.02 06:56
Trotz großer Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den Vereinten Nationen und dem Irak lassen die USA nicht locker. Sie beharren auf einer neuen Resolution der Uno. Der Sprecher des Weißen Hauses in Washington rief die irakische Bevölkerung zum Mord an Saddam Hussein auf.

Washington - Ausgelöst wurde Ari Fleischers Äußerungen über eine Ermordung Saddams durch die Frage der Kriegskosten. Der Sprecher des Weißen Hauses erklärte, ein Mordattentat auf Staatschef Saddam Hussein wäre billiger als ein Krieg. Zu den Kosten eines Feldzuges wollte er keine Angaben machen, da US-Präsident George W. Bush noch keine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen habe. Fleischer sagte: "Der Preis einer Gewehrkugel wäre deutlich niedriger, falls es die irakische Bevölkerung selbst in die Hand nehmen würde."
Es gebe Alternativen zu einem Angriff auf den Irak, sagte Fleischer: "Das irakische Volk und das irakische Militär können dabei helfen, das Problem zu lösen." Auf die Frage, ob dies eine Aufforderung an die Iraker sei, Saddam Hussein zu erschießen, sagte Fleischer: "Ein Wechsel des Regimes ist das Ziel, in welcher Form auch immer." Bush habe bereits mehrfach betont, dass die militärische Option für ihn nicht erste Wahl sei.

Außenminister Colin Powell machte in Washington klar, dass die USA Waffeninspekteure nicht ohne eine neue Uno-Resolution in den Irak zurückschicken werden. "Wir glauben nicht, dass sie unter den alten Inspektionsvereinbarungen gehen sollten", sagte Powell. Powell reagierte damit auf die Vereinbarung zwischen den Vereinten Nationen und dem Irak in Wien, wonach ein Vorauskommando unter Führung von Hans Blix schon in zwei Wochen in Bagdad eintreffen soll. "Blix sollte neue, klare Instruktionen durch eine neue Uno-Resolution bekommen", sagte der Außenminister, dessen kurzfristig angesetzter Auftritt vor der Presse von Reportern als äußerst ungewöhnlich bezeichnet wurde. "Die haben uns die Schwierigkeiten eingebrockt", sagte Powell mit Blick auf den Irak.

Quelle: Spiegel.de

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