Regulierungsbehörde bekommt "kalte Füße."


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Courtage:

Regulierungsbehörde bekommt "kalte Füße."

 
12.03.01 11:05
Durch den starken Kursverfall der Telekom-Aktie scheint es so, als werden die Beamten der Regulierungsbehörde nervös.

Wie ein "kleines Kind" wird die Dt.Telekom am Gängelband gehalten.
Jahrelang hat man dem ausländischen Wettbewerb in Deutschland den Rücken gestärkt, obwohl mann weiß, dass Regulieren in USA und England nicht erfolgversprechend war. Siehe Kalifornien.
Welche Firma in der freien Wirtschaft würde sich das gefallen lassen?
Wohl keine!

Nun soll der Mietpreis für die Übernahme eines Telekom-Telefonanschlusses
wohl nicht so stark sinken.
Auch bei dem "Dumping-Angebot" DSL, der Dt.Telekom deutet man Entgegenkommen an.
Die Einsicht kommt, aber recht spät. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.Ob es dem Kurs der T-Aktie helfen kann, bleibt abzuwarten.

Der so viel gescholtene Ron Sommer, hat allerdings in der Vergangenheit, immer wieder darauf hingewiesen, dass die Dt.Telekom in Europa nicht die guten Einstiegsbedingungen vorfindet, wie Wettbewerber in Deutschland.
Sollte das vielleicht der Regulierungsbehörde entgangen sein?

Regulieren ist auch eine Art von Planwirtschaft. Bekanntlich weiß man ja, dass diese Art wenig erfolgversprechend war.
Gruß
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mr.andersson:

bei all deiner liebe für die telekom

 
12.03.01 11:35

sollte dir nicht entgangen sein, das die aktie der deutschen telekom mit dem weltweiten telekomboom nach oben und mit dem weltweitenten abwärtstrend für telekomwerte nach unten gegangen ist.

wenn man der regulierungbehörde jetzt vorwirft , sie wäre für den niedergang des des kurses der deutschen telekom verantwortlich, müsste man schon noch begründen warum alle anderen telekomwerte genauso gefallen sind.
das wird man wohl kaum der regulierungsbehörde in die schuhe schieben können.

und wenn die regulierungsbehörde tatsächlich ihr augenmerk auf den aktienkurs der deutschen telekom legt, sollte man die anzeigen. das ist nun weder ihre aufgabe , noch haben die irgendwas damit zu tun. die sollen sich aus dem börsengesehen raushalten.

regulieren finde ich grundsätzlich auch nicht gut. aber was wäre die alternative gewesen ? glaubst du wirklich das die deutsche telekom , die zu begin der wettbewerbssituation noch eine monopolstellung hatte , von sich aus irgendeinen mitbewerber zugelassen hätte ? die hätten einfach keinen telefonanbieter in die netzte gelassen. und dann hätte es ausser der telekom keinen zweiten anbieter in deutschland gegeben. und wir würden immer noch die telefon- und internetgebühren wie vor 10 jahren zahlen.

und die "guten einstiegsbedigungen in deutschland" sind wohl auch eher eine mär. die telekom hat durch ihre preispolitik in deutschland jeden flatrateanbieter an der rand des ruins getrieben. wo sind da tolle bedingungen ?
welche ausländischen telekomfirmen haben den einen relevanten merktanteil in deutschland ? gerade unter dem hinblick der starken beiteiligungen an ausländischen telekomfirmen ist die tlekom da doch deutlich besser bei weggekommen.

vielleicht ist die regulierungsbehörde ja auch schuld daran, das die deutsche telekom sich mit umts erst mal bis an die halskrause verschuldet hat . vielleicht  ist die regulierungsbehörde ja auch schuld daran, das die deutsche telekom ihre immobilien zum börsengang absichtlich zu hoch bewertet hat, daß nennt sich wohl bilanz frisieren.

vielleicht ist es aber auch einfach die schuld der deutschen telekom. denn als die kurse grundlos hochknallten hat sich ron sommer vor die kameras gestellt und gerufen : schaut wie toll ich den laden manage . der kursanstieg ist der versienst des tollen telekomvorstandes.
und jetzt wo es runtergeht muss natürlich die presse, die regulierungsbehörde , die zocker oder wer auch immer als schuldiger herhalten.

in diesem sinne
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taipan09:

schuld sind immer die anderen...

 
12.03.01 12:18
ist doch aber immer so.
des weiteren wenn man mal Telefonica mit der DT vergleicht, so ist "nur" um 40% gefallen, nicht um 75.
Auch stimme ich mr. Andersson in dem Punkt zu, dass in Deutschland doch kaum ausländische Konkurrenten vorhanden sind. Spontan würde mir jetzt keiner mit nennenswerten Marktanteil einfallen.
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Courtage:

mr.andersson, ich habe mir mal die

 
12.03.01 12:18
Mühe gemacht.
Nicht richtig ist, dass alle Telekom-Aktien so stark gefallen sind, wie die Dt.Telekom.
Dt.Telekom Kursverfall seit Juni 2000 ca.59%
Vodafone   Kursverfall seit Juni 2000 ca.37,5%

Warum soll sich die Regulierungsbehörde nicht die Aktienkurse der Dt.Telekom
anschauen? Sollen die blind durch die Gegend laufen? Natürlich nicht, nichts spiegelt so deutlich den derzeigen Wert einer Firma wieder, wie der  Aktienkurs.

Glaubst du, dass Firmen der freien Marktwirtschaft liebevoll Wettbewerber zulassen? Nein, es wird knallhart um Marktanteile gekämpft.
Dt.Telekom könnte selbst, mittels Richlinien, mit ihren Wettbewerbern verhandeln.
Immerhin sind heute Ferngespräche wesentlich günstiger in Deutschland als in der USA zu haben. Das sollte auch dir nicht entgangen sein.
Vodafone behauptet zumindenst von sich, größter Handyanbieter in Deutschland zu sein.
Dt.Telekom hat Schulden gemacht. Richtig! Sie macht aber keine Neuen und hatte schon mal mehr, die sie restlos abgetragen hat, nämlich 125Mrd.€.
UMTS ist Zukunft und keine Firma darf es sich erlauben, nicht in seine Zukunft zu investieren.
Also Immobilienpreise ändern sich nach Marktlage ständig. Das ist kein Argument. Mit Bilanz frisieren, wäre ich vorsichtig.
Nein staatliche Regulierung sollte unbedingt auf ein Mindestmaß zurückgeschraubt werden, bei genauer europäischer Marktbeobachtung
Gruß
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DarkKnight:

Kurz: Gerechtigkeit gibts nur im Shearwood Forrest o.T.

 
12.03.01 12:20
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mr.andersson:

mit dem mindestmass stimme ich dir zu

 
12.03.01 12:45

man sollte staatliche regulierung auf ein mindestmaß reduzieren.
und wenn es klare richtlienien gegeben häte, hätte man sich die regulierungsbehörde wohl schenken können.
da sich der markt aber vielleicht schneller geändert hätte ( und dann auch hat ), als man richtlinien hätte anpassen können, ist das übel der regulierungsbehörde vielleicht das erträglichere .

zu den umts : ich bin kein genger von umts und finde es auch nicht schlimm, das die telekom um diese mitgeboten hat. aber hohe investitionen haben aktienkurse schon immer stark belastet. die investitionen für umts führen erst mal zu starken kursabschlägen. langfristig sollten die sich ( hoffentlich ) auszahlen.

und die sich ständigveränderden marktpreise : durch das niederstwertprinzip würde der wert der immobilie dadurch nur sinken, da steigende werte nicht angesetzt werden dürfen. das ist also kein argument. aber im den thread mit darkknight kannst du das genauer nachlesen, der hat mittlerweile den paragraphen gepostet.

und jetzt halte ich mich aus der telekom debatte erst mal raus.

viel glück damit.

in diesem sinne
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Courtage:

Du hast recht, Telekom

 
12.03.01 12:55
-Debatten können ermüden.*g*
Mir wäre es auch lieber, wenn die nur positive Sachen posten würden.
Das Grundübel an der Börse ist, Aktionäre können nicht mehr warten.
Keine Zukunfstinvestionen werden mehr toleriert.
Verkehrte Welt!!
Gruß
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Makelo:

Dummpingpreise

 
12.03.01 13:53
Im Festnetz werden von den meisten Anbietern Verluste gefahren und trotzdem hat sich der Marktanteil der Billiganbieter kaum positiv verändert.
Den call by call Nummern gebe ich auf längere Sicht kaum noch eine Chance, da hier nur Verluste eingefahren werden und die viele Anbieter schon von den grossen Anbietern übernommen wurden.
So gehört z.B. Super 24 (01024) nach meinem Informationsstand schon seit längerem zu Mobilcom und wird nur noch unterhalten um andere Anbieter in die Knie zu zwingen oder vom deutschen Markt fern zu halten.
Bei Super 24 kostet ein Gespräch in die USA um die 8 Pfennig. Verbindungen von USA nach Deutschland kosten umgekehrt um die 20 Pfennig. Da frage ich mich wohin der Wettbewerb noch führen soll, wenn die Unternehmen alle wirtschaftlichen Gesichtspunkte ausser betracht lassen.

Daneben dient diese Preispolitik nur dazu um Kundenzahlen zu erhöhen und zuhalten und diese Kunden für den noch margenstärkeren Mobilfunkbereich zu gewinnen.
In diesem Jahr wird die Anzahl der Anbieter sich konsolodieren und die Mehrzahl der billigen Nummern im call by call drastisch verringern. Es wäre intressant zu erfahren, bei welchem Preis sich der break even im Festnetz und Mobilfunbereich befindet. Es ist auch festzustellen das einige Anbieter nur Komplettangebote Festnetz + Mobilfunkbereich anbieten und dies wird sich in näherer Zukunft sicher noch verstärken.

Hat dazu vielleicht jemand Informationen dazu. ich habe mich von allem was sich im Telekommunikationsbereich befindet getrennt und denke da wird es noch weitere Abschläge geben. Auch wenn sich langsam ein fundamentaler Boden ergeben sollte und sich jeder überlegen sollte wo die Kurse sich in 2-3 Jahren befinden könnten oder sollten.

Es stellt sich auch die Frage inwieweit dieser teure Kundenfang wirtschaftlich sinnvoll ist, denn letzlich sind die Vertragsbindungen im Mobilfunkbereich auf 2 Jahre beschränkt und im Festnetzbereich sind es maximal 1 Jahr. Letzlich setzen sich die mit der besten Liquiditätslage und bereiterem Geschäftsbereich (also auch in anderen Geschäftszweigen) durch. Und das heisst es wird weiterhin viel Geld verbrannt und diese Entwicklung hilft keinem, ausser das die Kunden für einen Apfel ca. 5-10 Minuten im nationalen Fernbereich und für das Ei ca. 5 Minuten in die USA telefonieren können. Aber das auch nur noch bei Freilandeiern und ungespritzten Äpfeln.
Wer reguliert das eigentlich??? Wo ist da ein wirtschaftlich angemessener Marktpreis und das "ökonomische Prinzip"??? Da ist der Planwirtschaft ja mehr ökonomischer Gedanke zu unterstellen.

MfG Make
Antworten
Courtage:

Makelo, ich stimme dir zu,

 
12.03.01 14:11
Wettbewerb kann ruinös sein.
Aber deshalb gleich nach der Planwirtschaft zu schreien.
Kann man überhaupt Kundenverhalten beim Telefonieren planen?
ich glaube nur bedingt.
Nein, nein, die freie Marktwirtschaft hat sicher ihre Schwächen, aber es gibt halt nichts Besseres.
Gruß
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