Regelwerk Neuer Markt/ Deutsche Börse AG

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Regelwerk Neuer Markt/ Deutsche Börse AG proxicomi
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Regelwerk Neuer Markt/ Deutsche Börse AG

 
22.12.00 23:55
#1
Bekanntmachung
der Deutsche Börse AG
Regelwerk Neuer Markt
Der Neue Markt Ausschuss hat auf Vorschlag der Deutsche Börse AG hat am 19. Dezember 2000 die
nachfolgenden Änderungen des Regelwerks Neuer Markt beschlossen, die mit Ausnahme der Ziffer 7.2
mit Wirkung zum 01. Januar 2001 in Kraft treten; Ziffer 7.2. tritt zum 1. März.2001 in Kraft. *
2 Zulassungsantrag
2.1 Zuständigkeit
2.1.1 Vorstand der DBAG
(1) …
(2) Die DBAG kann den Antrag auf Zulassung zum Neuen Markt ablehnen, wenn die nachfolgenden
Zulassungsbedingungen zum Neuen Markt oder die Bedingungen des Allgemeinen Teils nicht erfüllt sind
oder wenn nach Auffassung der DBAG die Voraussetzungen für die Bildung eines börsenmäßigen Marktes
nicht gegeben sind, der Zulassung Anlegerschutzinteressen entgegenstehen oder die Zulassung zur
Schädigung bedeutender allgemeiner Interessen führen kann. Gegen Maßnahmen nach Satz 1 kann der
Emittent innerhalb einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe der Ablehnung den Neuer Markt-Ausschuss
anrufen. Der Emittent kann innerhalb einer Frist von einem Monat nach Erhalt des
Ablehnungsbescheides beim Neuer Markt-Ausschuss eine erneute Entscheidung über die Zulassung der
Aktien zum Neuen Markt beantragen.
2.1.2 Auskunftserteilung; Veröffentlichung
(1) Der Emittent sowie das Antrag stellende Institut oder Unternehmen nach Ziffer 2.2 Absatz 1 sind
verpflichtet, aus ihrem Bereich der DBAG in angemessener Form und Frist alle Auskünfte zu erteilen, die
für die Zulassung zum Neuen Markt oder für die Zulassungsfolgepflichten im Neuen Markt oder für einen
ordnungsgemäßen Handel im Neuen Markt oder zum Schutz des Publikums erforderlich sind.

(2) Die DBAG kann alle in Zusammenhang mit einem Auskunftsverlangen nach Absatz 1 stehenden
Tatsachen veröffentlichen. Sie kann insbesondere veröffentlichen, wenn ein nach Absatz 1
Auskunftspflichtiger einem Auskunftsverlangen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig nachkommt.
Etwaige gesetzliche Geheimhaltungspflichten bleiben hiervon unberührt.
2.1.3 Nichterfüllung der Emittentenpflichten; Veröffentlichung
Erfüllt der Emittent seine Pflichten aus der Zulassung zum Neuen Markt nicht, nicht rechtzeitig oder nicht
vollständig, kann die DBAG diese Tatsache veröffentlichen.Seite 2
2.1.4 Neuer Markt-Ausschuss
(1) …
(2) Der Neuer Markt-Ausschuss entscheidet:
1. …
2. Über die Beendigung der Zulassung zum Neuen Markt, wenn der Emittent gegen die ihm aus
diesem Regelwerk obliegenden Pflichten verstößt oder wenn ein ordnungsgemäßer Börsenhandel im
Neuen Markt auf Dauer nicht mehr gewährleistet erscheint oder wenn dies zum Schutz des
Publikums geboten erscheint. Im Falle der Beendigung der Zulassung zum Neuen Markt bleibt die
Zulassung zum Geregelten Markt unberührt. Die Aufnahme der Notierung im Geregelten Markt muss
gesondert bei der FWB beantragt werden;
3. …
4. …
(3) …
(4) Der Emittent ist verpflichtet, für jede Nichterfüllung, nicht rechtzeitige oder nicht vollständige gehörige
Erfüllung seiner Pflichten aus der Zulassung zum Neuen Markt der in Ziffer 7 dieses Regelwerks
genannten Pflichten eine Vertragsstrafe Geldstrafe in Höhe von mindestens bis zu € 100.000 € 2.500
und höchstens € 10.000 an die DBAG zu zahlen. Die genaue Höhe des Betrages Der Betrag wird von
dem vom Neuer Markt-Ausschuss auf Vorschlag des Vorstands der DBAG nach billigem Ermessen
festgesetzt. Das Recht des Neuer Markt-Ausschusses, die Zulassung zum Neuen Markt im Falle der
Nichterfüllung oder der nicht gehörigen Erfüllung der in Ziffer 7 genannten Pflichten gemäß Absatz 3 zu
beenden, bleibt unberührt.
(5) Die DBAG kann alle in Zusammenhang mit Maßnahmen nach Absatz 2 Nr. 2 und 3 sowie Absatz 4
stehenden Tatsachen veröffentlichen. Etwaige gesetzliche Geheimhaltungspflichten bleiben hiervon
unberührt.
2.4 Veröffentlichung des Antrags
Der Zulassungsantrag ist in mindestens einer inländischen Tageszeitung mit überregionaler Verbreitung einem
überregionalen Pflichtblatt der Frankfurter Wertpapierbörse zu veröffentlichen.
3.14 Grundsätze für die Zuteilung von Aktienemissionen
(1) Die Zulassung der Wertpapiere zum Neuen Markt setzt die Einhaltung der Grundsätze für die Zuteilung
von Aktienemissionen (Zuteilungsgrundsätze) der Börsensachverständigenkommission beim
Bundesministerium der Finanzen durch den Emittenten voraus.

Seite 3
(2) Der Emittent sowie das Antrag stellende Institut oder Unternehmen nach Ziffer 2.2 Absatz 1 sind
verpflichtet, der DBAG die Einhaltung der Zuteilungsgrundsätze nachzuweisen.
4 Emissionsprospekt
4.1 Inhalt des Emissionsprospekts
4.1.8 Angaben über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten
(1) …
(2) ….
(3) Sofern der Emittent als Unternehmen weniger als drei Jahre bestanden hat, sind die Angaben gemäß
Absatz 1 Nrn. 1, 2, 4, 5 und Absatz 2 entsprechend der Dauer seines Bestehens aufzunehmen. Sofern
der Emittent lediglich als Aktiengesellschaft weniger als drei Jahre bestanden hat, sind die vorgenannten
Angaben in Form einer pro-forma-Darstellung aufzunehmen.
4.1.9 Angaben aus der Rechnungslegung des Emittenten
(1) ….
(2) …
(3) Die gemäß 4.1.8 erforderlichen Angaben müssen auch der Rechnungslegung nach den „International
Accounting Standards“ (IAS) oder den US-amerikanischen „Generally Accepted Accounting Principles“
(US-GAAP) entsprechen. Eine Überleitungsrechnung der nationalen Rechnungslegung nach IAS oder US-GAAP
wird anerkannt. Auf Antrag des Emittenten kann die DBAG diesen von der Verpflichtung gemäß
Satz 1 und 2 befreien, sofern er glaubhaft macht, die Verpflichtung gemäß Satz 1 und 2 vorübergehend
nicht erfüllen zu können. Die Befreiung kann unter der Bedingung zusätzlicher Angaben erteilt werden.
(4) …
(5) …
4.1.12 Angaben von Ergebnis und Dividende je Aktie
(1) ….
(2) …
(3) Sollte der Emittent als Unternehmen weniger als drei Jahre bestanden haben, so sind die Angaben gemäß
Absatz 1 und 2 entsprechend der Dauer seines Bestehens aufzunehmen. Sofern der Emittent lediglich als
Aktiengesellschaft weniger als drei Jahre bestanden hat, sind die vorgenannten Angaben in Form einer
pro-forma-Darstellung aufzunehmen.

Seite 4
4.1.14 Angaben über Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane des Emittenten
(1) …
(2) Ferner sind anzugeben
1. …
2. …
3. …
4. die Gesamtzahl Zahl der Aktien des Emittenten, die von den Mitgliedern der Geschäftsführungs- und
Aufsichtsorgane gehalten werden, und die Rechte, die diesen Personen auf den Bezug solcher Aktien
eingeräumt sind; diese Angaben sind für jedes Organmitglied getrennt aufzunehmen;
….
6 Zulassungsverfahren
6.4 Veröffentlichung des Emissionsprospekts
(1) Für die Veröffentlichung des Emissionsprospekts gilt § 62 BörsO FWB (nF) entsprechend.
(2) …
7 Zulassungsfolgepflichten
7.1 Quartalsbericht
7.1.1 Allgemeine Grundsätze
(1) …
(2) …
7.1.2 Zahlenangaben; Angaben über meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
(1) Die Zahlenangaben müssen für den Berichtszeitraum die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, den
Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag pro Aktie sowie die Anzahl der Mitarbeiter des Emittenten
enthalten. Darüber hinaus muss der Quartalsbericht eine Kapitalflussrechnung enthalten. Zu jeder
Zahlenangabe ist die Vergleichszahl für den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres anzugeben, bei der
Bilanz die entsprechenden Angaben zum Schluss des vorangegangenen Geschäftsjahres.
(2) …
(3) …
(4) …

Seite 5
(5) Anzugeben sind die Zahl der Aktien des Emittenten, die von den Mitgliedern der Geschäftsführungs- und
Aufsichtsorgane gehalten werden, und die Rechte, die diesen Personen auf den Bezug solcher Aktien
eingeräumt sind; diese Angaben sind für jedes Organmitglied getrennt anzugeben.
7.1.7 Veröffentlichung
(1) Der Emittent hat den Quartalsbericht unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb
von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums der DBAG in elektronischer Form zu übermitteln. Die
DBAG kann die Art und Weise der Veröffentlichung bestimmen. Die DBAG wird den Quartalsbericht
unverzüglich dem Publikum elektronisch oder in anderer geeigneter Weise zur Verfügung stellen.
(2) …
(3) …
7.2 Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
(1) Der Emittent ist verpflichtet, der DBAG jedes Geschäft mitzuteilen, das der Emittent und seine einzelnen
Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder in folgenden Wertpapieren oder Derivaten getätigt haben:
1. Aktien des Emittenten,
2. als Festpreis oder Optionsgeschäfte ausgestaltete Termingeschäfte (Derivate), deren Preis unmittelbar
oder mittelbar vom Börsen- oder Marktpreis der Aktien des Emittenten gemäß Nr. 1 abhängt.
Die Mitteilung muss unverzüglich, spätestens jedoch drei Börsentage nach Geschäftsabschluss erfolgen.
(2) Die Meldepflicht nach Absatz 1 gilt auch für die Rechte, die den Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern
auf den Bezug solcher Wertpapiere eingeräumt sind.
(3) Die Mitteilung ist der DBAG in elektronischer Form zu übermitteln und wird von der DBAG elektronisch
oder in anderer geeigneter Weise veröffentlicht. Im Fall von vom Emittenten getätigten Geschäften kann die
DBAG von einer Veröffentlichung absehen, wenn sie der Auffassung ist, dass die Veröffentlichung dem
Emittenten erheblichen Schaden zufügt, sofern die Nichtveröffentlichung das Publikum nicht über die für
die Beurteilung der Aktien des Emittenten wesentlichen Tatsachen und Umstände täuscht.
Die Mitteilung muss für jedes Geschäft die folgenden Angaben enthalten:
1. Bezeichnung des Wertpapiers oder Derivats und Wertpapier-Kennnummer,
2. Datum des Geschäftsabschlusses,
3. Preis, Stückzahl, Nennbetrag der Wertpapiere oder Derivate,
4. die an dem Geschäft beteiligten Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute oder Unternehmen
nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über das Kreditwesen,
5. die Börse, sofern es sich um ein Börsengeschäft handelt.


Seite 6
Die DBAG kann zusätzliche Angaben vorschreiben oder nachfordern, soweit dies zur Identifizierung eines
Geschäfts erforderlich ist.
(4) Sofern es sich um ein Börsengeschäft handelt, kann die DBAG die Geschäftsführung der FWB ersuchen,
die Handelsüberwachungsstelle mit der Überwachung der Meldepflicht zu beauftragen. Die gesetzlichen
Zuständigkeiten der Handelsüberwachungsstelle bleiben hiervon unberührt.
7.23 Sonstige Pflichten

7.23.2 Jahresabschluss und Lagebericht
(1) Der Jahresabschluss muss der Rechnungslegung nach den „International Accounting Standards“ (IAS)
oder den US-amerikanischen „Generally Accepted Accounting Principles“ (US-GAAP) entsprechen und
gemäß Absatz 2 veröffentlicht werden. Eine Überleitungsrechnung der nationalen Rechnungslegung nach
IAS oder US-GAAP wird anerkannt. Auf Antrag des Emittenten kann die DBAG diesen von der
Verpflichtung gemäß Satz 1 und 2 für das bei Zulassung der Aktien zum Neuen Markt laufende
Geschäftsjahr für das bei Inkrafttreten der Regelwerksänderung laufende Geschäftsjahr des Emittenten,
sofern Aktien des Emittenten bereits notiert sind, befreien, sofern er glaubhaft macht, die Verpflichtung
gemäß Satz 1 und 2 vorübergehend nicht erfüllen zu können. Die Befreiung kann unter der Bedingung
zusätzlicher Angaben, wie insbesondere eine Kapitalflussrechnung und eine Berichterstattung nach
Segmenten eine Überleitungsrechnung der nationalen Rechnungslegung nach IAS oder US-GAAP erteilt
werden. Eine wiederholte Antragstellung ist nicht zulässig. Ferner ist die Gesamtzahl Zahl der Aktien des
Emittenten, die von den Mitgliedern der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane gehalten werden und die
Geschäfte, die die Veränderungen dieser Zahl gegenüber dem Vorjahr begründen, getrennt nach Organen
Organmitgliedern anzugeben. Jahresabschluss und Lagebericht müssen in deutscher und englischer
Sprache abgefasst sein.
(2) …
(3) …
(4) ...
(5) …
7.23.10 Übernahmekodex
Dem Emittenten obliegt die Einhaltung der im Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission beim
Bundesministerium der Finanzen enthaltenen Regeln.
Der Emittent ist verpflichtet, den Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission beim
Bundesministerium der Finanzen einzuhalten.

Seite 7
Abschnitt 3: Handelsbedingungen für den Neuen Markt
2 Skontroführung; Preisfeststellung
2.1 Verteilung der Skontri

2.2 Voraussetzungen der Skontroführung
(1) Die Beauftragung eines Unternehmens mit dem Ausruf und der Preisfeststellung (Skontroführung) setzt
voraus
1. …
2. …
3. die Sicherstellung der ständigen Erreichbarkeit der Geschäftsstelle zwischen 08.00 Uhr und 17.00
Uhr während der Börsenzeiten, um über Geschäfte Auskunft erteilen und verbindliche Erklärungen
abgeben zu können,
4. …

5 Haftung
Die Vorschriften des § 44 Absatz 3 bis 6 der §§ 48,49 der Börsenordnung der FWB gilt gelten entsprechend.
Frankfurt am Main, den 20. Dezember 2000
Deutsche Börse AG
– Vorstand –
* Änderungen sind durch Durch- bzw. Unterstreichung kenntlich gemacht.


gruß
proxi


Regelwerk Neuer Markt/ Deutsche Börse AG schnee
schnee:

das wurde auch Zeit o.T.

 
27.12.00 19:21
#2
Regelwerk Neuer Markt/ Deutsche Börse AG SchwarzerLord

Ein Lob an die Dt. Börse AG, es geht voran! o.T.

 
#3


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