Am Mittwoch war es soweit:
der DAX konnte im Zuge der seit März anhaltenden Rallye auf den höchsten Stand in diesem Jahr klettern! So gelang auch der Break über die Marke von 3.150 Punkten, mit welcher er zu Beginn der Woche zu kämpfen hatte. Dennoch ist der Index mittlerweile sehr weit gelaufen, so dass
Rückschläge zunehmend wahrscheinlicher werden. Klare Verkaufssignale sind allerdings noch nicht zu erkennen, weshalb noch von einer Fortsetzung der Rallye ausgegangen werden kann. Es sollte jedoch klar sein, dass die Kurse nicht in den Himmel wachsen. Gefahr würde beispielsweise drohen, wenn der Index en Aufwärtstrendkanal (1), der seit Ende Mai besteht und sehr gut im Intraday-Chart zu erkennen ist, nach unten durchbricht. Dies kann als erstes Signal für eine bevorstehende Konsolidierung größeren Ausmaßes gesehen werden. In diesem Fall wäre gar ein erneuter Test der 3.000er-Marke nicht auszuschließen.Noch ist es aber nicht soweit
und der DAX strebt auch weiterhin nach oben. Die Kraft, die der Markt dabei entwickelt, ist beachtlich. So lässt sich aus der ansteigenden Standard-Abweichung eine Zunahme der Dynamik erkennen (2). Auch der Williams %R, der immer noch in seiner oberen Extremzone verweilt, macht die Stärke des vorherrschenden Trends deutlich (3). Erst wenn der Oszillator diese Zone nach unten verlassen würde, läge ein Verkaufssignal vor. Aufgrund der Berechnung des Indikators könnte dies mit einem Break aus dem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal geschehen (1).Interessant zeigt sich aber auch das
Volumen, das im Zuge der Aufwärtsbewegung weiter zunimmt. Man erkennt, dass mit den steigenden Notierungen Geld in den Markt fließt, was eher für eine Fortsetzung der Rallye spricht.Nicht außer Acht sollte man aber auch das Sentiment lassen, das derzeit sehr optimistisch ist, was ebenfalls ein Warnzeichen, aber noch kein Verkaufssignal darstellt.Fazit:
Die Rallye hält weiter an, wenngleich es ernst zu nehmende Warnzeichen gibt. Auf den fahrenden Zug aufzuspringen, dürfte mittlerweile wenig Sinn machen. Vielmehr kann in den nächsten Wochen der Beginn einer Konsolidierung erwartet werden. Klare Signale dafür liegen aber nicht vor. Bis dahin kann von weiter anziehenden Kursen ausgegangen werden.