Ermittlungen gegen Quest
Die US-Staatsanwaltschaft in Denver hat strafrechtliche Ermittlungen gegen das finanziell angeschlagene US-Telekomunternehmen Qwest Communications International aufgenommen. Die Behörde habe keine näheren Angaben über den Gegenstand der Ermittlungen gemacht, teilte Qwest am Mittwoch in Chicago mit. Der Qwest-Kurs brach in Reaktion auf die Nachricht in der Spitze um rund 41 Prozent ein. Die Ratingagenturen Moody's und Fitch stuften die Bonität von Qwest nach US-Börsenschluss weiter zurück.
Mitte Juni war der Qwest-Chef Joseph Nacchio, überraschend von seinem Posten zurückgetreten. Der viertgrößte lokale Telekommunikationsanbieter der USA hatte daraufhin den bisherigen Chef des US-Telekomausrüsters Tellabs, Richard Notebaert, zu seinem Nachfolger ernannt. Qwest steckt bereits seit längerem in einer finanziellen Krise und steht einem Schuldenberg von rund 26 Mrd. Dollar gegenüber.
Weitere Herabstufungen
Die Ratingagenturen Moody's und Fitch haben nach Bekanntwerden der strafrechtlichen Ermittlungen die Bonität der Qwest-Verbindlichkeiten weiter zurückgestuft. Moody's teilte am Mittwoch mit, sie stufe das Rating der ungesicherten Schuldtitel von Qwest auf "B2" von "Ba2" zurück. Fitch gab die Rückstufung des Ratings der ungesicherten Qwest-Schuldtitel auf "B" von "BBB" bekannt.
Moody's begründete die Rückstufung mit Sorgen über mögliche negative Auswirkung der Ermittlungen auf die kurzfristige Liquidität des Unternehmens. Bei Fitch hieß es, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens, einschließlich des Zugangs zum Kapitalmarkt, werde nach Einschätzung der Agentur begrenzt sein. Sowohl Moody's wie auch Fitch halten eine weitere Rückstufung für möglich.
Aktienkurs bricht ein
In Reaktion auf die jüngsten Nachrichten brach die Qwest-Aktie an den US-Börsen in der Spitze um rund 41 Prozent auf 1,53 Dollar ein schloss in einem schwächeren Gesamtmarkt 31,92 Prozent schwächer mit 1,77 Dollar.