vorher ruiniert.
Und was hat die Flüchtlings"krise" damit zu tun?
Wenn dann ist es eine Krise für die Flüchtlinge selbst. Das ein reiches Europa mit über 550 Mio Einwohnern es nicht in den Griff bekommt, 3-5 Mio Flüchtlingen zu helfen, ist der eigentliche Skandal. Und hier heulen einige rum, es würde unser System ruinieren und ein böses Erwachen geben. Wie lächerlich! ...
Ob Draghi das Richtige tut, darüber kann man trefflich streiten. Aus meiner Sicht müsste man langsam einsehen, dass die Strafzinsen nicht viel helfen, weil einfach aus meiner Sicht ohnehin schon eine Übersättigung der Wirtschaft in vielen Teilen Europas vorliegt und daher einfach die Nachfrage fehlt, um INvestitionen anzuschieben. Und in den Krisenländern Europas fehlt einfach das Vertrauen, um Investitionen vorzunehmen.
Andererseits bleibt Draghi kaum eine andere Wahl. Wenn man dem Wachstumsdogma folgt, und defationäre Tendenzen befürchtet, muss man alles versuchen, um die Banken dazu zu bewegen, das Geld für Investitionen rauszurücken. Nur wie gesagt, die Nachfrage ist offenbar gar nicht vorhanden. Das zeigt, dass die alten Regeln in dieser Phase nicht mehr gelten. Es braucht von politischer Seite Stimulationen bzw. die Staaten müssten durch billiges Geld eigentlich in Infrastruktur, Bildung und Soziales investieren. Nur das trauen sie sich aufgrund der hohen Staatsverschuldung nicht. Wird aber kein Weg dran vorbeiführen. Da kann man dann auch weder die Flüchtlinge ins Spiel bringen. In sie zu investieren, kann sich lohnen.