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Q-Cells , der Solarzellenriese

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Passende Knock-Outs auf Meta Platforms Inc

Strategie Hebel
Steigender Meta Platforms Inc-Kurs 4,92 10,17 10,90
Fallender Meta Platforms Inc-Kurs 5,01 7,63
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VC0W1Q4 , DE000VH9RTM5 , DE000VH9E1Y0 , DE000VH7THP3 , DE000VH7Q1E0 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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TecDAX (Perf.) 3.689,16 +1,01%
Perf. seit Threadbeginn:   +509,97%
 
silverfish:

Also Q-Cells

 
01.07.10 13:04
ist wirklich ein verdammt heißes Eisen. Hatte mir überlegt meine Position mal mit nem Put abzusichern, aber das wäre ganz böse in die Hose gegangen. Wenns zu nem Pullback kommt, dann aber richtig.
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Ralfus:

wenn das underlying,also in diesem Fall unsere

 
01.07.10 13:38
Q-Cells eine intraday Schwankungsbreite von acht Prozent hinlegt,sind Optionsscheine egal in welche Richtung sie auch gehen mögen (Put bzw. Call) extrem riskant.
Natürlich könntet Ihr jetzt behaupten, daß dann auch die Chancen steigen.
Aber für steigende Kurse reicht mir hier vollends die Aktie als reines Investment.
Bei fallenden wird nachgekauft und so wird das Geschäft immer interessanter.
Ich war jung und brauchte das Geld.
short term index tracking high frequenz trader
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silverfish:

Da hast

 
01.07.10 14:15
du schon recht, aber für mich ist Q-Cells leider (noch) kein solides Investment. Es bietet zwar große Chancen, aber auch dementsprechende Risiken. Und da ich für meine Verhältnisse hier schon eine dicke Position habe, will ich nicht laufend nachkaufen. Ist eben keine Asian Bamboo oder Drillisch wo man sich relativ wenig Sorgen machen muss. PV ist momentan extrem unsicher, da der Erfolg der Sanierung nicht alleine vom Unternehmen abhängig ist, sondern die Politik hier ein extremer Unsicherheitsfaktor ist.
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_crocy_:

Überlegungen

 
01.07.10 15:12
Hatte auch eine Zeit lang Q-cells und habe sie mit Verlust in Solarworld getauscht. Was mir bei Q-cells nicht mehr gefallen hat, ist das Wechselkursverklauf  zwischen den MYR und den EUR. Seit dem letzten Jahr hat der Euro 25% an Wert gegenüber den Malayischen Ringit verloren. So wird nicht nur die Produktion teuerer sondern die Schulden erhöhen sich auch , Q-cells hat ja einen Kredit von über 850 Mio MYR (aktuell etwa 212 Mio Euro)von der malayischen Regierung bekommen, der ist ja auch um 25% gestiegen und natürlich auch die Zinslast. Macht Q-Cells nicht etwa die Hälfte des Umsatzes mit dem Projektgeschäft wo es nur eine Ebit Marge von 5% geben soll. Das Zellen und Modul Geschäft wird wohl auch nicht mehr als 12% abwerfen. Insgesamt also 8,5%, selbst bei 1500 MIO Umsatz bleibt da nur 130 MIo Euro übrig minus 70 Mio Zinsen ( etwa 80 Mio waren es 2009) minus 30% Steuer bleiben 42 Mio übrig / 117,5 Mio Aktien = 0,35 Euro. Daraus fogt KGV von 15 also fair berwertet und nicht viel Upside.
Die Überlegungen könne natürlich auch falsch sein.
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Refresh:

Kaufen und warten

 
02.07.10 11:06
in spätestens 3 jahren hast du hier das 10 fache wieder raus.
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#17831

bernd238:

Wenn hier die absolute Ruhe herrscht, dann

 
06.07.10 23:15
Wenn hier die absolute Ruhe herrscht, dann ist die beste Zeit zum Einkaufen.

Immoment ist es wieder soweit, alle schweigen!

Wenn wir wieder bei 8 oder 10 Euro sind, und alle von der tollen Aktie und den Kurszielen jenseits der 20 Euro träumen, dann werde ich wieder verkaufen, mit ca. 70 bis 90 % Gewinn und mir die nächste verträumte Aktie suchen.

Also Ihr könnt ruhig noch etwas weiter schlafen, Ihr müsst dann nur bei 10 Euro wieder einsteigen damit ich aussteigen kann.
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Ralfus:

Jetzt möchte ich erstmal Kurse von über 6,30 sehen

 
07.07.10 08:45
Ich war jung und brauchte das Geld.
short term index tracking high frequenz trader
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bernd238:

Die Aktie steigt und keiner merkts

 
07.07.10 22:31
Die Aktie steigt und keiner merkts.

Noch nicht einmal der Aktionär bekommt eine unnötige Meldung auf die Reihe
Q-Cells , der Solarzellenriese 331083
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EUinside:

Oberhausener Krake tippte bisher immer richtig.

 
07.07.10 22:51
auch bei Q-Cells
Antworten
EUinside:

Heute die 6 €

 
08.07.10 09:28
Antworten
EUinside:

Solarwerte gefragt ...wow 6 durch!

2
08.07.10 09:33

Nach dem Kompromiss im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zur Anpassung der EEG-Vergütung für Solarstrom, die von den Unternehmen überwiegend positiv aufgenommen wurde, zählten erneut die Solarwerte zu den Gewinnern im RENIXX. An der Spitze der Gewinnerliste rangiert die seit Juli neu im RENIXX gelistete Aktie des chinesischen Modulproduzenten Trina Solar (+7,1 Prozent, 16,16 Euro). Die Aktienanalysten von Nomura Equity Research hatten ihre Bewertung für das Wertpapier mit "buy" bestätigt. Q-Cells gewinnen 5,8 Prozent auf 5,87 Euro, Yingli verteuern sich um 5,7 Prozent auf 9,04 Euro und Centrotherm verbessern sich um 4,8 Prozent auf 28,30 Euro. Der chinesische Solarproduzent Yingli hat über den Produktionsstart der zuletzt ausgebauten Kapazitäten an den Standorten Boading und Haikou berichtet. Die Kapazitäten an den beiden Produktionsstätten in China wurden um insgesamt 400 MW erweitert. 

Antworten
Tteffub Nerraw:

Na bisher noch knapp unter 6 Euro ;)

 
08.07.10 13:20
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bernd238:

Wo seit Ihr alle geblieben?

2
10.07.10 20:11
Wo seit Ihr alle geblieben?

Die welche die Aktie bei 100 Euro noch empfolen haben mit Kursziel 130 Euro!

jene die bei 10 Euro von einem super Eistiegskurs gesprochen haben!

Wann werden Ihr wieder eure  Stimme erheben?

Bei 8 Euro, bei 10 Euro oder erst bei 20 Euro?

Oder werdet Ihr für immer schweigen? (was aber niemand ernsthaft glaubt!)

Wann kommt der Akt..... und empfiehlt die Aktie als zukünftiger Verdoppler?

Wenn sie sich schon verdoppelt oder verdreifacht hat vom jetzigen Kurs?

Wenn es soweit kommt, dann steige ich mit 200 oder 300 % Gewinn aus da ich zu den heutigen Kursen eingestiegen bin!
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try_again:

Zufall?

 
12.07.10 15:31
war gerade auf einer ''börsenseite'' und habe q-cells beobachtet, insb. den bereich ''letzter handel'' . anleger kaufen ab 1000 stück aufwärts. wenn das kein zeichen ist.
bis dez. wird die aktie meiner meinung nach mind. 20 eur dotieren.
immer das gleiche spiel.
Antworten
silverfish:

Wenn man sich mal

2
12.07.10 16:10
so anschaut, wie die Chinesen ihren Solarbutzen Kohle in den Ar*** blasen, dann sollte man so langsam mal Schutzzölle einführen. Die bekommen eine Kreditlinie die 3mal so hoch ist wie der Börsenwert. Armes Deutschland.
Antworten
bernd238:

Kreditlinie die 3mal so hoch ist

 
12.07.10 20:31
Habt Ihr euch mal überlegt, dass die das Geld auch mal zurückzahlen müssen.
3 mal soviel Geld bedeutet auch 3 mal soviel zurückzahlen plus die Zinsen.
Irgendwann platzt die Blase auch in China für die Solarwerte.

Bis dahin sind die Deutschen Solarwerte aus dem gröbsten raus.
Antworten
silverfish:

Ja bernd,

6
13.07.10 09:06
das gilt vielleicht überall sonst wo auf der Welt, aber nicht zwingend in China. Am Anfang ist es ein Kredit mit langer Laufzeit und am Ende wird daraus eine versteckte Subvention. China versucht mit aller Macht ihre Konzerne zu den Weltmarktführern zu machen. Das wäre nicht zum ersten Mal der Fall. Ich persönlich bezweifel sehr stark, dass die komplette Summe zurückgezahlt werden muss.
Antworten
georch:

kostenstrukturen,

 
13.07.10 10:33
die lohnkostenanteile liegen bei 5-6% in der solarzellenfertigung. darüber können die asiaten nicht so viel gut machen. und ewig kredite verbraten können sie auch nicht. irgendwann muss qualität bei denen her - das sehe ich noch nicht. zudem hat keiner aussagen über die langzeitfestigkeit der zellen der asiaten. deutsche hersteller garantieren 90% leistung in den ersten 10 jahren, 80% leisten bis zu 20 jahren ! wer sich billige asia-module aufs dach macht, erlebt vielleicht sein blaues wunder in ein paar jahren.
Antworten
silverfish:

Wo siehst du

 
13.07.10 10:49
ein Qualitätsproblem bei den Chinesen? Da sie ihre Kapazitäten permanent erweitern produzieren sie mit den modernsten Maschinen "Made in Germany". Da sollte es keine Qualitätsprobleme geben. Sie bedienen vielleicht (noch) nicht das Premiumsegment (wie z.B. SW), aber das meiste was global verbaut wird fällt auch nicht in die Kategorie Premium. Der Preis machts eben. Und das Preis-Leistungsverhältnis dürfte bei den Chinesen sehr gut sein. Ich lasse mich aber auch gern eines besseren belehren.
Antworten
georch:

abwarten und...

2
13.07.10 11:21
es gibt da ja das gesetz vom abnehmenden grenznutzen. :-) also kapazitäten bis ins unendliche erweitern, ist nicht alles. bei den zellen/ modulen langzeitquali muss stimmen...
Antworten
Nebuchad:

soo..

 
19.07.10 14:03
ich bin jetzt mal mit einem Zertifikat dabei: TB84ZB

30% Rendite in 2 Monaten bei 'nem 20% Puffer, das ist recht ordentlich.
Antworten
kalleari:

Rangliste: Sunways besser als Q-Cells

2
21.07.10 19:45
Nach weltweiter Rangliste ist Sunways nun besser als Q-Cells. Es könnte sein, daß Q-Cells Tage im TechDax gezählt sind.

Mfg
Kalle


Frankfurt, 16.  Juli 2010 -  Die deutsche Solarindustrie wurde im weltweiten Vergleich deutlich härter von der Krise  getroffen als ihre Konkurrenten aus China und den USA. Während deutsche Wettbewerber im Jahr 2009  durchschnittlich  operative Verluste (EBIT) in Höhe von 7 % oder per Saldo rund 440  Millionen Euro verkraften mussten, erwirtschafteten  chinesische Wettbewerber selbst im Krisenjahr 2009  insgesamt rund 1060  Mill. Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen EBIT-Marge der chinesischen Unternehmen von 6 % und der amerikanischen Unternehmen von 17 %. Das geht aus einer Analyse der 26  weltweit bedeutendsten börsennotierten Photovoltaik-Unternehmen aus Deutschland,  USA, Kanada, China, Taiwan und Norwegen hervor, die die internationale Unternehmensberatung PRTM Management  Consultants jetzt zum zweiten Mal in Folge vorgestellt hat. "Den abgeschlagenen Unternehmen ist es nicht gelungen,  den Verfall der Modulpreise durch Kostensenkungen schnell genug zu kompensieren. Infolgedessen teilen China und die  USA die weltweit erwirtschafteten Gewinne nahezu allein unter sich auf", sagt der Autor der Studie Hans Kühn,  Geschäftsführer bei PRTM Management Consultants. Für die Untersuchung wurden aus den wichtigsten  Unternehmenskennzahlen mehrerer Jahre in Folge Leistungsindikatoren für Wachstum und betriebswirtschaftliche  Effizienz ermittelt und auf Jahresbasis verglichen. Die Ergebnisse werden in der Rangliste "PRTM Photovoltaik  Sustainable Growth  Index  " verdichtet. Der Wachstumsindex spiegelt die relative Wettbewerbsfähigkeit der Firmen  untereinander wider. Verschärfter globaler Wettbewerb Auch schreitet die Globalisierung der Solarbranche weiter voran. Die chinesischen Unternehmen in der Studie konnten ihren Umsatzanteil von 2006  bis 2009  von rund 21 % auf 32 %  ausbauen und amerikanische Firmen im selben Zeitraum von 9 % auf 21 % sogar mehr als verdoppeln. Im gleichen Zeitraum  sank der Umsatzanteil deutscher Wettbewerber. Beanspruchten die untersuchten deutschen Unternehmen 2006  noch  53 % des weltweiten Umsatzes, so schrumpfte dieser Anteil fast um die Hälfte auf heute nur noch 31 %. Während im Jahr 2006  noch sechs deutsche Unternehmen unter den besten 10  weltweit bedeutendsten börsennotierten Photovoltaik- Unternehmen platziert waren, schaffen es im aktuell veröffentlichten PRTM Photovoltaic Sustainable Growth Index nur noch drei deutsche Unternehmen unter den besten zehn weltweit. Amerikanische und chinesische Firmen dominieren die  Rangliste. Als bestes deutsches Unternehmen verteidigt Solarworld, 2006  noch weltweiter Spitzenreiter, mit Rang  sechs eine Spitzenposition in 2010.  Im Gegensatz dazu festigen chinesische Firmen ihre Position. Allein vier chinesische  und zwei US-amerikanische Firmen platzieren sich erfolgreich unter den besten zehn des Rankings. Den Spitzenplatz  behauptet nach wie vor First Solar aus USA, gefolgt von den chinesischen Herstellern Trina Solar und Suntech. Übersicht: PRTM Photovoltaic Sustainable Growth Index 2010  Rang Unternehmen 1  First Solar Inc (US) 2  Trina Solar Co. Ltd. (CN) 3  Suntech Power Co. Ltd. (CN) 4  Sunpower Corp. (US) 5  REC (NO) 6  Solarworld AG (DE) 7  Yingli Green Energy Holding Co.  Ltd. (CN) 8  Phoenix Solar AG (DE) 8  Aleo Solar AG (DE) 10  Canadian Solar Inc. (CN) 11  Solarfun Power Holdings Co. Ltd. ( CN) 12  Solaria Energia y Medio Ambiente SA (ES) 13  Gintech Energy Corp. (TW) 14  JA Solar Co. Ltd. (CN) 15  Motech  Industries Inc. (TW) 16  Centrosolar AG (DE) 17  Sunways (DE) 18  China Sunergy Co. Ltd. (CN) 19  Conergy AG (DE) 20  Evergreen Solar Inc (US) 21  Solar-Fabrik (DE) 22  Q-Cells SE (DE) 23  E-Ton Solar Tech Co. Ltd. (TW) 24  Renesola Ltd. (CN) 25 Solon SE (DE) 26  ECD Inc. (US) Studiendesign Der "PRTM Photovoltaic Sustainable Growth Index" ist ein Wachstumsindex,  der die relative Wettbewerbsfähigkeit der Firmen untereinander widerspiegelt. Seit 2004  wurden für  aufeinanderfolgende Berichtszeiträume auf Basis veröffentlichter Finanzkennziffern sieben Leistungsindikatoren für  Wachstum und Effizienz (sog. Key Performance Indikatoren, KPIs) gebildet. Diese wurden entsprechend den  branchenspezifischen Besonderheiten der Photovoltaik-Industrie gewichtet und mittels eines Berechnungsmodells in  Beziehung gesetzt. Für jede Firma wurde so ein Punktwert (Score) ermittelt, der die jeweilige Leistungsfähigkeit  beschreibt und aktuelle und stichtagsbezogene Vergleiche für die zurückliegenden Berichtszeiträume ermöglicht. Die 26  analysierten Unternehmen repräsentieren gemeinsam rund 70  Prozent der weltweiten Modulproduktion.


Presse-Information: PRTM Management Consultants GmbH www.pr-inside.com/de/weltweite-solarmarkt-studie-von-…
Antworten
silverfish:

Aber mit Sicherheit

3
21.07.10 22:05
nicht durch Sunways. Q-Cells faellt nur bei einer Insolvenz raus. Schau dir mal die TecDAX Kriterien an. Da gibts genuegend Werte, die vorher ihre Koffer packen muessen.
Antworten
silverfish:

Interessanter Artikel

 
22.07.10 16:24
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,707534,00.html

22.07.2010

Energie-Überangebot
Rekordsommer bringt Strompreise ins Schwanken

Von Stefan Schultz



DPA
Solaranlage im brandenburgischen Haßleben: Unkontrollierter Boom
Das Extremwetter in Deutschland ist gut für die Solarindustrie - und teuer für Bürger, Unternehmen und klassische Energiekonzerne. Neue Daten zeigen, dass die geballte Sonnenkraft enorme Kosten verursacht, weil viel mehr Zuschüsse gezahlt werden müssen. Die Strompreise drohen unkalkulierbar zu werden.

Hamburg - Jetzt glitzert es nicht mehr nur im Friedrichstadtpalast Berlin - sondern auch darauf. Der Berliner Senat hat das berühmte Revuetheater mit Solarzellen gepflastert. Seit gut einem Monat produzieren sie Strom. Rund 135.000 Euro hat die Anlage gekostet, finanziert aus dem Konjunkturpaket II - Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zeigt sich stolz, den Einbauauftrag an eine Berliner Firma vergeben zu haben: Das stärke "vor allem die Unternehmen in unserer Stadt".

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Das stimmt nicht ganz. Die Anlage wurde zwar von einer Berliner Firma installiert, die Zellen und Module aber machen nach deren Schätzung gut 80 Prozent der Kosten aus und wurden von SunPower Corp. beigesteuert - einer US-Firma, die ihre Ware auf den Philippinen produziert. Die Konjunkturhilfen sind also zu einem Großteil ins Ausland geflossen.
Es ist nicht der einzige fragwürdige Auswuchs von Solarförderung in Deutschland. Die Republik wird derzeit mit glitzernden Solarmodulen geradezu gepflastert - und Unternehmen und Bürger fördern den Boom jährlich mit vielen Milliarden Euro, über Aufschläge auf ihre Stromrechnung (siehe Kasten links). Auch dieses Geld fließt oft ins Ausland, schätzungsweise drei Viertel der verarbeiteten Solarmodule werden dort produziert. Zurzeit macht der deutsche Solar-Boom fast alle reich: chinesische Hersteller wie Yingli, deutsche Konzerne wie Solarworld und Hunderte Kleinstfirmen. So rasant wächst der Markt, dass fast alle ihre Ware loswerden, egal, ob sie besser oder schlechter, teurer oder billiger ist. Die Republik steht vor der Frage, wie viel sie sich den Umbau auf erneuerbare Energien kosten lassen will.

Welche Dimension der Solar-Boom inzwischen hat, ist in den vergangenen zwei Wochen des Extremsommers deutlich geworden. Die Sonne brannte fast ununterbrochen auf Deutschlands Solaranlagen - und die Energieausbeute in dieser Zeit war gewaltig, ergibt die Auswertung eines neuen Energieportals.

Sonnenstrom wird komplett über Strombörsen gehandelt, meist über die European Energy Exchange (EEX). Diese kann also genau bestimmen, wie viel Solarenergie zu jeder Stunde in die deutschen Netze gespeist wird. Seit Montag publiziert sie diese Daten komplett im Internet. Das Ergebnis ist beeindruckend: Zwischen dem 1. und dem 20. Juli wurden zum Beispiel an zehn Tagen zwischen 13 und 14 Uhr mehr als 7000 Megawattstunden Sonnenstrom in die Netze gespeist. Das entspricht der Leistung von sieben Atomkraftwerken. Bei einem Strombedarf von etwa 70.000 Megawatt zur gleichen Zeit bedeutet das: Solarenergie hat zeitweise einen Anteil von rund zehn Prozent am Energiemix.

Bedenkliche Spreizung beim Strompreis

Die Folge: Der Strompreis gerät heftig ins Schwanken. Das Arrhenius-Institut für Energie- und Klimapolitik hat für SPIEGEL ONLINE ausgerechnet, dass die geballte Solarkraft auf Deutschlands Dächern und Feldern den Strompreis innerhalb einer Rekordstunde um fünf bis sieben Euro pro Megawattstunde senkt.

Zum Beispiel am 8. Juli: An jenem Tag wurden zwischen 13 und 14 Uhr mehr als 7800 Megawatt Solarstrom in die Netze gespeist. Der tatsächliche Strompreis lag in diesem Zeitraum bei gut 60 Euro - er wurde um mehr als elf Prozent gedrückt. Bei 70.000 Megawatt Gesamtlast haben die Verbraucher durch das massive Solarangebot zwischen 350.000 und 490.000 Euro gespart.

SO RECHNET DAS ARRHENIUS-INSTITUT
Längst nicht aller Strom wird über die Börse EEX gehandelt. Gerade Atom- und Kohlestrom wird oft über Terminverträge verkauft. Das Arrhenius-Institut legt seinen Berechnungen dennoch die komplette Stromlast zugrunde. Denn es geht davon aus, dass der Strombörsenpreis auch bei Termingeschäften berücksichtigt wird - so dass der Börsenpreis mittelfristig auch den Terminbörsenpreis definiert.
Was sich für die Verbraucher gut anhört, ist für sie trotzdem ein schlechtes Geschäft. Denn sie fördern ja die Sonnenenergie über Aufschläge auf ihre Stromrechnung - und zwar laut Arrhenius-Berechnungen mit rund 35 Cent pro Kilowattstunde. Für die 7800 Megawatt Solarstrom, die am 8. Juli zwischen 13 und 14 Uhr in die Netze gespeist wurden, zahlten die Verbraucher demnach 2,7 Millionen Euro an Zuschuss. Sechsmal so viel, wie sie durch den sinkenden Strompreis sparten.
Das Problem wird in Zukunft kaum kleiner werden, denn der Solar-Boom geht ungebremst weiter. Ende 2009 waren in Deutschland Anlagen mit rund 10.000 Megawatt installiert. 2010 kommen nach Prognosen führender Marktforscher noch mal Anlagen mit 6000 bis 10.000 Megawatt hinzu (siehe Tabelle links). Zum Vergleich: Alle in Deutschland installierten Atomkraftwerke haben eine Bruttoleistung von 21.000 Megawatt. Schon Ende 2010 könnte die installierte Leistung aller Solaranlagen also fast genauso hoch sein.

Offenkundiger Effekt des Solarbooms: Der Strompreis wird steigen. Schon wenn in diesem Jahr Solaranlagen mit 6600 Megawatt ans Netz gehen, kommen auf die Verbraucher nach Berechnungen des Bundesverbands der Verbraucherzentralen binnen 20 Jahren 26 Milliarden Euro an Kosten zu; 2011 droht der Strompreis um mehr als zehn Prozent zu steigen.

In den vergangenen Jahren wurden außerdem stets deutlich mehr Solaranlagen installiert als erwartet - entsprechend berechneten die Stromkonzerne ihren Großkunden immer erst zu niedrige Zuschläge und legten dann mit höheren Forderungen nach. Für Gewerbe, Industrie und öffentliche Einrichtungen bedeutet das eine massive Investitionsunsicherheit. Nach Berechnungen der Firma Ampere drohen den Stromkunden allein in diesem Jahr Nachforderungen von einer halben Milliarde Euro. Bei einzelnen Firmen fallen da schnell sechsstellige Beträge an. Unternehmenslobbyisten schlagen schon Alarm: "Im letzten Schritt" müsse man "mit Insolvenzen rechnen", sagt Marc Tenbieg, Vorsitzender des Beirates vom Deutschen Mittelstandsbund.

Renditen von Kraftwerksbetreibern bröckeln

Der Solarboom belastet auch die Energiekonzerne. Denn die Sonnenkraftanlagen produzieren genau dann am meisten Strom, wenn RWE, EnBW & Co. das meiste Geld verdienen - zur Mittagszeit, wenn die Nachfrage und damit die Preise an der Energiebörse besonders hoch sind. Preisdrücker sind da ungern gesehen.

Doch die Netzbetreiber müssen zuallererst allen Strom kaufen, der in Solar-, Wind- oder Biogasanlagen produziert wurde, ehe sie Atom- oder Kohlestrom durch ihre Leitungen lassen. Konventionelle Kraftwerke bekommen an sonnigen Tagen also schon jetzt starke Konkurrenz. Die Betreiber müssen Kraftwerke herunterregeln, die Erträge sinken. Arrhenius-Institutschef Helmuth Groscurth hat diese Effekte in einer Studie untersucht und warnt: "Geht der Photovoltaikausbau ungebremst weiter, ist nicht nur die Existenz einzelner Kraftwerke bedroht - sondern die Existenz ganzer Energieunternehmen."

Die Energiekonzerne haben die Solarindustrie lange ignoriert, inzwischen erkennen sie das Problem. Im Juni startete der Branchenverband BDEW auf seinem Jahreskongress eine Kampagne unter dem Motto: "Liebe Solarindustrie. Kohle ist bald alle" - eine Anspielung auf die gerade beschlossene Kürzung der Solarförderung.

Neue Förderkürzung dürfte Boom kaum bremsen

Allerdings ist fraglich, ob die Kürzung den Solarboom wirklich aufhalten wird. "Derzeit liegen die Renditen für größere Solaranlagen bei neun Prozent, nach der Förderkürzung werden sie gerade mal auf sieben bis acht Prozent sinken", sagt Patrick Hummel, Solar-Analyst bei der UBS  . Die Solarindustrie muss die Preise ihrer Anlagen nur leicht senken, schon ist der Kauf wieder hochrentabel.

Luft genug gibt es dafür. Kostensenkungen in der Produktion, Skaleneffekte bei Einkauf, Logistik, Maschinenauslastung - all das ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Jens Milnikel, Analyst bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman, erwartet, dass die Preise der Hersteller in den kommenden Jahren um 15 bis 20 Prozent sinken.

Experten diskutieren deshalb über härtere Begrenzungen für die Solarindustrie. Eine Deckelung der Förderung wäre eine Option - also zum Beispiel den Bau von Solaranlagen jährlich nur bis zu 3000 Megawatt zu fördern. Für alles darüber hinaus gäbe es keine Zuschüsse mehr. Groscurth hält das für sinnvoll, Hummel spricht vom "einzig verlässlichen Weg", um den Boom zu begrenzen. Tatsächlich wurde die Idee schon in den Verhandlungen zur Förderkürzung thematisiert, aber nicht umgesetzt. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Politik die Debatte wieder aufmacht, ist derzeit gering.
Der Solarindustrie verschafft das Zeit. Denn vor dem Deckel graut ihr schon lange. Schon in einem internen Schreiben Ende 2007 forderte der Verband BSW-Solar als oberste Priorität: die Deckelung vermeiden.

Noch schlimmer wäre für die Branche nur, würde die Vorkaufspflicht für erneuerbare Energien in den Netzen aufgehoben. Weil Sonnenstrom viel teurer ist als konventionell erzeugter, wäre er dann nur noch schwer verkäuflich.
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