Puma II ??


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EganaGoldpfeil kein aktueller Kurs verfügbar
 
big lebowsky:

Puma II ??

4
14.03.05 09:30
Salamander hat Staub angesetzt, der muß weg"
Egana Goldpfeil hat die Traditionsmarke gekauft - Der Chef glaubt an den Standort Deutschland
Düsseldorf - Die Traditions-Schuhmarken Salamander und Lurchi haben schon wieder einen neuen Eigentümer. Der Luxuskonzern Egana Goldpfeil aus Hongkong hat die Marken aus der Insolvenz der Garant AG übernommen - die sie gerade erst vom Versorger EnBW gekauft hatte. "Wir werden schon im ersten Geschäftsjahr Geld verdienen", sagt Hans-Jörg Seeberger, Unternehmenschef und größter Aktionär. Er will in Salamander-Läden auch Produkte seiner Marke Joop anbieten. In Deutschland sieht er große Chancen. Mit Seeberger sprach Hagen Seidel.


DIE WELT: Seit Jahrzehnten haben Salamander und Lurchi Probleme: Bei EnBW war die Marke verkümmert, bei Garant war sie der Hauptgrund für den Konkurs. Warum soll jetzt Egana Goldpfeil eine Goldgrube daraus machen?


Hans-Jörg Seeberger: Weil wir sehr große Erfahrungen bei Restrukturierungen haben. In den vergangenen Jahren waren es sechs Firmen, die wir nach zwei bis vier Jahren wieder in die Gewinnzone gebracht haben. Nach der Due Diligence bin ich mir sicher, daß Salamander die schnellste Sanierung wird, die wir jemals hatten.


DIE WELT: Warum? Wann verdienen Sie Geld mit Salamander?


Seeberger: Wir werden schon im ersten Geschäftsjahr, das am 1. Juni beginnt, Geld verdienen. Ich glaube, die ganze Restrukturierung wird nur zwölf Monate dauern. Wir haben ja den Vorteil, daß wir aus der Insolvenz nur die echten Assets wie die besten 52 der 107 Geschäfte übernommen haben. Das ist jetzt wahrscheinlich das beste Ladennetz, das es in der Geschichte des Unternehmens je gegeben hat. Und alle Auslandsgesellschaften erzielen Gewinne, keine einzige mußte in den Anschlußkonkurs gehen. Das ist schon ein wichtiger Hinweis auf die Stärke des Unternehmens. Gerade in Osteuropa hat die Marke ein exzellentes Renommee. In Polen ist die Marke so bekannt wie Coca-Cola. Auch in Rußland, Ungarn oder Österreich hat sie einen exzellenten Ruf. Das werden ganz wichtige Wachstumsmärkte für uns. Ich habe den Eindruck, in Deutschland hat Salamander wegen der ewigen negativen Schlagzeilen nahezu das schwächste Image.


DIE WELT: Mit welchem Konzept wollen Sie denn Salamander und Lurchi wieder flott machen?


Seeberger: In der Vergangenheit gab es etwas, das ich einmal Inzucht nennen möchte. Die Marken durften sich bei Neuentwicklungen generell nur im eigenen Konzern bedienen. Und in Salamander-Läden gab es fast nur Salamander-Produkte - das hat die Marke gelähmt. Wir haben ein ganz anderes Konzept. Wir werden die Läden - alle in 1-A-Lagen - wo notwendig umbauen und neben einem selektiven Salamander-Portfolio auch passende Leder-Produkte unserer anderen Marken wie Joop oder Goldpfeil anbieten. Etwa Schuhe, Gürtel, Taschen oder Accessoires. Vielleicht sogar kombiniert mit hochwertigen Produkten von Wettbewerbern. Das wird die Attraktivität der Läden weiter erhöhen. Salamander hat Staub angesetzt, der muß weg.


DIE WELT: Sie gelten als Luxuskonzern. Bekommt man Salamander-Schuhe künftig nur noch zum Luxuspreis?


Seeberger: Nein. Wir wollen die bisherigen Kunden nicht vergraulen. Die Produkte werden bezahlbar bleiben.

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big lebowsky:

Puma II

 
14.03.05 09:31
Salamander hat Staub angesetzt, der muß weg" (2)
Die WELT: Wieso geht ein Unternehmen aus dem boomenden Hongkong eigentlich im angeblich so erstarrten Deutschland auf Einkaufstour?


Seeberger: Deutschland ist politisch sicherlich nicht da, wo es sein sollte. Aber erste Reformen sind angestoßen, wir sind auf dem richtigen Weg. Ich hoffe, bibbere und zittere, daß sich der breite politische Wille zu weiteren Reformen durchsetzt. Auch wenn es ungewöhnlich klingt: Ich setze auf den Standort Deutschland - auf die Turnaround-Story, wenn Sie so wollen.


Die WELT: Was macht Sie denn so optimistisch?


Seeberger: Insbesondere der gehobene Mittelstand hat sich in den letzten schwierigen Jahren derart schlanke Strukturen geschaffen und mit exzellente Mitarbeitern umgeben, daß diese Firmen ohne weiteres mit den besten in der Welt mithalten können. Wenn dann noch einige gesetzgeberische Fesseln abgelegt werden - warum sollte es dann keinen neuen Boom in Deutschland geben? Ich habe es bei Salamander gesehen: Die Mitarbeiter sind froh und leistungsbereit, wenn Sie wieder eine konkrete Perspektive und sichere Führung bekommen. Das kann man ohne weiteres auf das ganze Land übertragen.


Die WELT: Sie kaufen stetig neue Firmen hinzu. Ist Deutschland bei Ihrer Suche einer von vielen Märkten oder ist es ein herausgehobener Standort?


Seeberger: Deutschland ist zunächst einmal nur ein Kandidat unter vielen. Schließlich sind wir bereits in 100 Ländern tätig. Aber ich gebe zu: Wenn ich die Wahl zwischen zwei vergleichbaren Unternehmen habe, entscheide ich mich im Zweifel für den Standort Deutschland. Das sind nicht nur Worte: Von unseren 7300 Beschäftigten arbeiten 1700 in Deutschland. Und unser hochmodernes Technik- und Logistikzentrum haben wir trotz zahlreicher anderer Angebote aus Osteuropa in die Nähe von Frankfurt gesetzt. Und das war eine gute Entscheidung. Wir investieren in Deutschland, sind aber global ausgerichtet.


Die WELT: Was ist das deutsche Erfolgsrezept für den globalen Wettbewerb?


Seeberger: Wir müssen für unsere deutschen Marken zwar modische, aber nicht übermodische Produkte anbieten - da bei Mode allein etwa Italien und Frankreich die Marktführer sind. Wir dagegen sollten uns auf die klassischen deutschen Werte konzentrieren, auf Qualität und Zuverlässigkeit, auf kreative, technische Lösungen. Und das alles mit modernem Touch. Das können wir, damit sind wir in der Welt gefragt. Und wir müssen unser Licht überhaupt nicht unter den Scheffel stellen.


Artikel erschienen am Mo, 14. März 2005
Antworten
big lebowsky:

Seeberger

 
14.03.05 09:33
hat Visionen, aber wohl eien knallharten Managerstil. Gestern war schon in der FAZ am Sonntag ein Bericht über ihn.

Sicherlich ein Unternehmen und eiene Aktie, die zu beobachten lohnt.
Antworten
big lebowsky:

Interessanter Unternehmer

 
14.03.05 10:03
HANS-JÖRG SEEBERGER

Der Globetrotter

Von Wolfgang Hirn


Dugena, Goldpfeil, Joop, Junghans, Sioux - diese und noch viel mehr Luxusmarken gehören einem Deutschen, den kaum jemand kennt. Wer ist dieser unbekannte Unternehmer, der im fernen Hongkong wohnt? Ein Hausbesuch.



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Langsam quält sich der Wagen den Berg hoch. Mit Tempo 40 fährt er auf der kurvenreichen Straße. Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht atemberaubender. Unten die Wolkenkratzer von Hongkong, oben auf dem Berg die Residenzen derer, die in den Hochhaustürmen der City das große Geschäft machen. Je höher die Wohnlage, so die banale Korrelation, desto reicher der Besitzer. Mit jedem Höhenmeter steigt der Immobilienpreis. Bei etwa 150 Meter über dem Meeresspiegel ist die Fahrt zu Ende.



© Andreas Pohlmann


Großansicht


Sitzt meist auf gepackten Koffern: Egana-Chef Hans-Jörg Seeberger



"Mid-Level" heißt die Gegend hier. Während Hongkongs Superreiche ganz oben am Berg in protzigen Villen hausen, leben auf dem Mid-Level die einfachen Millionäre in eleganten Wohnsilos wie dem "Century Tower".

Im 19. Stock dieses Appartementhauses wohnt ein großer, schlanker Deutscher, der den Gast im grauen Zweireiher empfängt und gleich mit hessischem Akzent drauflosbabbelt. Willkommen bei Deutschlands wohl unbekanntestem Unternehmer: Hans-Jörg Seeberger.

Der 60-Jährige, der vor knapp 40 Jahren nach Asien auswanderte und von dort aus ein Firmenimperium namens EganaGoldpfeil schuf, ist allenfalls Branchenexperten geläufig. Dabei gebietet Seeberger über ein Reich von 35 Marken - darunter, neben Goldpfeil, so bekannte wie Dugena, Junghans, Sioux oder Joop.


Mehr zum Thema

·  LVMH: Lukratives Luxus-Geschäft [€] (03.03.2004)  



·  Joop: Der Machtwechsel ist vollzogen (22.07.2003)  



·  Deutschland, deine Unternehmer: Alle Porträts  



Nahezu unbemerkt hat Seeberger einen feinen kleinen Luxuskonzern geschmiedet - gewissermaßen die deutsche Antwort auf die französische LVMH-Gruppe . Mit knapp 4700 Beschäftigten und einem Umsatz von 280 Millionen Euro rangiert EganaGoldpfeil inzwischen unter den Top Ten der globalen Luxusindustrie.

Der Markensammler aus dem fernen Hongkong entspricht so gar nicht dem deutschen Unternehmerklischee. Seeberger ist ein Abenteurer, ein Glückspilz, ein Malocher - kurz: ein Typ, wie es hier zu Lande nur wenige gibt. Einer, dessen Lebensgeschichte genug Stoff für einen Roman liefert.
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big lebowsky:

Seeberger

 
14.03.05 10:05
Der Globetrotter (2)

Von Wolfgang Hirn


"Wollen Sie die hören?", fragt er und blickt aus dem Wohnzimmerfenster über die Skyline von Hongkong. Seine Frau kredenzt Kaffee und selbst gemachten Käsekuchen. Michiyo ist Japanerin.



© DPA


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Schönes Schnäppchen: Mit Joop steigt Egana ins Modegeschäft ein



Mit der Liebe zu Japan fing Seebergers globale Wanderschaft an. Das Land der aufgehenden Sonne faszinierte ihn bereits als Buben. Er las alles über Japan, begann mit Judo und Karate, schaffte es sogar bis in die deutsche Karate-Nationalmannschaft.

Mit 22 Jahren hielt er es dann nicht mehr länger aus in der hessischen Provinz. Statt sich als Polizist verbeamten zu lassen, packte er 1965 einen Seesack, verabschiedete sich von seinen weinenden Eltern und ging in Marseille an Bord eines Frachters nach Japan.

In Tokio lernte er Japanisch und perfektionierte sein Judo. Er schlug sich durch als Deutschlehrer, Modell (er posierte auf Anzeigen für Honda-Motorräder) und Gelegenheitsschauspieler. Wenn für einen Film ein Westler gebraucht wurde, sprang Seeberger ein. Einmal musste der Hesse einen peruanischen Studenten mimen, der in Japan das Sushi-Machen lernen wollte.

Dann - mit 30 - kam der Knacks. Es war beim Karatetraining an der Universität. Ein Schmerz, ein Schrei. Als ob er die Pein noch immer spürt, springt Seeberger vom Sofa hoch, knüpft den Zweireiher auf und spielt die Karateübung nach, bei der er sich damals die Wirbelsäule verletzte. Und fragt danach mit schmerzverzerrtem Gesicht: "Haben Sie schon einmal einen Hexenschuss gehabt?"

   
   

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Cerruti, Goldpfeil, Pierre Cardin, Joop, Esprit:
Modemarken von EganaGoldpfeil
Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild,
um zur Großansicht zu gelangen.

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So weh tat das damals - und zwar wochenlang. Seeberger lag drei Tage weinend im Bett, musste seinen geliebten Sport aufgeben und sein Leben neu sortieren.

Klar war nur: Er wollte in Japan bleiben und "ins Business - mein zweites Hobby - einsteigen". Ausgestattet mit einem Minibüro - bestehend aus Schreibtisch und Telex - gründete er seine erste Firma.

Bei ein paar deutschen Unternehmen hatte sich herumgesprochen, dass es einen "verrückten Deutschen in Tokio" (Seeberger) gab. Und so ist er ins Geschäft gekommen.

Weiter zu Teil 3: Von Kontinent zu Kontinent



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Antworten
big lebowsky:

Seeberger

 
14.03.05 10:05
Der Globetrotter (3)

Von Wolfgang Hirn


Für Salamander organisierte er den Ledereinkauf, dem Uhrenhersteller Dugena besorgte er japanische Quarztechnologie. Er handelte mit Diamanten, Perlen, Uhren und Lederwaren. Anfang der 80er Jahre erwarb Seeberger den kleinen Schweizer Uhrenbauer Egana, Keimzelle und Namensgeber seines heutigen Imperiums.



© Andreas Pohlmann


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Schmucke Fassade: Goldpfeil, Hersteller von Lederwaren, gehört zu den edelsten Marken des Egana-Imperiums



Als der Uhrenhersteller Dugena, dessen Asien-Chef er seit einigen Jahren war, kurz vor dem Bankrott stand, zog er für drei Jahre nach Darmstadt, sanierte die Firma. 1993 kaufte seine Egana dann Dugena.

Um sich Spielraum für weitere Übernahmen zu schaffen, brachte der Multi-Unternehmer Anfang der 90er Jahre 60 Prozent von Egana an die Hongkonger Börse. Mittlerweile ist der Konzern, der im Hang-Seng-Index gelistet ist, rund 180 Millionen Euro wert.

Über sein Leben kann Seeberger stundenlang erzählen. Dabei hüpft er von Station zu Station, von Kontinent zu Kontinent, von Anekdote zu Anekdote: "Soll ich Ihnen mal ein paar Geschichten über Ex-DG-Bank-Chef Guthardt erzählen?"

Da unterbricht ihn das Telefon. "Das ist Caroline", entschuldigt sich Seeberger, "da muss ich ran." Caroline Wong ist seine jahrelange Sekretärin, sein Mädchen für fast alles. "Caroline", ermahnt er sie, "please call only, when there is something very important."

Caroline wird in den nächsten Stunden noch öfter anrufen. Das Faxgerät in Seebergers Arbeitszimmer brummt permanent. Immer mal wieder verschwindet er dort kurz, um die neuesten Faxe und E-Mail-Ausdrucke von Caroline zu sichten.



© mm


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Leder legt zu: Umsatzanteile der EganaGoldpfeil



Typisch Seeberger. Der Mann "ist rund um die Uhr im Einsatz, er ist ein Arbeitstier", sagt der ehemalige Metro-Chef Klaus Wiegandt - einer der wenigen Manager, die Seeberger seit langem kennen.

In all diesen Jahren hat Wiegandt beobachtet, wie der Mann mit dem Asientick ein Schnäppchen nach dem anderen jagt. Und dabei immer öfter ins Topsegment vorstößt.

Seebergers Expansionsstrategie ist vergleichsweise unspektakulär: Er übernimmt vorzugsweise kleine Luxuslabel, die sich noch in der Hand einer Eigentümerfamilie befinden, wie etwa den Feintäschner Comtesse (teuerste Tasche: 13.000 Euro) oder den Goldschmied Abel & Zimmermann (Ketten bis zu 20.000 Euro).

Vorausgesetzt, der Preis stimmt, schnappt Seeberger aber auch bei größeren Fischen gern zu: 1998 schluckte er den Lederwarenhersteller Goldpfeil, im Jahr 2000 die Uhrenfabrik Junghans.

Weiter zu Teil 4: Seebergers Markenpyramide


Antworten
big lebowsky:

Seeberger

 
14.03.05 10:06


Deren Besitzer, die Nürnberger Diehl-Familie, verlangte Ende der 90er Jahre für Junghans Uhren 125 Millionen Mark. "Das war mir zu viel", erinnert sich Seeberger. Er pokerte, bis der Kaufpreis sank. Ende 2000 erwarb er den Spezialisten für Funk- und Solararmbanduhren dann doch für wesentlich weniger.



© mm


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Goldpfeil ist Spitze: Die Markenpyramide der EganaGoldpfeil-Gruppe



Seeberger kann warten. Als er vor drei Jahren den Hamburger Bekleidungskonzern Wünsche kaufen wollte, ließ er eine Feasibility Study erstellen ("Die hat uns viel Geld gekostet") und merkte: "Das kann uns den Kragen kosten." Also strich er Wünsche zunächst von seiner Wunschliste.

Er griff erst zu, als Wünsche insolvent wurde und zerlegt werden musste. Gemeinsam mit den beiden anderen Joop-Lizenznehmern Strellson AG (Eigentümer: die Holy-Brüder) und dem US-Kosmetikkonzern Coty kaufte er die Nobelmarke aus der Wünsche-Konkursmasse heraus.

In der Leder-, Uhren- und Schmuckbranche ist der Markensammler aus Hongkong für Verkaufswillige inzwischen erste Anlaufadresse. Dort hat sich längst herumgesprochen, dass es im fernen Asien einen Herrn Seeberger gibt, der gern mal ein Unternehmen aus dem gehobenen Konsumgütersegment erwirbt. So kam er an die beiden Topmarken Sioux und Apollo des Schuhherstellers Salamander.

Bei seiner Einkaufstour lässt sich der Hesse aus Asien aber nicht allein vom Preis leiten. Die neue Firma muss in seine Markenpyramide passen. Und sie muss Synergien liefern - "und zwar von Anfang an", so Seeberger. Demnächst gibt es zum Beispiel eine Goldpfeil-Schuhkollektion aus dem Hause Apollo.



© mm


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Lange besser als der Primus: Kursentwicklung von Egana und LVMH



Auf die Frage nach seinem Vorbild verschwindet Seeberger mal wieder in seinem Arbeitszimmer und kommt mit einem Zeitungsartikel zurück: "Schauen Sie: Die haben uns in einem Aktienchart mit LVMH verglichen."

Dieser Vergleich macht ihn stolz. Zumal der Kursverlauf zeigt, dass EganaGoldpfeil die vergangene Krise der Luxusindustrie besser gemeistert hat als der Konkurrent.

Überheblich wird Seeberger deshalb noch lange nicht: "Wir sind und werden keine LVMH. Dazu sind wir viel zu klein." Typisch Seeberger. "Ein ganz bescheidener Mensch", sagt Ex-VW-Vorstand Martin Posth, der ihn vor zehn Jahren in Hongkong kennen gelernt hat und seither mit ihm befreundet ist. Seeberger sei kein Partygänger, kein Wichtigtuer. "Glaube ja nicht, dass du der Größte bist", lautet eines der Seeberger'schen Gebote. Egozentrische Manager, die Kritik als Majestätsbeleidigung auffassen, sind ihm zuwider.

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big lebowsky:

Seeberger

 
14.03.05 10:08
Der Globetrotter (5)

Von Wolfgang Hirn


Und so hält er sich weitgehend auf Distanz zu Topentscheidern. "Im Grunde ist er ein Einzelgänger", sagt Klaus Wiegandt. Weder in Hongkong noch in Deutschland ist Seeberger gut verdrahtet. Selbst in der Lifestyle-Branche kennt ihn kaum einer persönlich.

Jochen Holy, der ehemalige Boss-Besitzer, hatte nur den Namen Seeberger schon gehört. Als er dann gemeinsam mit ihm Joop übernehmen wollte, reiste er erst einmal nach Hongkong. Nach dem Treffen mit Seeberger war Holy "schwer beeindruckt". Seeberger sei ein fairer Geschäftspartner, einer, "der deutlich sagt, was er meint".



© DPA


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Nimmt sich viel Zeit: Bei seinen Käufen wartet Egana-Chef Seeberger ab, bis die Verkäufer den Preis senken. So erwarb er auch die Uhrenfabrik Junghans.



Seeberger - der Zen-Buddhist mit den deutschen Tugenden. Wie lange hält der Kosmopolit, der Hessisch perfekt, Englisch und Japanisch sehr gut und Chinesisch leidlich spricht, das Nomadenleben zwischen Hongkong, Offenbach, dem Sitz der Europa-Zentrale, und den weltweit verstreuten Fabriken noch durch?

Das Jetten von Kontinent zu Kontinent schlaucht ihn zunehmend. "Der Körper gewöhnt sich nicht an das viele Reisen", sagt der Vielflieger. Und doch mutet er sich viel zu: eineinhalb Tage nach Dallas in den USA und zurück zum Beispiel. Das ist von Hongkong aus eine halbe Weltreise.

Wenn er - wie allzu oft - mit der Cathay-Pacific-Maschine um 23.45 Uhr nach Frankfurt fliegt, legt er sich gleich nach dem Start schlafen. Kein Essen, kein Film, nur ab und zu ein Schluck Mineralwasser. Morgens gegen vier Uhr MEZ - so kurz hinter Moskau - steht er auf, isst eine Kleinigkeit und bereitet sich auf den Arbeitstag vor, den er dann um acht Uhr in seinem Offenbacher Büro beginnt.

Klaus Wiegandt hat dem 60-Jährigen vor kurzem in aller Freundschaft den dezenten Hinweis gegeben: "Seeberger, Sie sind auch nicht mehr der Jüngste."




[M] DDP; DPA; mm.de

 
Von Siegern und Verlierern
Wer sind die Unternehmer im Lande? Wie haben sie ihre Firmen zum Erfolg geführt? Unter dem Titel "Deutschland, deine Unternehmer" stellt manager-magazin.de zweimal pro Woche die Gestalter unserer Wirtschaft vor. Hier lesen Sie alle bereits erschienenen Porträts. ...mehr  


Das weiß er selbst - und träumt schon von einem Altersdomizil auf Mallorca. Das operative Tagesgeschäft ist bereits in Händen des Deutsch-Franzosen Michael Richard Poix (51). Dennoch ist der Konzern nach wie vor voll auf Seeberger zugeschnitten.

Aufhören und loslassen? Diese Frage verdrängt Seeberger. Er habe mit dem Unternehmen schließlich noch so viel vor.

Seine Frau erlöst ihn von der Qual, darüber noch weiter nachdenken zu müssen. Sie ruft zum Abendessen, das in seiner Vielfalt das Leben des Hans-Jörg Seeberger relativ gut widerspiegelt. Es gibt japanische Sushi, chinesische Teigtaschen und provençalisches Rindfleisch. Dazu serviert der Gastgeber spanischen Rotwein.

Nach dem Dinner verdrückt Seeberger sich in sein Arbeitszimmer. Caroline hat noch mal einen ganzen Stapel  
Antworten
big lebowsky:

Multiple Persönlichkeit

 
14.03.05 10:09
wir werden sehen, ob der newsflow wieter positiv ist--und vor allem, ob das Unternehmen reüssiert. Salamander Übernahme sollte EGANA Goldapfeil auch in Deutschland bekannt machen. Die Marken sind es ja bereits...
Antworten
big lebowsky:

Ganz guter Umsatz

 
14.03.05 19:38
heute in Stuttgart.

Aber leider finde ich niergendwo statistische Angaben zum Unternehmen. In den USA sind auch ADR an der Nasdaq Otc gelistet. Aber auch über Yahoo Finance nichts zu finden.

In Deutschland bzw an der Heimatbörse Hong Kong sind wohl gut 1,2 MRD Aktien zum Handel zugelassen. Bei dem Kurs also eine Marktkap. von 200.0 Mio Euro. Meines Wissens ist der Umsatz deutlich höher. Gewinne sollen auch erzielt und Dividenden gezahlt werden.

Wer hat bessere Daten?? Oder wo finde ich noch mehr??

Ciao B.L.
Antworten
MarS:

kann leider nicht weiterhelfen,

 
14.03.05 21:15
aber interessant
Antworten
big lebowsky:

Umsatz zieht weiter an

 
15.03.05 15:26
leider finde ich nichts....Nenneswertes zum Unternehmen.
Antworten
IDTE2:

@bl

 
16.03.05 16:25
Marktkapitalisierung: 205 mio € (bei 0,17€)

Umsatz 05/06e 507 Mio €

---> KGV 6
Antworten
big lebowsky:

Kaufempfehlung in FOCUS MONEY

 
02.05.05 09:44
da sollte demnächst was gehen. Der Chart sieht auch gut aus....
Antworten
slimfast:

Hier Chart

 
02.05.05 09:52
Puma II ?? 1921542bigcharts.marketwatch.com/charts/...gs=1&rand=3348&mocktick=1" style="max-width:560px" >
Antworten
Mecki:

EganaGoldpfeil

 
26.05.05 21:45
finde ich auch sehr interessant, obwohl ich der Salamander-Story etwas skeptisch gegenüberstehe. Die Anleger aber wohl nicht, denn die Aktie steigt recht konstant seit der Meldung. Kann natürlich auch nur an der günstigen Bewertung liegen. Leider finde ich keinen Egana-Chart von der Börse in Hongkomg. Kann mir da jemand helfen?

Die Dividende liegt übrigens bei ca. 3%.  

Gruß Mecki
Antworten
big lebowsky:

Tja , stabil ist die Aktie zur Zeit

 
26.05.05 22:07
aber praktisch ohne news bzw. investor relations.

Dass mit Salamander fand ich auch ziemlich merkwürdig. Auf einmal die Story, und dann wieder Ruhe.

Na warten wir mal ab. In den USA habe ich sie auch gefunden--aber auch ohne umsatz.

Ciao B.l.
Antworten
Sanierer:

Was ist mit Egana?

 
24.08.06 19:49
Jemand hier, der eventuell was weiß?
Wie sehen denn hier mittlerweile die Chancen auf einen Kursanstieg aus?
Die Firma funktioniert, wirft meines Wissens gute Gewinne ab, wird von einem Deutschen gemanagt...usw.
Nach der Neuausrichtung bzw.den Zukauf von Salamander, müsste sich doch hier auch mal was tun.??
Danke für Eure Meinungen.
Gruß
Antworten
Sanierer:

wohl doch noch andere daran interessiert?!

 
06.09.06 18:00
Die Compagnie Financière Richemont AG beteiligt sich am in Hongkong kotierten Luxusgüterhersteller EganaGoldpfeil.

Richemont beteiligt sich an Luxusgüterhersteller EganaGoldpfeil

 
Richemont: Group-CEO Norbert Platt.




Richemont hält über ihre Tochtergesellschaft VDCI SA nach Abschluss der Transaktion gemäss Berechnungen der Nachrichtenagentur Dow Jones rund 9,99% an EganaGoldpfeil.

Hauptaktionärin Peninsula überträgt Aktien an Joint Asset
Am Donnerstag hatte EganaGoldpfeil mitgeteilt, dass die Hauptaktionärin Peninsula International Ltd. insgesamt 428,58 Mio Egana-Aktien (Anteil: 33,33%) an das neu gegründete Unternehmen Joint Asset überträgt. Peninsula International hält an Joint Asset 70%, die restlichen 30% sind im Besitze von VDCI. Die Transaktion dürfte noch vor dem 4. September abgeschlossen werden, teilte EganaGoldpfeil weiter mit.

EganaGoldpfeil: "Affordable Luxury"-Bereich
EganaGoldpfeil entwirft und produziert Schmuck und Uhren sowie Lederwaren. Das Unternehmen habe im ersten Halbjahr 2006 84% des Umsatzes in Europa erwirtschaftet, 12% in Asien und 4% in den USA, heisst es in einem Kommentar der Bank Vontobel. EganaGoldpfeil sei im "Affordable Luxury"-Bereich tätig und somit nicht direkt mit Richemont vergleichbar. Die 10%-Beteiligung sei für Richemont finanziell nicht von Bedeutung, der Konzern positioniere sich damit aber in diesem Segment zu einem attraktiven Preis. (awp/mc/ar)


Antworten
Sanierer:

Für langfristig orientierte Anleger!

 
08.09.06 15:23
Wer Lust hat sollte sich mal die Aktie von "Egana Goldpfeil" genau unter die Lupe nehmen.
Das Zahlenwerk stimmt und die Story ist meineserachtens mega heiß.
Wenn man jetzt ein bißchen Logik dazu packt, kann das Teil mittel- bis langfristig der Renner werden.
Es gibt weltweit viele Wachstumsmärkte = vermögende Menschen = Begehren sich Luxusgüter zu kaufen = hoher Umsatzanteil bei "Egana", welche immerhin über 35 bekannte Marken (Dugena, Junghans, Joop ect.) sein "Eigen" nennt.
Hin und wieder bereits von diversen weniger bekannten Börsenbriefen als Geheimtip empfohlen und hier ist teilweise die Rede von Zitat "verzehnfachung Kurses auf Sicht von 18 bis 24 Monaten".... bis jetzt hinderlich ist der geringe Bekanntheitsgrad aufgrund der Hauptnotierung in Hongkong....

...einfach mal drüber nachdenken..als Altersvorsorge doch bestimmt keine schlechte Sache....
Alle Aussagen basieren auf meinen Recherchen und stellen weder Kauf- noch Verkaufsempfehlungen dar!
Bin aber auf lange Sicht mehr als überzeugt von diesem Papier.
Antworten
toshi04:

@ Mecki

 
08.09.06 19:14

Sorry, etwas spät gesehen ....

http://www.hkex.com.hk/invest/....asp?id=company/quotemenu_page_e.asp

Hier findest Du den Kurs in Hongkong $ und ein paar Informationen mehr.

Gruss Toshi

 

 

Antworten
toshi04:

Der Kursverlauf von Egana

 
08.09.06 19:19
Hat leider vorher nicht geklappt.

Toshi
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Puma II ?? 56044
Antworten
toshi04:

Volumen dazu seit August 06,

 
08.09.06 19:24
EGANAGOLDPFEIL - (48)
Date Volume
01/08/2006 1,351,100
02/08/2006 1,856,280
03/08/2006 3,896,705
04/08/2006 1,924,998
07/08/2006 1,319,685
08/08/2006 690,160
09/08/2006 551,360
10/08/2006 6,888,000
11/08/2006 4,791,341
14/08/2006 9,741,227
15/08/2006 6,437,209
16/08/2006 3,576,400
17/08/2006 18,230,720
18/08/2006 14,757,638
21/08/2006 12,304,605
22/08/2006 4,885,290
23/08/2006 4,456,320
24/08/2006 5,580,727
25/08/2006 3,502,496
28/08/2006 626,200
29/08/2006 582,387
30/08/2006 7,064,322
31/08/2006 2,904,157
01/09/2006 6,788,596
04/09/2006 2,781,019
05/09/2006 2,877,170
06/09/2006 2,238,969
07/09/2006 1,543,200
08/09/2006 2,531,247
 
Toshi
Antworten
Sanierer:

Steigt langsam, aber stetig....

2
17.01.07 11:52
Ich denke hier geht in den nächsten Jahren richtig die Post ab....gemach und ohne großartige Zitterpartie...
Gruß
Antworten
big lebowsky:

Tja, da sind schon einige Prozente dazu

 
17.01.07 20:17
gekommen seit meinem Posting im Mai 05. das Teil läuft weiter, ruhig und stetig
Antworten
templer:

@ Sanierer und big lebowsky

 
17.01.07 21:04
habe im Oktober 2006 gekauft mit längerfristigem Horizont. Kann mir gut vorstellen ,dass die Post hier abgeht, ruhig und stetig ohne grossartige Zitterpartie. Das Papier
dürfte den HangSeng ganz klar outperformen. Luxus spielt in Asien zunehmend eine grössere Rolle.
Toll, dass Du den Thread wieder zum Leben erweckt hast Sanierer.

Gruß templer
Antworten
Sanierer:

Ja..ja..so ist das...

 
17.01.07 22:55
diese Aktie ist wenig bekannt aber die Geduld wird sich auszahlen... Ich habe die irgendwann mal auf eine Empfehlung vom "Aktionär" und darauf folgender Eigenrecherche, eigentlich aus Gag für 0,18€ gekauft. der Zugewinn kann sich sehen lassen.
Ich bin zudem massiv davon überzeugt, dass diese Fa. weiter wachsen wird und das mit dem Luxus in Asien,
@templer,sehe ich genauso...und hier stehen wir erst am Anfang....also fundamental fenomenal dieses Papier....
Gruß!
Antworten
staycool:

hi

 
19.01.07 08:53
bin auch begeistert fuer dieses teil ...

allerdings wuerde ich doch gerne mal details haben ...

zahlen , markk, aktienzahl ... etc...

wuerde das teil gerne mal mit lvmh vergleichen

kann mir einer sagen wo ich das finde .

danke  
Antworten
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