Nachdem es, wie ja auch Trout in # 22 noch beobachten konnte, am frühen Abend (MEZ) noch nach einer (technischen) Erholung zum Börsenschluss aussah, fiel der DOW in der letzten Stunde um volle 180 Punkte (Gründe: # 19 und 25).
Beim 400-Punkte-Fall vorgestern hat mich erstaunt, dass die "Trading Collars" nicht wirkten: Fällt der DOW bzw. der SP-500 um über 2 %, so wird an den US-Börsen stets der "Trading Collar" eingeschaltet. Er bewirkt, dass Shortseller Aktien nicht mehr ins Bid hinein leer verkaufen können; nur noch Leute, die die Aktien tatsächlich besitzen, können sie dann noch ins Bid rein verkaufen (an der Nasdaq ist diese sog. Short-Tick-Regel IMMER in Kraft). Wenn es dann trotzdem weiter fällt, heißt das, dass die Nerven der Longs ziemlich blank liegen.
Ein umfassender Schutz sind die Trading Collar ohnehin nicht, da sie nur Aktien betreffen - und Hedgefonds (oder sonstwer) weiterhin problemlos die Futures shorten können. Über diese indirekte Attacke geht der Druck dann weiter. Auch sog. Single-Stock-Futures unterliegen keiner Short-Tick-Regel.
(Verkleinert auf 96%)

