Anzeige
Meldung des Tages: Gold-Aktie vor Neubewertung? Über 200 Meter Gold: Warum diese Aktie jetzt in den Fokus der Profis rückt

PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07


Beiträge: 32
Zugriffe: 10.633 / Heute: 2
Countrywide Finan. kein aktueller Kurs verfügbar
 
J.B.:

PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07

5
30.06.07 00:18

Hallo, Traders

Ich habe für das Weekend Spezial die Mitgliedsbeschränkung aufgehoben, da die Kollegen vom TTT am WE keinen Thread eröffnen und so können alle Interessierten rund um das Thema Börse diskutieren. Also viel Spass und schaut dass Ihr nicht aus dem Rahmen fallt. Auf eine gute Diskussion....

Meine Frage an Euch, was erwartet Ihr Euch von der kommenden Woche??

 

 PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 3390047

 

 

DOW Weekly

PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 3390047

 

S&P 500 Weekly

PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 3390047

Nasdaq100 Weekly

PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 3390047

 

Servus, J.B.

Antworten

Werbung

Entdecke die beliebtesten ETFs von SPDR


J.B.:

Finanztitel belasten die Wall Street

 
30.06.07 00:53

Finanztitel belasten die Wall Street

Die US-Börsen haben am Freitag mit leichten Kursverlusten geschlossen. Finanzaktien zogen den Markt wegen Sorgen über weniger Kredite für Firmenübernahmen nach unten. Apple dagegen sorgte für gute Stimmung, da der Computerhersteller am Abend sein erstes Handy auf den Markt bringen wollte.



HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Indexder Standardwerte notierte 0,1 Prozent niedriger bei rund 13.409 Punkten. Er pendelte zwischen 13.314 und 13.525 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 1503 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel ebenfalls 0,2 Prozent auf 2603 Punkte. Im Wochenverlauf gewann der Dow 0,4 Prozent, der S&P-500 0,1 Prozent und der Nasdaq 0,6 Prozent.

"Finanzaktien bleiben zurück, was beunruhigend ist", sagte Analyst Scott Vergin von Thrivent Financial. "Außerdem gibt es den Negativfaktor, dass Öl immer noch über 70 Dollar ist." Ein Barrel US-Leichtöl kostete mit 70,45 Dollar 1,26 Prozent mehr. Zu den größten Verlierern gehörte die Investmentbank Merrill Lynch. Ihr Aktienkurs fiel 2,8 Prozent auf 83,58 Dollar.

Das Papier des Smartphone-Herstellers Palm verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 16,02 Dollar. Das Unternehmen hatte einen Gewinnrückgang ausgewiesen und befürchtet wegen der Konkurrenz von Apples Mobiltelefon iPhone schon bald einen Verlust.


Apple wollte sein mit Spannung erwartetes iPhone am Abend (Ortszeit) in den USA an den Start bringen. In freudiger Erwartung trieben die Anleger die Titel des Konzerns um etwa 1,2 Prozent auf 122,04 Dollar in die Höhe.

Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Research In Motion (RIM), die sich um rund 21 Prozent auf 199,99 Dollar verteuerten. Der kanadische Hersteller des Taschencomputers Blackberry konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal überraschend kräftig steigern und wurde daraufhin von mehreren Investmentbanken heraufgestuft. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 1719 Werte legten zu, 1612 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,19 Milliarden Aktien 1345 im Plus, 1697 im Minus und 127 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 17/32 auf 95-27/32. Sie rentierten mit 5,037 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 35/32 auf 94-8/32 und hatten eine Rendite von 5,128 Prozent.

Quelle: Handelsblatt.com

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

Dax-Ausblick: Märkte bleiben volatil

 
30.06.07 00:56

Dax-Ausblick: Märkte bleiben volatil

"Und täglich grüßt das Murmeltier" - so könnte man die Prognosen für die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt in den kommenden Tagen zusammenfassen. In der letzten Woche vor Beginn der Berichtssaison zum zweiten Quartal dürften Investoren jeden Tag aufs Neue nach einer klaren Richtung suchen.



HB FRANKFURT. "Die volatile Phase wird sich wohl erst einmal fortsetzen", sagt Aktienstratege Thomas Grüner von der Landesbank Berlin. "Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen lastet weiter auf dem Markt, aber trotzdem ist das konjunkturelle Umfeld für Aktien nach wie vor sehr gut."

"Ich denke, dass langsam Spekulationen auf die Halbjahreszahlen einsetzen und wir selektive Käufe sehen werden", sagt Aktienstratege Volker Borghoff von HSBC. "Die Zahlen werden ja noch einmal sehr gut erwartet, positive Überraschungen sind vor allem bei zyklischen Werten möglich, die vom Konjunkturaufschwung profitieren." Die US-Berichtssaison wird am 9. Juli vom Aluminiumkonzern Alcoa eingeläutet, zehn Tage später will der Softwarekonzern SAP als erstes Dax-Unternehmen die Zahlen zum zweiten Quartal präsentieren.


In der zu Ende gehenden Woche hat der Dax knapp ein halbes Prozent eingebüßt, am Donnerstag aber die kurzfristige Talfahrt vorerst wieder gestoppt und zum Ende der Woche hin sogar die Marke von 8 000 Punkten nochmals in Angriff genommen. In der Vorwoche hatte sich der Leitindex bereits bis auf fünf Punkte an das Rekordhoch vom März 2000 bei 8 136 Punkten herangetastet, dann begannen Investoren Gewinne einzustreichen. "Die Rekordmarke werden wir nicht aus den Augen verlieren, aber ich bin mir nicht sicher, dass wir die in der nächsten Woche knacken werden", sagt Grüner.

Auch viele Anleger rechnen zunächst mit einer Konsolidierungsphase. Das zeigt jedenfalls die aktuelle Sentimentanalyse des Daytradebrokers Clickoptions, nach der die Investoren für die kommenden zwei bis vier Wochen höchstens auf einen Seitwärtstrend setzen. "Derzeit rechnen nur die wenigsten Dax-Anleger mit großen Überraschungen", erklärt Clickoptions-Sprecher Richard Ohl, "stattdessen erwartet etwa jeder Zweite von ihnen eine kurzfristige Konsolidierungsphase."

Dass die Märkte zunächst in einer Phase erhöhter Volatilität verharren, hat nach Aussage von Marktkennern mehrere Ursachen. Schon die beginnende Ferienzeit, die gewöhnlich von dünnen Umsätzen und Trendlosigkeit geprägt ist, lässt es eher unwahrscheinlich erscheinen, dass der Dax kurzfristig auf neue Hochs steigt. Das gilt auch für den US-Markt, der die Trends oft vorgibt. "Die Störfeuer von der Zinsseite, die Probleme auf dem US-Hypothekenmarkt sowie der sich über der Marke von 70 US-Dollar etablierende Ölpreis dürften in den nächsten Wochen für eine anhaltend hohe Volatilität sorgen", stellt die Landesbank Berlin fest.

Die meisten Beobachter sehen den langfristigen Aufwärtstrend intakt. Eine Konsolidierung auf erhöhtem Niveau würde die besten Voraussetzungen für einen Anstieg im zweiten Halbjahr schaffen, meinen viele. Techniker beruhigen: Solange das Tief von Anfang Juni bei 7 500 Punkten nicht unterschritten werde, sei die Hausse-Kultur nicht in Gefahr, auch weil der seit März gültige Aufwärtstrend bei derzeit 7 800 Punkten bislang nicht nachhaltig unterschritten worden sei.

Zinsen im Fokus

Im Augenblick richten die Börsianer ihren Blick insbesondere auf die Zinsentwicklung. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank habe keine neuen Erkenntnisse gebracht, ist am Markt zu hören. Fed-Präsident Ben Bernanke ist seiner "Politik der ruhigen Hand" treu geblieben. Ob der nächste Schritt der US-Notenbank nach oben oder nach unten hin erfolgt, bleibt dabei offen. Sollten die US-Wirtschaftsdaten weiterhin das Bild einer moderaten Erholung ohne Preisdruck indizieren, gehen viele Marktbeobachter davon aus, dass das erreichte US-Zinsniveau noch eine Zeit lang Bestand hat.

Im Euroraum wird zwar mit weiteren Zinserhöhungen gerechnet, doch hat es den Anschein, als ob diese Erwartung mittlerweile in die Kurse eingepreist ist. In welchem Ausmaß die EZB die Zinsen nun weiter anhebt, wird davon abhängen, wie die nächsten Konjunkturdaten ausfallen. Sollte der Aufschwung an Dynamik verlieren, könnte sich schnell eine neue Erwartungshaltung an die weitere Zinspolitik der EZB ergeben. Somit stehen die Chancen gut, dass sich im zweiten Halbjahr eine neue Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt etabliert.

Am Mittwoch bleiben die US-Märkte wegen des Unabhängigkeitsfeiertags geschlossen. Da von Unternehmensseite her kaum Nachrichten anstehen, dürfte sich der Fokus der Börsianer verstärkt auf die Konjunkturdaten richten. Gleich zu Wochenbeginn steht der ISM-Konjunkturindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA im Juni an, am Donnerstag folgt das Pendant für den Dienstleistungssektor. Für Mai hatten beide Statistiken positiv überrascht. "Angesichts dessen dürfte den US-Indizes nun ein gewisser Konsolidierungsfreiraum zugestanden werden", sagt LBBW-Stratege Steffen Neumann. "Selbst bei rückläufigen Einkaufsmanagerindizes müssen deshalb nicht automatisch Konjunktursorgen folgen."

Einige optimistische Beobachter erwarten für den Konjunkturindex einen Stand von 56, der damit deutlich über der Expansionsgrenze von 50 liegen würde. Beim Dienstleistungsindex wird sogar mit 58 gerechnet, nachdem im Mai der höchste Stand seit einem Jahr markiert worden war.

Am Freitag wird der monatliche Bericht zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht. Volkswirten zufolge dürfte vor allem die Lohnentwicklung in den Blick rücken, da ein zu starker Anstieg durchaus ein Warnsignal für die US-Notenbank sein könnte. Nach dem jüngsten Zinsentscheid, bei dem die Fed den Leitzins zum achten Mal in Folge mit 5,25 Prozent bestätigte, hatte die Notenbank die Märkte über ihren weiteren Kurs im Unklaren gelassen.

Arbeitsexperten rechnen damit, dass die Statistik einen Aufbau von 95 000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft ausweist. Damit würde sich die vorsichtige Anpassung des Arbeitsmarktes an das moderatere US-Wirtschaftswachstum fortsetzen. Von dieser Seite erwarten Marktbeobachter daher keine Impulse für das Verhalten der US-Notenbank.

In Europa stehen am Donnerstag in puncto Zinsen gleich zwei Entscheide an: Die Bank of England (BoE) wird nach einhelliger Einschätzung von Experten den Leitzins um 25 Basispunkte auf 5,75 Prozent anheben. Die Europäische Zentralbank dürfte dagegen den Zins mit 4,25 Prozent bestätigen, aber eine weitere Anhebung für September signalisieren.

Zwei Unternehmen wollen in der kommenden Woche den Kurszettel der Deutschen Börse verlängern: Am Montag will der Großmotorenhersteller Tognum auf dem Parkett debütieren, was der größte Börsengang seit dem der Post im Jahr 2000 wäre. Für Freitag plant der Hersteller von Müllverbrennungsanlagen ZhongDe Waste Technology den Start auf dem Parkett. Damit wäre zum ersten Mal ein chinesisches Unternehmen in Deutschland gelistet.

Quelle: Handelsblatt.com

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

@Trout, nochmal zum Nikkei

 
30.06.07 04:39
Ich hab mir den Nikkei noch einmal angesehen, naja, auf mich macht das Ganze keinen so guten Eindruck, aber es wäre hilfreich, wenn Du den Steffens Artikel hier reinstellen könntest.



Servus, J.B.



(Verkleinert auf 70%) vergrößern
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106342
Antworten
moya:

Der perfekte Trade für die großen Player

5
30.06.07 08:10

Der perfekte Trade für die großen Player

von Jochen Steffens

Sagen Sie nicht, ich hätte es Ihnen nicht vorhergesagt! Besser ging es doch wohl kaum: Genau zur richtigen Zeit vor fallenden Kursen mit passender Begründung (Institutionelle verkaufen vor dem Halbjahresende und der Fedsitzung) gewarnt und genau richtig die Gegenbewegung (Trader steigen ein) eingeschätzt... Es gab ein dickes Reversal gestern in den USA. Der Investor’s Daily mal wieder ganz hart am Puls des Marktes.

Was jetzt kommt, übertrifft dies noch deutlich

Doch was jetzt kommt, übertrifft alles, was wir in diesem Jahr bisher besprochen haben – es reicht an die perfekten Vorhersagen letztes Jahr mit der WM in Deutschland und den Auswirkungen auf dir Börsen heran, wenn es nicht sogar noch besser ist:

Auf diesen Markt wird das vagabundierende Geld der USA in den nächsten Monaten, vielleicht sogar Jahren setzen!

Sie wissen, ich frage mich immer, wo fließt das vagabundierende Geld hin. Sehr hilfreich ist es, sich in diesen Fragen mit einem Emerging-Markets-Spezialisten kurzzuschließen, denn hierbei geht es natürlich auch immer um die internationalen Märkte. Einer dieser Spezialisten, auf dessen Meinung ich sehr viel Wert lege, ist mein Kollege Daniel Wilhelmi, mit dem ich gestern Abend essen war. Wenn Sie einen Dienst für Emerging Markets suchen, kann ich Ihnen übrigens den "Emerging Markets Radar" nur wärmstens empfehlen (klicken Sie hier!).

Und wie immer, wenn ich mit Daniel essen gehe, wird über die weltwirtschaftliche und weltpolitische Situation diskutiert, aber auch über das Leben und den ganzen unbedeutenden Rest. So stellten wir neben einigen anderen ungemein wichtigen Lebensweisheiten folgende Dinge fest:

1. China ist überhitzt. Es kann jederzeit, von heute bis zu den Olympischen Spielen 2008, zu einem Crash kommen. (Daniel meint, die Rallye könne auch noch länger bis 2010 andauern, ich sehe den Einbruch eher früher).

2. Wenn die Kurse in China einbrechen, dann werden auch die Carry-Trades aufgelöst. Das bedeutet, der Yen könnte seine massive Unterbewertung auflösen – sprich stark im Vergleich zum Dollar ansteigen.

3. Mir war aufgefallen, dass irgendetwas mit dem Nikkei nicht stimmt. Er zeigt eine sonderbare Stärke, nicht immer, aber manchmal. Ich würde das als „auffällig unauffällig“ titulieren. Daniel hatte die dazu passende Information. Er sagte, er habe von verlässlicher Seite gehört, dass das Big Money sich langsam auf den Nikkei konzentriert.

Seit Jahren wird immer wieder der Nikkei als unterbewertet bezeichnet – warum also ausgerechnet jetzt? Wenn alles einbricht, insbesondere wenn China als wichtiger Handelspartner in die Knie geht, wird auch der Nikkei nicht verschont werden. Es macht also keinen Sinn, Geld aus China oder Deutschland abzuziehen um es in den Nikkei zu investieren – dachten wir.

4. Es gibt Gerüchte, wie wir beide von verschiedenen Seite gehört haben, dass das große Geld anfängt, sich aus Europa zurückzuziehen – wo fließt dieses Geld also hin?

Nun hatten wir diese Fakten nicht so sauber aufgelistet, wie hier dargestellt, sondern das waren Thesen, die wir so über den Abend verteilt besprochen haben, neben Venezuela, Argentinien, Indien, China, die Bedienung etc. Bis kurz vor Schluss, haben wir die unglaublich bestechende Logik hinter diesen Tatsachen nicht begriffen, dann machte es auf einmal Klick.

Alles macht Sinn

Auf einmal wurde uns siedendheiß klar, wie das alles zusammen passt und daraus ergibt sich ein Mega-Trade für die Big-Player! Und dieses Mal sind wir wirklich direkt zwischen den großen Haien und haben die seltene Möglichkeit – extrem früh in deren Richtung mitzuschwimmen, auf der Jagd nach dem verlorenen Geld anderer.

Die Voraussetzung:

Stellen Sie sich dazu vor, Sie sind ein amerikanischer Großinvestor. Sie sind früh 2003 in Deutschland eingestiegen und machen so langsam hier Kasse, wissen aber nicht genau, ob die aktuelle weltweite Rallye weiter geht. Aber Sie wissen, dass der Yen gnadenlos unterbewertet ist und dass eine massive Korrektur ansteht - irgendwann. Sie wissen auch, wenn diese Korrektur einmal ins Laufen kommt, dann kann sie sich durch die Carrytrades extrem ausweiten. Den Effekt, den eine starke Korrektur des Yen haben kann, haben Sie Anfang des Jahres miterlebt: Die weltweiten Märkte werden dramatisch in Mitleidenschaft gezogen.

Wie kann man sich absichern?

Wenn Sie also jetzt noch investieren, müssen Sie sich als Big Player absichern. Also wäre es gut, den Yen zu kaufen und den Dollar zu verkaufen. Steigt der Yen, dann werden Sie hier große Gewinne machen, die ihre Verluste abfedern können. Unschön ist aber, wenn die Märkte weiter steigen und der Yen weiter fällt oder konstant bleibt, denn dann verlieren sie Geld.

Die Idee

Wenn Sie hingegen direkt japanische Aktien kaufen, dann sind Sie praktisch auch in „Yen“ investiert, aber mit einigen Vorteilen. Und das ist die genialste aller Tradingideen! Aus folgenden Gründen:

  1. Steigen die Weltmärkte weiter, dann steigt auch der Nikkei, egal ob unterbewertet oder nicht, dann machen Sie klare Kursgewinne – logisch.
  2. Steigt dazu auch noch der Yen moderat, dann machen Sie zusätzlich einen Währungsgewinn – passt.
  3. Brechen die weltweiten Börsen jedoch ein, zum Beispiel durch einen Crash in China (oder etwas anderes Externes) dann werden die Amis die Zinsen senken müssen. Das haben sie in Krisenzeiten immer getan. Die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan sinkt, das würde die Carry-Trades belasten – also wird es hier zu Auflösungen kommen, die den Yen stützen und den Dollar schwächen. Der Yen steigt, was diesen Effekt der Auflösung der Carry-Trades verstärkt. (Kaskadeneffekt)Brechen die Märkte und der Nikkei ein, federt man also die Verluste in den Aktien durch die vielleicht sogar dramatischen Währungsgewinne ab oder gleicht sie aus. Bei den Aktien kann man dann auf eine Erholung warten, zumal man weiß, dass die Kollegen auch in den Nikkei einsteigen, sobald das Szenario startet, der Nikkei also wahrscheinlich weniger stark betroffen sein wird.
  4. Sollten die Märkte weiter steigen und der Yen weiter fallen, verlieren Sie etwas Geld, können dann irgendwann den Gewinn in den japanischen Aktien realisieren und (große Anleger haben einen sehr langen Atem) darauf warten, dass die Unterbewertung des Yens sich später auflöst – denn, jede Unterbewertung gleicht sich irgendwann aus. Wenn die japanischen Aktien steigen, wird es der japanischen Wirtschaft besser gehen und das wird Zinserhöhungen nach sich ziehen, die auch wieder das Zinsgefälle belasten, sprich zur Auflösung von Carry-Trades führen – irgendwann. Sie können also gelassen abwarten.

In fast allen denkbaren Situation machen Sie ein gutes Geschäft oder schaffen zumindest eine deutliche Outperformance zum Markt – wenn Sie einen langen Atem haben. Und diese Art von Trades, sind die perfekten Trades, die das wirklich große Geld anziehen!

Die große Gefahr dahinter

Und nun erklärt sich auch diese seltsame Stärke des Nikkei. Das sind offenbar die ganz zarten ersten Zeichen dafür, dass der Nikkei aus oben genannten Gründen gekauft wird.

Wenn aber große Adressen den Nikkei und vielleicht etwas später dann auch massiv den Yen kaufen, kann es natürlich sein, dass sie irgendwann versuchen werden, den Yen ans Laufen zu kriegen – und das würde natürlich einen weltweite Unsicherheit auslösen.

Bisher sagte man immer, keiner hat ein Interesse an einem stark steigenden Yen. Das kann sich also dann ändern und glauben Sie mir, diesen Anleger ist es egal, wenn der Markt massiv einbricht, das sind dann einfach gute Einstiegskurse...

Denn sie machen einen dicken Währungsgewinn, auch wenn die Börsen international einbrechen. Sie können dann nach und nach ihre Yen-Positionen auflösen und das Geld in die fallenden Kurse investieren. Okay, das ist Zukunftsmusik.

Fakt bleibt: Für einen US-Investor hat eine Investition in den Nikkei eine ganze Reihe Vorteile. Es ist ein Trade mit einem doppelten Boden. Hier gilt es also genau zu beobachten, was passiert und eventuell schon bald mitzuspielen.

Und was macht der Euro?

Nun werden Sie sich fragen, wie Sie von so einer Entwicklung partizipieren können, denn wir sind im Euroland. Wir waren uns noch nicht so sicher, wie sich der Euro bei einem solchen Szenario zum Yen verhalten wird. Wenn Sie also nicht im Dollarraum leben, wird es etwas schwerer.

Aber Daniel und ich arbeiten intensiv daran, wie wir dieses Szenario auch als Europäer möglichst gewinnbringend umsetzen können und werden das natürlich in unseren Börsenbriefen Target-Trader und Emerging Markets Radar analysieren und dazu konkrete Empfehlungen aussprechen.

Der Nikkei ist aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der sichere Hafen für ein Teil des Gelders diverser Big Player, eben als Spekulation auf eine Auflösung der Carry-Trades im Fall eines Crashs. Das ist das Szenario, was wir unbedingt weiter beobachten müssen. Ein Trade, der für viele Player zum Trade der nächsten Jahre werden könnte. Wenn das eintrifft und die Chancen stehen gut, dann waren Sie mit dem Investor’s Daily um ein weiteres Mal dichter dran an den großen Haifischen, als jeder andere!

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

Gruß Moya PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 3390133

Antworten
Malko07:

Sollten die Aktienmärkte

2
30.06.07 10:03
weltweit abtauchen, rettet man sich nicht durch hochrisikoreiche Spekulationen in Japan. Am besten ist dann das Geld an der Seitenlinie aufgehoben.

Zu #5: Selten liest man derartig krudes und unausgegorenes, es sei es ist ein anderer Artikel von diesem Autor.
Antworten
Reini:

Moin..

 
30.06.07 10:55
ich sehe die Aktienmärkte nächste Woche in einer größeren Korrektur. Das ist aber nur Bauchgefühl, bzw. halbes Bauchgefühl.

Gruß und schönes WE

Reini
Antworten
Malko07:

Ich weiß nicht ob

 
30.06.07 11:06
schon nächste Woche, allerdings bald wird Inflation in den Fokus der Spekulanten rücken. Die hohen Energiepreise werden ihre Spuren hinterlassen. Auch die Signale aus der EU und aus einigen Wirtschaftsinstituten lassen noch 2 Erhöhungen beim Euro um jeweils 25 Basispunkte für 2007 als sicher erscheinen. Dann entsteht auch Spielraum für die Fed, die Zinsen zu erhöhen. Die Renditen am Rentenmarkt werden also noch steigen. Eine Umlaufrendite von 5% im Euroraum  wird dieses Jahr möglich.  

Ab dem Zeitpunkt Inflation im Fokus werden die Kurse nicht mehr steigen. Über eine Seitwärtsbewegung wird man sich dann freuen - wenn sie eintritt.  
Antworten
Malko07:

Ein Beispiel

2
30.06.07 11:19
für die galoppierenden Renditen ist der Zwang zur Erhöhung des Eingangszins bei Bundesschatzbriefen auf 4%. Damit liegt die Verzinsung inzwischen über den meisten konkurrierenden Angeboten wie Tagesgeldkonten oder Geldmarktfonds. Das Zinstief aus dem Sommer 2004 von nur noch einem Prozent hat der Bundesschatzbrief jedenfalls weit hinter sich gelassen.

PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 3390244

Aktuellen Konditionen (PDF)
Antworten
pandatierpand.:

KGV des Daxes vom 29.06

2
30.06.07 11:43
Also mit Dax knapp über 8000, Gewichtung von der Deutschen Börse übernommen und Gewinnschätzung von Onvista. Alles natürlich ohne Gewähr
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106362
Antworten
J.B.:

Aha....

 
30.06.07 11:46

@moya: Danke für den Artikel!

@Trout: Ich verstehe, aber da bist mit einem Call auf den Nikkei völlig an der falschen Adresse, denn wenn die Carry-Trades aufgelöst werden, dann werden auch die Werte der Nikkei und er selbst, stark leiden. Der Call verliert auf alle Fälle, wenn überhaupt, dann mußt einen extrem langlaufenden Put auf USD/JPY oder Yen Cash nehmen. Sonst kannst da nicht profitieren davon.

 

Servus, J.B.

Antworten
louplu:

Fallende Märkte erwartet

2
30.06.07 11:49
Steigender Ölpreis, steigende Zinsen, steigender €, evtl. steigender Yen, fallender $, nachgebender Konsum, Wirtschaft on the Top mit fehlenden Produktionssteigerungen aber Kostenbelastungen durch Tarifabschlüsse und höhere Rohstoffkosten, Urlaubszeit usw. sind m.E. nicht der Treibstoff für steigende Märkte.
Windowdressing -wenn es überhaupt welches gab- ist beendet.
Unternehmensnachrichten werden dünn bis dünner. Übernahmespekulationen immer seltener, ebenso die Rückkaufprogramme.
Die nächsten Quartalsergebnisse könnten (deutlich)schwächer tendieren.
Börsennachrichten verschwinden schon wieder aus den Schlagzeilen.

Fazit: Ich halte Cash und warte auf attraktive Einstiegskurse. Tiefer als letzte Woche.
Antworten
pandatierpand.:

Das die EZB die Zinsen anhebt, das ist abgemachte

2
30.06.07 12:03
Sache, auch zwei kleine Zinsschritte ist m.E. die Fahrtrichtung. Ob die Fed die Zinsen noch anhebt, da bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich denke, sie werden nur bei einem starken Wirtschaftswachstum, welches über 3% liegen sollte und gleichzeitig anziehender Inflation die Zinsen erhöhen. Ist nur eines von beiden gegeben, werden sie wohl verharren wo sie sind.
Der Inflationsdruck kommt vor allem aus zwei Richtungen. Bei den Lebensmitteln wird sie argumentieren, das die Konsumenten substituieren (und dementsprechend den Warenkorb anpassen) und bei den Energiekosten, das dies nur ein temporärer Zustand ist (abgesehen davon, nicht umsonst sind Spritsparmodelle gerade sehr gefragt).

Das von der Makroseite entscheidene Punkte mit ins Spiel kommen, halte ich erst einmal für nicht sehr wahrscheinlich. Mit einer gut wachsender Weltwirtschaft; China, Indien, Südamerika usw. sollte die nächsten Jahre eigentlich gutes Wachstum auch in den entwickelten Volkswirtschaften gegeben sein.

Wenn man sich die Arbeitsmarktdaten hierzulande anguckt, darf man ja auch noch mal auf den Konsumenten als Konjunkturstütze hoffen. Die Statistiken sprechen aber noch eine ganz andere Sprache, wenn man sich z.B. die Einzelhandelszahlen anguckt.  
Antworten
Shortkiller:

Ich würde das alles nicht so schwarz sehen

 
30.06.07 12:05
Hier mal der Vergleich Dow / XDAX nachbörslich vom Freitag. Ging zwar schön runter, anschließend aber wieder zurück.
(Verkleinert auf 66%) vergrößern
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106365
Antworten
Shortkiller:

Und bei 7.914 liegt ein dicker Support

 
30.06.07 12:08
am Montag morgen, der SMA38 kommt ebenfalls von unten, die Indis geben auch Spielraum. Sehe keinen Crash ;-)

(Verkleinert auf 66%) vergrößern
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106366
Antworten
J.B.:

Also

 
30.06.07 12:16
Persönlich könnte ich mir die nächste Woche, steigende Kurse vorstellen,aber dann muss man schauen....übernächste Woche Montag läutet Alcoa die Berichtssaison ein....

Generell muss man sich aber immer vor Augen halten, auf welchem Niveau wir uns bewegen. Dax nahe der 8000 und Dow über 13000, das sind keine billigen Bewertungsniveau`s mehr, weiß alles ist relativ, aber trotzdem...


Servus, J.B.



Antworten
putfan:

Ich möchte noch etwas zu J.Steffens anmerken

7
30.06.07 12:25
Zuerst ein paar Anmerkungen zu den durchnummerierten Weisheiten.

1.China. Die Kurse an den chinesischen Börsen sind massiv politsch beeinflusst.Die Leute spekulieren oftmals mit ihren gesamten Ersparnissen; diese Ersparnisse sind zukünftiger Konsum. Ein Crash hätte also Auswirkungen auf die zukünftigen Konsum- und Wachstumsmöglichkeiten des Landes. Das weiß die Regierung und sie unternimmt z.Z.alles um ein weiteres Überschießen der Kurse zu verhindern. Genauso würde sie bei einem Crash die (geldpolitischen) Zügel locker lassen um eine Erholung der Börse zu ermöglichen Wie gesagt die Kurse in China sind massiv politisch beeinflusst, die Internationalen Anleger haben das auch begriffen, nur Jochen Steffens leider nicht.

Zu 2.Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den Aktienkursen in China und den Yen-Zinsen oder dem Yen-Wechselkursen. Die Kurse brechen in China seit Wochen immer wieder ein und der Yen Carry-Trade floriert prächtig.

Zu 3. Die Aussage "Er (der Nikkei) zeigt eine sonderbare Stärke,nicht immer, aber manchmal" ist schon an Klasse kaum noch zu überbieter. Der Anstieg des Nikkei speist sich nach meiner Beobachtung aus zwei Qellen. Erstens, wegen des schwachen Yen steigen die Exporterlöse und damit auch die Gewinne der Unternehmen in Yen gerechnet ohne das sie ein Stück mehr verkaufen müssen. Zweitens, wie ich gestern auf markt-daten.de gelesen habe sind die Ausgaben der privaten Haushalte im Jahrenvergleich im April um 0,31% und im Mai um 0,82% gestigen. Damit hellt sich auch die Situation der Unternehmen auf, die vom Inlandsgeschäft abhängig sind. Wer dann auf Basis dieser für die Unternehmen günstigen Rahmenbedingungen Aktien kauft ist doch egal. Größere Impulse kamen in den letzten Jahren immer von Ausland, das ist nichts Neues.

4.Das das große Geld auch mal Gewinne mitnimmt sollte Niemanden verwundern, ob es dann auch gleich den Währungsraum wechselt oder vielleicht in Euro Cash verweilt weiß man nicht.

Und jetzt zum Kern des Ganzen Artikels, die Rückabwicklung des Yen Carry-Trades.

Als Vorlage zur Prognose des Yen-WK dient mir die Entwicklung des CHF, der anderen Carry-Trade Währung. Die Geldmarktzinsen in der Schweiz stehen bei 2,46% und der CHF zeigt bestenfalls Tendenzen einer Stabilisierung. Von einer Aufwertung und damit Umkehrung der Kreditströme kann noch nicht die Rede sein. Wenn man diese Zinsmarke von 2,46%  als Maßstab nimmt ist noch reichlich Luft für weitere Yen Abwertungen bei einem aktuellem Yen Geldmarktzins von 0,5%. Von der Zinsseite her betracht würde ich die Wendemarke bei EUR/JPY bei 175-180 in der zweiten Jahreshälfte 2008 sehen. Für eine genauere Betrachtung muß man natürlich die Zinsdifferenzen bei den Geldmarktzinsen also Euro-Libor minus Yen-Libor heranziehen. Es könnte sich beispielsweise eine Kombination ergeben USD/JPY 123 EUR/USD 1,42 EUR/JPY 174,66.
Wie es Jochen Steffens gesagt hat, für diese Spekulation auf die Rückabwicklung des Yen Carry-Trades braucht man einen langen Atem.
Antworten
Reini:

Oder mal so und alle schauen

 
30.06.07 12:27
blöd rein..
(Verkleinert auf 87%) vergrößern
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106367
Antworten
Shortkiller:

JB der Nikkei sieht doch ganz passabel aus

 
30.06.07 12:28
der macht sein Ding so nebenbei. Beachtenswert finde ich den RSL nach Levy, der hält sich seit April gut über 1. Die Stoch läuft von unten wieder in Richtung Kaufsignal und der MACD steht halbwegs neutral. Warum also die Korrekturen zocken?

(Verkleinert auf 66%) vergrößern
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106368
Antworten
Reini:

Kurs aktuell ca. 32 % vom mittleren Bollinger

 
30.06.07 12:31
entfernt.. ob das so bleibt?
Antworten
J.B.:

Shortie

 
30.06.07 12:43
Das mit den Indikatoren ist halt immer so eine Sache. Für mich haben die Japäner momentan ein Doppel-Top und befinden sich in einem Keil. Alles andere bleibt abzuwarten...



Servus, J.B.



(Verkleinert auf 70%) vergrößern
PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 106369
Antworten
J.B.:

Wall Street: Diffuse Ängste

 
30.06.07 13:01

New York (BoerseGo.de) - Der heutige Tag war ein Rätsel. Eine Tsunami von Konjunkturdaten zeichnete wieder ein positives Bild der US-Volkswirtschaft. Dennoch geriet der Markt kurz nach dem Start ins Rutschen. In der letzten Börsenstunde kam für einige Minuten sogar Ausverkaufsstimmung auf. Ein Endspurt in den letzten Minuten bügelte aber das Schlimmste wieder aus.

Fundamentale Gründe für den Rutsch wurden nicht bekannt. Vor allem die Kerninflationsrate - also ohne Energie und die volatilen Nahrungsmittel - sorgte zum Börsenstart für gute Stimmung. Die Preissteigerungsrate - an der die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet - sank auf 1,9% und geriet damit schneller als erwartet in der Zielzone der Geldpolitiker. Auch die Haushaltseinkommen und -ausgaben, der Chicago Einkaufsmanager-Index und die Bauausgaben zeichneten ein solides Bild. Der Zins, der die Anleger vor kurzem noch verstört hatte, ging heute auf 5,033% zurück, also um 0,085 Prozentpunkte gegenüber gestern und bewegte sich deutlich unter den 5,33%, die noch Mitte Juni erreicht wurden.

Ausreden für fallende Kurse

Zwar stieg der Ölpreis, der häufig als Ausrede für fallende Aktienkurse herangezogen wird, heute über die 70 Dollarmarke. Doch in den vergangenen Jahren bewegten sich Öl und Aktien gemeinsam im Trend in die Höhe. Beide profitieren schließlich vom Boom der Weltwirtschaft.


Auffällig war allerdings, dass das Tagestief von Nachrichten über einen weiteren Bombenfund in London begleitet wurde. Möglicherweise kochten auch wieder Befürchtungen über die Krise der nachrangigen Hypothekenkredite hoch. Händler verweisen außerdem darauf, dass die Fondsmanager ihre Portfolios gerne zum Quartalsende umschichten. Aber das alles erklärt den vorübergehenden Druck auf die Kurse nicht wirklich.

Allem Anschein nach waren wieder einmal diffuse Ängste am Werk. Kurzfristig ist die Börse auch ein Spielball der Psychologie, erst im Zeitverlauf kristallisiert sich der Trend heraus.

Großartiges Quartal

Per Saldo bröckelte der Dow Jones Industrial Average heute nur 0.10% auf 13.408,62 Punkte. Das Tagestief mit 13.314,00 Punkten lag aber immerhin um mehr als 200 Punkten oder 1,6% unter dem früh erreichten Tageshoch von 13.524,54 Punkten.

Der S&P 500 gab nach einem ähnlich volatilen Verlauf 0.16% nach und schloss auf 1.503,35 Zählern.
Der Nasdaq Composite Index verlor 0.20% auf 2.603,23 Punkte.


Das vergangene Vierteljahr zeichnet aber einen wesentlich freundlicheren Trend. Trotz der heutigen Volatilität ging ein großartiges Quartal zu Ende:

Dow Jones Industrial Average plus 8,5%
S&P 500 plus 5,8%
Nasdaq Composite Index plus 7,5%.


Branchen: Tops & Flops des 2. Quartals

Die erfolgreichste Branche waren die Öl- und Gaskonzerne, die - dank steigender Ölpreise - 14,3% sprangen.

Den 2. Platz nahmen die Technologieaktien ein, die 10,2% gewannen.

Verlierer waren dagegen die Energieversorger, die im Quartalsvergleich1,1% verloren und als einzige Branche im S&P 500 im Minus schlossen. Die Energieversorger, die in der Regel wegen ihren attraktiven Dividendenrenditen gekauft werden, litten darunter, dass der konkurrierende Zins am Anleihenmarkt über die 5%-Marke stieg. Schwach waren auch die Finanzhäuser, die unter der Hypothekenkrise leiden.



Dow Jones: Vorliebe für Metalle

Über die heutigen Turbulenzen konnten allerdings die Aktionäre von Alcoa Inc. nur lachen. Der Aluminium-Gigant kletterte 3.13% auf 40.53 Dollar und war damit heute der König im Dow. Vielleicht half hier die Deutsche Bank, die ihr Urteil "Übergewichten " für den gesamten Metall-Bereich bestätig hat.

Den 2. Platz belegte AT&T Inc., die 1,87% auf 41.50 Dollar gewann. Der Telefonkonzern profitierte von der iPhone-Euphorie, weil er als einziger die Netzwerkdienste für das heute Nacht startende Apple-Handy anbietet.

Boeing Co.stieg 1,05% auf 96.16 Dollar und kam damit auf den 3. Rang im Dow.

Der größte Verlierer war dort der Pharmariese Merck, der 1,35% auf 49.80 Dollar nachgab.



S&P 500: Der Ärger mit den Hedgefonds

Sieger im S&P 500 war die Fluor Corp., die 5,58% auf 111.37 Dollar kletterte. Im Tagesverlauf gab es mit 112.73 Dollar sogar ein Allzeithoch. Das Unternehmen, das für Öl&Gas-Unternehmen und vielen anderen Branchen eine Vielzahl von Infrastrukturdiensten anbietet, hatte einen Deal mit der US Army an Land gezogen. Die dabei vereinbarten Logistikdienste an das Militär sollen innerhalb der kommen 10 Jahren jährlich bis zu 5 Milliarden Dollar in die Fluor-Kassen spülen.

Der Büroausstatter Office Depot Inc. verlor dagegen 4,75% auf 30.30 Dollar, ein 52-Wochen-Tief. Die Shop-Kette stellte - wegen eines schwachen gesamwirtschaftlichen Umfelds - geringere Verkäufe in Aussicht.

Schlimm erwischte es heute wieder die Investmentbanken, die erneut in den Strudel der diffusen Hypotheken-Ängste gerieten.
Bear Stearns, Eigentümer von 2 wegen der Hypothekenkrise angeschlagenen Hedgefonds, verlor 2,78% auf 140 Dollar. Angeblich fragte die zuständige Behörde, die U.S. Securities and Exchange Commission, nach Dokumenten über diese Fonds.

Merrill Lynch, angeblich auch in die Krise verwickelt, rutschte 2,84% auf 83.58 Dollar



Nasdaq: Wachsende Warteschlangen

Die Wall Street zeigte sich anscheinend von den Meldungen über wachsende Warteschlangen an den iPhone-Verkaufsstellen beeindruckt. Jedenfalls profitierte Apple heute wieder von der Euphorie und kletterte 1,23% auf 122.04 Dollar.

Die Aktie des Tage war heute aber der Rivale Research In Motion. Der Hersteller des BlackBerry, einem populären mobilen Kommunikationsgerät, hatte gestern nach Börsenschluss mit Gewinn, Umsatz und Ausblick die Erwartungen der Analysten klar geschlagen und außerdem ein Aktiensplit im Verhältnis 3 für 1 angekündigt. Angefeuert von begeisterten Analystenkommentaren und -hochstufungen sprang das Papier 20,77% auf 199.99 Dollar.

Palm, ein weiteres Unternehmen, das Minicomputer für die mobile Kommunikation herstellt, stand heute dagegen tief im Schatten. Der Elektronikkonzern wurde wegen eines enttäuschenden Ausblicks von Analysten und Investoren abgestraft und verlor 3,26% auf 16.01 Dollar.



Internet: Größere Scheibe vom Kuchen

Baidu.com, der Kaiser bei den chinesischen Suchmaschinen, gewann heute wieder 3,57% auf 167.98 Dollar. Die Citigroup hob heute ihr Kursziel auf 195 Dollar an. Seit vergangenem August legte der Marktführer aus dem Reich der Mitte rund 140% zu.

Yahoo und Google verloren dagegen in seltener Eintracht jeweils 0,44%, Google auf 522,70 Dollar und Yahoo auf 27.13 Dollar. Beide Internetgrößen zeigen seit Tagen eine auffällige Schwäche.

Möglicherweise belastet hier das Thema „Netzneutralität“, das in den USA anscheinend wieder hochkocht. Dabei wollen die großen Netzbetreiber wie AT&T eine größere Scheibe vom wachsenden Internetkuchen abbekommen. Die Kabelbetreiber wollen die großen Datenmengen, die etwa die Videos von YouTube verschlingen, nicht mehr kostenlos übertragen, sondern nur noch an denjenigen, der am meisten dafür zahlt. Angeblich gibt es dazu zustimmende Äußerungen aus den zuständigen US-Behörden.


Der Krieg der Videotheken

Durchwachsen entwickelte sich auch der Bereich E-Commerce:

Das Online-Reisebüro Priceline sprang 6,96% auf 68.74 Dollar. Goldman Sachs hatte das Papier - wegen dem wachsenden Auslandsgeschäft - auf „Kaufen“ hochgestuft und das Kursziel von 62 Dollar auf 80 Dollar angehoben.

Ebay gewann nachrichtenlos 0,69% auf 32.18 Dollar.

Amazon.com verlor dagegen 0,70% auf 68.41 Dollar. Damit verpuffte wieder der größte Teil des gestrigen Kursanstiegs. Am Donnerstag hatte das Papier 1,1% gewonnen, weil RBC Capital Markets das Kursziel von 45 Dollar auf 75 Dollar angehoben hatte.

Die Onlinevideothek Netflix, die gerade einen Preiskrieg mit ihrem Rivalen Blockbuster ausficht, verlor heute wieder 2,32% auf 19.39 Dollar.



Energie: Öl auf 9-Monats-Hoch

Die mageren Benzinvorräte in den USA trieben den Ölpreis heute wieder in die Höhe. Der August-Kontrakt für Crude stieg um 1.11 Dollar auf 70.68 Dollar, das ist ein 9-Monats-Hoch.
Im Juni hat sich der Kontakt damit um 8.8% verteuert und im ganzen Quartal um 2.8%

Der August-Kontrakt für Erdgas stieg - wohl aus Solidarität - heute um 1.8% auf 6.77 Dollar. Das sind aber 16% weniger als Ende Mai. Im ganzen Quartal hat sich das Erdgas um 16.5% verbilligt. Hier drücken die Vorräte die deutlich über dem 5-Jahres-Durchschnitt liegen.

Energieaktien: Im Schlepptau des Öl

Der steigende Ölpreis zog wieder die üblichen Verdächtigen in die Höhe:
ExxonMobil Corp. gewann 0,33% auf 83.88 Dollar ,
ConocoPhillips kletterte 2,29% auf 78.50 Dollar
Chevron Corp. allerdings nur 0,07% auf 84.24 Dollar

Die Uranmine Cameco legte 0,57% auf 50.74 Dollar zu

Auch der Saatzuchtriese Monsanto profitiert indirekt von den steigenden Energiepreisen. Seine genveränderten Maissaaten sind wegen des Biospritbooms besonders gefragt.
Der Agrar-Biotechkonzern, der bereits gestern wegen guten Quartalszahlen und Ausblick kräftig gewonnen hatte, stieg heute um 1,29% auf 67.54 Dollar.



Gold: Minus 3,6% im Quartal

Der August Gold-Kontrakt stieg 50 Cents auf 650.90 Dollar.
Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Minus von 0,9%.
Im Juni verlor Gold 2,4% und im Quartal 3.6% .
Der September-Kontrakt für Silber fiel 3,2% auf 12.47 Dollar, das sind 8.9% weniger als im Vorquartal.



Ausblick: Wie läuft die Jobmaschine?

Die kommende Woche dürfte relativ ruhig ausfallen, da die Amerikaner am Mittwoch 4. Juli frei haben und ihren Unabhängigkeitstag feiern.

Am Montag berichtet das Institute for Supply Management über die Industrieentwicklung im Juni.

Am Donnerstag folgen dann die Zahlen für den Dienstleistungsbereich, der rund 80% der Einkommen schafft.

Am Freitag wird die Zahl der neu geschaffenen Jobs und die Arbeitslosenquote gemeldet. Die Meldung dürfte vor allem die Einzelhandels-Titel bewegen.

 

Quelle: www.boerse-go.de

 

 

Servus, J.B.

Antworten
putfan:

@Reini

3
30.06.07 13:06
Der Chart sieht ja sehr interessant aus. Da müßte aber eine gehörige Portion Angst im Markt sein, dass wir die 6600 nochmal sehen. Als Auslöser könnte ich mir sich weiter verschlechternde Bedingungen an den Kreditmärkten vorstellen. Finanztitel sehen ja schon nicht mehr so ganz frisch aus, auch und besonders in den USA.

@JB, vielleicht gelingt ja im Nikkei der Durchbruch durch die waagerechte Widerstandslinie. Für mich ist es ein Auwärtstrend, der sich unter der waagerechten Linie stauen wird, um dann mit einem starken Impuls duchzubrechen. Long is on.
Ich habe es dieses Jahr beim DAX gemacht, gegen den Trend zu shorten, das war sehr kostspielig und Selbstvertrauen beim Traden kostet es auch.
Antworten
pandatierpand.:

Ist natürlich immer eine Frage von welcher Seite

 
30.06.07 13:28
man kommend die Sache betrachtet, ob nun von technischer oder fundamentaler Seite.

Unter fundamentalen Gesichtspunkten haben wir einen absoluten Bullenmarkt und ich sehe momentan nicht, warum wir nicht noch 10 weitere Jahre im Bullenmarkt bleiben sollten, wenn sich die emerging Markets positiv bleiben. Das sind ja auch ein paar mehr Menschen, die dieses nachhaltige Wachstum generieren und haben wollen als wir auf unserer Wohlstandsinsel Japan, Usa und Europa. Europa ist und bleibt Globalisierungsgewinner, dabei insbesondere Deutschland. Wenn die Amis nach China wollen, bleibt ihn nichts anderes übrig als bei Europa vorbeizukommen.

Damit kann ich natürlich nicht abschätzen was in der kommenden Woche passiert. Da muß man schon gucken was die Verhaltensweise sind und was in der Presse hochgeguckt wird. Wenn der hohe Ölpreis als Risiko eingeschätzt wird, dann ist das Schlagzeilenmache weil einem nichts neues mehr einfällt. Aber wenn alles das glaubt, macht es keinen Sinn das kurzfristig anders zu sehen.
Wenn der Markt seitwärts läuft, kommt das mittlere Bollingerband auch schnell wieder an den Index.
Auch Zinsängste kann ich bei der Fed nicht wirklich verstehen. Die Fed ist scheinbar gewillt, alles gegen steigende Zinsen schön zu interpretieren.
Denke das es von nun an mehere Dips geben wird, doch man kann sie scheinbar alle bedenkenlos nachkaufen. Man sollte doch einmal drüber nachdenken, ob man nicht doch eine (vorübbergehend natürlich nur) Strategie draus machen sollte.
Wenn der S&P500 auch abtaucht, sollte nach unten hin der Dax ein geringeres Beta haben, eben wegen den besseren Randbedingungen und ein klarer und stabiler gezeichnetes Bild.
Antworten
J.B.:

Panda

 
30.06.07 15:30

Ich glaub nicht, dass die Sache so einfach sein wird.

Japan/China: Mag schon sein, dass die letzten Daten auf ein Anziehen der privaten Konsums hindeuten, aber das hatten wir letztes Jahr auch schon ein paar Mal. Die japanische Wirtschaft wächst momentan mit einer Wachstumsrate von  5,5% auf Jahr gerechnet. Größte Handelspartner sind China und die USA, wichtig ist momentan China, wenn die, die Zinsen weiter anheben, was sie ja selbst in den Raum stellten, dann wird auch der Yen aufwerten müssen. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass die vorangegangen Zinserhöhungen der Chinesen immer nur kurz den Yen stützen konnten, was eigentlich atypisch ist.

Ausserdem ist es mittlerweile schon soweit gekommen, dass die japanischen Hausfrauen und Taxifahrer ihre Yen`s gegen Euro`s und Dollars umtauschen. Für mich ist das ein erstes Warnzeichen. 

Ausserdem ist es interessant zu beobachten, dass der Yen immer schwächer wird, aber die Börsen nicht signifikant steigen, also entweder werden da größere Cashbestände aufgebaut um die Indezis schnell hochzukaufen oder was ich eher vermute, die P.E. Fonds mischen da jetzt in größern Ausmaß mit, da ihnen die Banken schön langsam den Geldhahn zu drehen, wenn man sich die Kommentare einiger Großbanken bedenkt. Damit würde das Risiko noch um einiges Größer, ob es allerdings so ist, bleibt eine Vermutung von mir....

Europa/USA

Kommende Woche gilt es als ausgemachte Sache, dass die BOE die Zinsen um 0,25% erhöhen wird und die EZB nichts unternimmt. Mal sehen, das könnte sogar zutreffen, da die BOE und die EZB noch nie im Einklang die Zinsen erhöht haben. Allerdings sollte mit Blick auf die Geldmenge M3, welche im Euroraum zuletzt um 10,7% gestiegen ist, lieber mit noch einigen Zinserhöhungen rechnen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten verschiedener nicht sein, aber der schwache Dollar hilft den US Unternehmen momentan noch. Aber weit mehr Sorgen sollte man sich um den privaten Konsum machen, denn die Ami`s sind eh bis über die Hutschnur verschuldet, in Kombination mit steigenden Energie -und Nahrungsmittelpreisen....m.E. tickt hier eine Zeitbombe....so und die Fed träumt von einer sinkenden Inflationrate bzw. rechnet sich diese schön, immer alles ohne Nahrung und Öl, Benzin.... In der Vergangenheit mag es zugetroffen haben, dass die Preise sehr Schwankungsanfällig waren, aber schön langsam sollte ein Umdenken einsetzen, denn der Verbraucher leidet unter einer mittlerweile extremen Inflation und diese droht den Konsum abzuwürgen. Das sich, Angesichts dieser Umstände, die US Börsen immer noch in der Nähe ihrer Höchststände aufhalten, ist an sich schon eine gewaltige Übertreibung.


Zuletzt noch zu den Hedge-Fonds: Wenn jetzt schon die Fonds von renommierten Banken(Bear Streams, J.P.Morgan,....) in Bedrängnis geraten, welche sicher um einiges besser geführt werden, wie mag es dann bei den privaten HF`s aussehen? Also ich erwarte von dieser Front noch einige schlechte Nachrichten.

Und schaut Euch einmal die Charts des Dax und des DJ an, dort ist zu sehen, dass die Ami`s schon um einiges mehr korrigiert haben als der Dax. Die Frage ist jetzt natürlich, warum?

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

Nervosität an den Börsen hält an

 
30.06.07 15:43

Nervosität an den Börsen hält an

Die Nervosität an den internationalen Finanzmärkten wird nach Einschätzung von Bankstrategen diese Woche anhalten. Sie rechnen mit weiteren starken Kursschwankungen bei den europäischen Aktien.


Aktienexperten prognostizieren aber keine eindeutige Richtung. Ein Grund dafür ist die zunehmende Risikoscheu der Anleger vor dem Hintergrund der Krise am US-Hypothekenmarkt und ihrer Auswirkungen auf einige Hedge-Fonds. Dies begünstigt aktuell die Rentenmärkte.

Für Kursgewinne der europäischen Staatsanleihen spricht zudem, dass sich die Zinsdifferenz zwischen Europa einerseits und den USA sowie Japan andererseits vergrößern dürfte. Zwar erwarten Analysten am Donnerstag noch keine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank, allerdings Hinweise auf einen solchen Schritt im September. Entsprechend rechnen Experten mit einem steigenden Euro und einem schwächeren Yen.


Der Spielraum für den Dax im zweiten Halbjahr





Die Dax-Entwicklung im zweiten Halbjahr beurteilen deutsche Strategen eher zurückhaltend. Der Leitindex war in den vergangenen vier Wochen zwischen 7500 und 8100 Punkten gependelt, hatte in den ersten sechs Monaten des Jahres aber um 20 Prozent zugelegt - fast soviel wie im gesamten Jahr 2006. "Für den DAX dürfte es im neuen Halbjahr schwerer werden, neue Hochs zu markieren, weil sich in Deutschland die nachrichtenarme Zeit fortsetzen wird", schreiben die Strategen der DZ Bank. "Zudem drohen zunehmend schlechte Nachrichten aus den USA. Bis zum Beginn der Quartalsberichtssaison Mitte Juli "wird sich der Aktienmarkt auf Wirtschaftsdaten fokussieren müssen, die den Aktieninvestoren vermehrt Sorgenfalten auf die Stirn bringen sollten", warnen die Strategen der Dekabank. Sie erwarten deshalb Unsicherheit und stärker als bisher schwankende Börsenkurse.

Auf Wochensicht schloss der Dax mit 8007,32 Punkten 0,7 Prozent im Plus, der europäische Stoxx 50 stieg um 0,6 Prozent auf 3946,89 Zähler. Kräftig abwärts ging es für den chinesischen Shanghai Composite, der binnen fünf Tagen 6,6 Prozent auf knapp über 3800 Punkte sank.


Unsicherheit an der Wall Street





Mit Verlusten gingen auch die US-Börsen aus der Woche: Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,05 Prozent ein. Nicholas Bohnsack vom New Yorker Researchhaus Strategas erwartet für die US-Börsen einen leichten Anstieg der Volatilität, der die kommenden Sommerwochen prägen dürfte. "Wir haben rauhere See vor uns", sagt er. Auch Jim Paulsen, Chefstratege von Wells Capital Management, sieht derzeit Unsicherheit an der Wall Street, gibt sich aber dennoch optimistisch. Zwar dürfte diese Woche wegen des Unabhängigkeitstages am Mittwoch ruhig starten. Am Freitag sollten aber die Arbeitsmarktdaten für Bewegung sorgen. "Die Zahlen sollten nicht zu heiß und nicht zu kalt ausfallen," hofft Paulsen.

Er zeigt sich weder von der Hedge-Fonds-Krise beunruhigt, die er für überbewertet hält, noch von der US-Konjunktur. "Nach der momentanen Schwächephase wird sich zeigen, dass die US-Konjunktur robust wächst, und das wird dann auch die Aktienmärkte wieder auf neue Rekordmarken schicken." Die Großbank JP Morgan sieht das jedoch anders: "Wir sind auf kurze Sicht weiterhin negativ für US-Aktien eingestellt." Außer den Verwerfungen am US-Immobilienmarkt nennt sie Rückschläge für Private-Equity-Unternehmen bei der Jagd nach günstigen Großkrediten als Grund. Das schade der Übernahmefantasie und verstärke die Apathie der Aktienanleger.



Am Devisenmarkt kletterte der Euro am Freitag erstmals seit Wochen wieder über die Marke von 1,35 $ und legte auch zum Yen kräftig zu. "Die Zinsunterschiede sprechen auch in den nächsten Wochen für den Euro", sagt Hans Gunter Redeker, Chef-Devisenstratege von BNP Paribas in London. Er gibt dem Euro Potenzial bis in die Region von 1,37 $.


Schwacher Yen


Beim japanischen Yen sehen Experten eine Wiederbelebung der Carry Trades, bei denen sich Anleger in niedrig verzinslichen Währungen verschulden und in höherverzinsliche Anlagen investieren. Allein im zweiten Quartal hat Japans Währung rund 4,5 Prozent zum Dollar und 5,7 Prozent zum Euro verloren. Redeker sieht aber auch massive Mittelabflüsse aus Japan selbst. "Die Privatanleger sind auf den Geschmack gekommen und investieren zunehmend selbst in Ländern mit höheren Zinsen." Auf japanische Privatanleger entfielen inzwischen 33 Prozent des gesamten Handelsvolumens in der japanischen Währung. Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank führt aber auch die zuletzt schwachen japanischen Konjunkturdaten an. Zudem stärkte der Rückgang der Verbraucherpreise im Juni die Spekulationen, dass die japanische Notenbank den Leitzins zunächst nicht anheben wird.


Positive Anzeichen für Staatsanleihen


Für Kursgewinne bei den Staatsanleihen spricht laut Hellmeyer sowohl die steigende Risikoscheu der Investoren als auch, dass sich das konjunkturelle Bild global etwas eintrübt. Am Freitag konnte der Bund-Future seine anfänglichen Tagesgewinne allerdings nicht halten und notierte am frühen Abend mit 110,80 Zählern etwas leichter. Hellmeyer traut dem Kontrakt dennoch zu, kurzfristig die Marke von 111,80 Zählern ins Visier zu nehmen. Könne er diese knacken, habe er Potenzial bis 112,50 Punkte.




Von Doris Grass (Frankfurt)

Quelle: Financial Times Deutschland

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

Mondpreise gefährden Übernahmen

 
01.07.07 19:36

Mondpreise gefährden Übernahmen

Steigende Kaufpreise drohen nach einer Handelsblatt-Umfrage die bislang positive Bilanz der jüngsten Übernahmewelle zu gefährden. Der Verkauf des kanadischen Telefonkonzerns Bell Canada Enterprises (BCE) ist dafür ein weiteres Beispiel.



NEW YORK/DÜSSELDORF. Die von Private-Equity-Firmen angeschobene Übernahmewelle hat mit dem BCE-Deal einen neuen Gipfel erreicht. Für 52 Mrd. kanadische Dollar (36 Mrd. Euro) übernimmt der Pensionsfonds Ontario TeachersŽ zusammen mit Finanzinvestoren die größte Telefongesellschaft des Landes. Es ist der größte Private-Equity-Kauf überhaupt. Die Investoren zahlen eine Prämie von etwa 42 Prozent auf den letzten Börsenkurs von BCE vor Bekanntwerden der Übernahmepläne.

Die extrem steigenden Kaufpreise drohen nach Meinung von Experten eine bislang positive Bilanz zu gefährden. Bis vor kurzem noch haben Unternehmen ihre Ziele sorgsam ausgewählt und Preisdisziplin gewahrt. Jetzt wiederholen sich jedoch die Fehler: Prämien steigen in irrationale Höhen, und finanzielle Risiken werden unterschätzt.


"Die Transaktionen werden immer größer, die Zahl der feindlichen Attacken steigt", sagte Professor Robert Bruner, Experte für Fusionen und Übernahmen (M&A) von der Virginia-University. In der Vergangenheit waren es häufig die großen und feindlichen Übernehmen, die später zu Misserfolgen wurden. "Hier zeigt sich die Naivität aus früheren Jahren", betonte Bruner. Ähnlich äußerten sich auch internationale Wissenschaftler und Unternehmensberater, die vom Handelsblatt befragt wurden.

"Die Gier gibt den Ton an", warnt David Rubenstein, Chef der Beteiligungsgesellschaft Carlyle, "wir müssen uns darauf vorbereiten, dass Deals schief gehen werden." Nach Berechnungen des Handelsblatts zahlten die Käufer für die 15 größten Übernahmen in diesem Jahr durchschnittlich eine Prämie von 25 Prozent auf den letzten Aktienkurs vor Bekanntwerden der Übernahmeofferten. Bayer zahlte etwa für den Berliner Pharmakonzern Schering einen Aufschlag von 33 Prozent. Der Gasehersteller Linde legte für seinen britischen Wettbewerber BOC gar ein Plus von 39 Prozent auf den Tisch.

Misst man die Übernahmepreise nicht am Börsenkurs, sondern an der Ertragskraft eines Unternehmens, zeigt sich der Preissprung deutlicher. Nach Informationen des Finanzspezialisten Thomson Financial legen die Firmenkäufer heute doppelt so viel auf den Tisch wie im Jahr 2000. "Es wird schwieriger, Preisdisziplin zu wahren", sagt Richard Dobbs, Partner bei McKinsey.

Quelle: Handelsblatt.com

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

Siemens offenbar im Visier der Weltbank

 
01.07.07 19:37

Siemens offenbar im Visier der Weltbank

Während der neue Siemens-Chef Peter Löscher in den Affären um schwarze Kassen und bezahlte Betriebsräte auf der einen Seite um das Vertrauen der Mitarbeiter wirbt ermittelt auf der anderen Seite nun offenbar auch die Weltbank in Washington gegen den Konzern.



HB HAMBURG. Wie der "Spiegel" berichtet, war ein Ermittler bereits im Februar nach München gereist. In einem Gespräch mit Staatsanwälten, die seit November vergangenen Jahres mögliche Schmiergeldzahlungen des Konzerns in dreistelliger Millionenhöhe untersuchen, wollte der Fahnder aus Washington wissen, ob bei den bisherigen Ermittlungen auch Projekte der Weltbank eine Rolle spielten. Entsprechende Gespräche bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld dem Magazin.

Die Washingtoner Ermittler untersuchen dem Bericht zufolge unter anderem ein Kraftwerksprojekt in Pakistan, das Ende der 90er Jahre abgeschlossen wurde. Sie gingen dem Verdacht nach, ob die von der Weltbank mitfinanzierte und von Siemens gebaute und später mitbetriebene Anlage überhöht abgerechnet worden sei. Es gehe dabei um einen dreistelligen Millionenbetrag.

Siemens habe erklärt, im Jahr 2004 habe sich ein ehemaliger Mitarbeiter mit Vorwürfen zu dem Projekt an das Unternehmen gewandt. Die Vorwürfe seien damals geprüft worden, man habe jedoch keine Hinweise auf mögliche Verfehlungen gefunden, zitierte das Magazin einen Sprecher.


Der neue Siemens-Chef Peter Löscher, der am Sonntag offiziell die Nachfolge von Klaus Kleinfeld antrat, warb unterdessen in einem Brief an die Mitarbeiter um deren Vertrauen. "Die Zukunft liegt in unserer Hand", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" aus dem Schreiben. "Ich versichere Ihnen, dass ich einen offenen Kommunikationsstil zu Ihnen pflegen werde", versprach Löscher. "Die Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens, und Ihnen gebührt besondere Zuwendung und Aufmerksamkeit."

Siemens sei ein großartiges Unternehmen, mit hervorragenden Mitarbeitern, beeindruckenden Produkten und einer einzigartigen Geschichte. Er sei daher zuversichtlich, dass der Konzern "letztlich gestärkt" aus den Korruptionsaffären hervorgehen werde, schrieb der Siemens-Chef weiter. "Wir können mit Siemens noch erfolgreicher werden. Dazu müssen wir alle zusammenarbeiten. Ich werde meinen Teil dazu beitragen und vertraue auch in Ihr Engagement, Ihr Wissen, Ihre Kraft."

Quelle: Handelsblatt.com

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

Wall Street vor ungewisser Reise

 
01.07.07 20:25

Wall Street vor ungewisser Reise

In der kommenden Woche hoffen die Anleger an der Wall Street vor allem auf Hinweise, wie sich die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten entwickeln wird. Im Mittelpunkt stehen Sorgen, ob die anziehende Konjunktur die Inflation antreibt.



HB NEW YORK. Besonderer Aufmerksamkeit können sich vor diesem Hintergrund die anstehende Daten zum Arbeitsmarkt sicher sein. Allerdings werden Händler auch die Krise am Hypotheken-Markt weiter verfolgen. Titel der Finanzbranche könnten wie schon am Freitag wegen Sorgen über weniger Kredite für Firmenübernahmen unter Beschuss geraten.

Wohin die Reise an der Wall Street geht, ist indes unklar. Die wichtigsten Konjunkturdaten in der wegen des Unabhängigkeits-Feiertages verkürzten Handelswoche stehen erst am Freitag an, wenn die Zahlen zum Arbeitsmarkt im Juni veröffentlicht werden. Experten wie Bill Dwyer von den MTB Investment Advisors befürchten keine negativen Überraschungen, aber sie rechnen auch nicht mit einem Anlass für übermäßige Freude. Der Anstieg der neu geschaffenen Stellen dürfte vielmehr im Bereich der Erwartungen liegen. Al Kugel von dem Atlantic Trust in Chicago setzt daher auch mehr auf die ISM-Daten zur Industrie und zum Dienstleistungssektor. Hier könnte eine positive Überraschung anstehen, sagt der Chef-Investmentstratege. "Die Leute brauchen ein bisschen neue Information, die stark ausfällt, und der ISM könnte das auslösen."


David Joy von RiverSource ist sich hingegen sicher, dass vor allem die Probleme auf dem Hypotheken-Markt im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen werden. Die Entwicklung hier bereite den Investoren besondere Sorge. "Und das wird nächste Woche auch so weiter gehen." Die große Frage sei, ob die Standards bei der Kreditvergabe strenger werden.

Am Freitag schlossen die US-Börsen genau wegen dieser Bedenken mit leichten Kursverlusten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,1 Prozent niedriger bei rund 13 409 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 1503 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel ebenfalls 0,2 Prozent auf 2603 Punkte. Im Wochenverlauf gewann der Dow allerdings 0,4 Prozent, der S&P-500 0,1 Prozent und der Nasdaq 0,6 Prozent.

Quelle: Handelsblatt.com

 

Servus, J.B.

Antworten
all time high:

hallo

 
01.07.07 21:01

habe das wochenende im ausland verbracht u. lese jetzt gerade mit bzw. nach.

Kein wort von anschlägen?
Das u. nichts anderes wird den markt bewegen.
Deshalb ist potential nach oben möglich, doch ein "red alert" u. die gewinne eines tages sind innerhalb von sekunden weg.
Sollte man also long gehen, muss man immer dabei bleiben.

mfg
ath
Antworten
J.B.:

Servus ATL

 
01.07.07 21:45
Ich habe bewusst nix über das Thema Terrorismus geschrieben, denn hier ist die Entwicklung kaum einschätzbar, ..gehts runter oder zeigen sich die Börsen resistent wie bei der britischen Flugzeug-Geschichte damals.....


Servus, J.B.



Antworten
Anti Lemming:

J.B. und ATH - Terrorismus

2
01.07.07 23:48
Dazu fällt mir ein Beitrag von Rev Shark ein, der vor einigen Tagen in einer von mit im  PTT-thread geposteten Analyse schrieb: In unsicheren Zeiten lohnt es sich nicht, große Wetten auf was auch immer einzugehen. Ist man in Cash (also nicht "im Markt"), besteht lediglich das Risiko der Underperformance, falls die Märkte weiter steigen (viel Luft nach oben gibt es eh nicht). Ist man hingegen voll investiert und es passiert was - sei es Terrorismus in London oder eine weitere Hedgefond-Pleite im Gefolge der Housingkrise in USA - dann erleidet man voraussichtlich unangemessen hohe Verluste. Unangemessen bedeutet dabei, dass einer geringen Aufwärts-Chance ein überproportional große Abwärts-Gefahr gegenübersteht. Das Chance-Risiko-Verhältnis stimmt nicht.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem Countrywide Financial Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
10 77 PTT & Friends Weekend Spezial 04.+05.08.07 J.B. J.B. 25.04.21 13:25
5 31 PTT & Friends Weekend Spezial 30.06.+01.07.07 J.B. J.B. 25.04.21 13:24
9 20 PTT & Friends Weekend Spezial 23.+24.06.07 J.B. J.B. 25.04.21 11:30
13 52 PTT & Friends Weekend Spezial 18.+19.08.07 J.B. J.B. 25.04.21 11:18
8 44 PTT & Friends Weekend Spezial 29.+30.07.07 J.B. J.B. 25.04.21 11:18

--button_text--