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PSI, quo vadis?

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PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

PSI, quo vadis?

2
30.10.23 21:52
#1
Unter dem Vorstand Dr. Schrimpf wurde nicht nur das Überleben des Unternehmens gesichert, was nach den Turbulenzen des Neues Marktes um die Jahrtausendwende (wohl auch überwiegend selbstverschuldet) zeitweise durchaus nicht sicher war. Unter Dr. Schrimpf hat PSI sich auch neu ausgerichtet, zurück in die Spur gefunden und mit dem Aufbau der einheitlichen Konzernplattform sich zukunftsfähig aufgestellt. Der Bereich Produktionsmanagement zeigt heute bereits eindrucksvoll die Potentiale der partnerfähigen Konzernplattform und des PSI Stores.

Dabei waren auf dem Weg durchaus einige Hürden zu bewältigen. So wurden die ausufernden Rückstellungen für Pensionszusagen gedeckelt und das System der Betrieblichen Altersvorsorge auf ein zeitgemäßes System mit Kapitaldeckung umgestellt. Oder die Abwehr des Versuchs einer feindlichen Übernahme durch Kajo Neukirchen 2009. Man kann sicher im Nachhinein darüber diskutieren, ob jede der damals eingesetzten  "poison pills" so glücklich gewählt war (Stichwort Übernahme INCONTROL), aber es hatte funktioniert.

Und hätte man mich vor einem Jahr gefragt, ob ich mir eine PSI ohne Dr. Schrimpf vorstellen könnte - so wäre mir hierzu ad hoc nur "Gott bewahre" eingefallen.

Dabei gab es auch Schattenseiten in seiner Ära. Da war z.B. die Mittelfristprognose für das Jahr 2015, die meilenweit verfehlt und stillschweigend eingestampft wurde. Dann der (zunächst) mächtig vergeigte Auftrag der Schweizer Post, der damals bereits auf Managementprobleme hindeutete. Danach die gefühlt unendlichen Probleme bei INCONTROL, die erst viel zu spät konsequent angegangen wurden. Immer wieder gab es "einmalige Sonderbelastungen", die (zumindest uns Aktionäre) völlig unvorbereitet trafen. Das Ergebnis dieser Schattenseiten kann man im Chart im Zeitraum der Jahre 2010 bis 2020 sehr gut erkennen - für die Aktionäre 10 verloren Jahre.

Danach dachte man, dass diese Zeiten endlich vorbei waren und man nun endlich die Früchte als Ausgleich für die vielen mageren Jahre ernten könnte. Umsätze und Gewinne stiegen und auch der Kurs der Aktie würdigte endlich das Vorankommen. Und PSI hatte eine neue Mittelfristprognose - diesmal für das Jahr 2026 - die eine goldene Zukunft verhieß (mal wieder).

Doch es kam bekanntlich anders. Aus der Redispatch 2.0-Lösung, die sich 2022 noch "wie geschnitten Brot" verkaufte, wurde plötzlich ein Problemkind, welches PSI kapazitätsmäßig und finanziell zunehmend belastete. Und es tauchten plötzlich auch noch Altprojekte im Bereich Energie auf, bei denen sich PSI wohl inhaltlich und finanziell sehr deutlich verkalkuliert hatte und welche damit ebenfalls zu Belastungen führten.

Als PSI Aktionär stand man wieder nur staunend da und verstand die Welt nicht mehr. Wie konnten die Redispatch 2.0 Aufträge durch die vielen nachträglichen regulatorischen Änderungen zu einen finanziellen Desaster werden, wenn doch die Verträge angeblich gut und auch wasserdicht waren, wie Dr. Schrimpf sogar noch auf der HV 2023 wiederholt (und auf meine ganz konkrete Frage hin) versicherte? Und wie konnte man sich bei den Altprojekten nur so extrem verkalkulieren? Was lief hier schief?

Zur HV 2023 war Dr. Schrimpf bereits CEO auf Abruf. Nachdem sein Vorstandsvertrag noch letzten Herbst vorzeitig verlängert wurde, überraschte PSI Anfang 2023 mit der Meldung, dass Robert Klaffus zu Dr. Schrimpfs Nachfolger berufen wurde und das zukünftig der Vorstand auf 3 Personen erweitert wird. Damit noch nicht genug. Der designierte CEO Klaffus stand  trotz Berufung noch gar nicht für einen Beginn bei PSI zur Verfügung und es stand auf Grund eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots in seinem bestehenden Anstellungsvertrag bei Siemens auch noch in den Sternen, wann er bei PSI beginnen kann. Als Grund für diesen Wahnsinn gab der Aufsichtsrat den langfristig geplanten Generationswechsel an. Dr. Schrimpf war zu diesem Zeitpunkt 58... Man fragte sich, was für Drogen der Aufsichtsrat da konsumierte. Irgendwann hatte man den Wahnsinn dann wohl auch im Hause PSI eingesehen und die Arä Schrimpf bei PSI endete überraschend jäh zum 01.07.2023. Seit dem führt der CFO allein das Schiff. CFO Gunnar Glöckner, der erst seit 2021 bei PSI an Board ist, war übrigens wohl ein Glückgriff, soweit man das von außen beurteilen kann.

Inzwischen wissen wir, was zu all den aufgelaufenen Problemen führte und dass die Redispatch 2.0-Verträge wohl alles andere als wasserdicht waren. All diese Probleme muss Dr. Schrimpf wohl zu einem guten Teil auf seine Kappe nehmen. Er hat sich seinen vorzeiten Ausstieg auch extrem gut vergüten lassen, was aus seiner Sicht sicherlich nachvollziehbar ist, aber zusätzlich einen etwas fahlen Nachgeschmack auf seinem Lebenswerk bei PSI hinterlässt. Damit jetzt jedoch genug zu Dr. Schrimpf. Blicken wir nach vorn.

In 2 Tagen - am 01.11.2023 - übernimmt endlich Robert Klaffus das Ruder bei PSI. Ich finde, es wäre damit an der Zeit, dieser neuen Ära auch hier im Forum mit einem neuen Thread einen gebührenden Rahmen zu geben.

Von der Mittelfristprognose 2026, welche auf der letzten HV nochmals bestätigt wurde, können wir uns wohl verabschieden. An deren Realisierbarkeit hat aber wohl schon länger keiner mehr so richtig geglaubt, wenn man so die Projektionen der Analysten anschaut.

Ich hoffe, Robert Klaffus wird den Erwartungen gerecht, die in ihn gesetzt werden. Ich wünsche ihm (und damit auch indirekt uns Aktionären) viel Glück beim Heben der großen Potentialen, die zweifellos in PSI stecken.
57 Beiträge ausgeblendet.
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PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Re: Atomkraft

 
07.02.24 16:09
#59
Es ist echt der Wahnsinn. Frankreich macht mit der EU, was es will. Gestern Atomkraft - heute die Ängste der eigenen Bauern, für die mal so eben das fertig ausgehandelte Freihandelsabkommen mit Südamerika blockiert wird...

Und nichts davon ist sinnhaft. Frankreich ist stehenden Fußes Pleite, wenn die nur Ihre aktuell 56 (oder 58?  Schrottmeiler abreißen und entsorgen müssen (rechne mal rund 10 Mrd. Euro pro Stück - Tendenz stark steigend). Diesen Kraftwerkspark erneuern zu wollen, ist selbst bei aller Atomliebe unserer Nachbarn nicht ansatzweiße finanzierbar. Deswegen verlängern sie ja auch regelmäßig die Laufzeit ihrer Uraltmeiler. Für diese Laufzeiten wurden die Dinger jedoch nie ausgelegt. Irgendwann wird uns eins der Teile um die Ohren fliegen. Und da wir in der gemäßigten Westwindzone liegen, wird davon auch Deutschland höchstwahrscheinlich massiv davon betroffen sein.

Dabei ist grüne Energie doch inzwischen sogar deutlich preiswerter und es gibt - außer den Wunsch, Atomwaffen zu haben - keinen rationalen Grund, an dieser - nicht nur potentiell gefährlich sondern
auch sau teuren - Technologie festzuhalten. Man muss sich nur mal anschauen, was der Strom vom neuen britischen AKW Hinkley Point C kosten wird. Preiswert war Strom aus Atomkraft auch noch nie, wenn man sich mal die Subventionen über die letzten 50 Jahre so anschaut. Auch der EU-Militäreinsatz in Mali diente nur der Absicherung der Uranimporte unseres Nachbarn. Von solchen Kleinigkeiten wie fehlender Endlager und deren Kosten für die nächsten 100.000 Jahre wollen wir lieber erst gar nicht reden.  
PSI, quo vadis? Skonti
Skonti:

Atomkraft, off topic PSI

 
11.02.24 12:02
#60
  • "Es ist echt der Wahnsinn. Frankreich macht mit der EU, was es will ..." -> leider richtig

  • Rückbau von Kernkraftwerken: also in Schweden wird anscheinend mit 12 Mrd EUR für 13 Reaktoren gerechnet (Nuclear Decommissioning Profile Sweden (Universität Basel))
    -> es scheint also auch deutlich günstiger zu gehen
  • "Und da wir in der gemäßigten Westwindzone liegen, wird davon auch Deutschland höchstwahrscheinlich massiv davon betroffen sein" -> leider ja, und genau derselbe Lösungsansatz wird für das Endlager gemacht (es wird von den Franzosen in Lothringen hingestellt)
  • "Dabei ist grüne Energie doch inzwischen sogar deutlich preiswerter " -> warum sind dann in D die Strompreise so hoch? Müssen da evtl. Back-up Kraftwerke und erhöhte Netztkosten mit berückichtigt werden?
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

@Skonti

 
11.02.24 20:04
#61

Das es ja bei PSI gerade " nicht viel" zu berichten gibt, können wir hier gern noch etwas off topic bleiben.

Bei 2 der 4 Punkte haben wir ja ähnliche Meinungen. Betrachten wir mal die beiden Punkte mit den abweichenden Sichtweisen.

Abrisskosten
Es hat bei Atomkraft bereits eine gewisse Tradition, dass die Kostenprognosen im Nachgang dramatisch den der Realität scheitern. 12 Mrd. für 13 Meiler würde ich im Bereich der Fantasie ansiedeln.  Schau Dir an, was der Abriss in Lubmin bisher gekostet hat und wie lange der schon dauert. Inzwischen sind wir dank Inflation bereits bei ganz anderen Kosten. Aber selbst, wenn es nur 5 Mrd. pro Meiler werden sollten, so wäre das bei 56 Meilern in Frankreich immer noch eine ganze Menge Holz. Und da reden wir nur über den Abriss. Das Thema Endlagerung für die nächsten 100.000 Jahre kommt als Sahnehäubchen da noch oben drauf. Ein tolles Erbe, was wir das zukünftigen Generationen da hinterlassen.

Warum sind die Stromkosten in D so hoch?


Gute Frage. Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich mal ein wenig mit der Preisbildung beim Strom beschäftigen. Das Zauberwort heißt Merrit Order. Das letzte Kraftwerk, dass noch an Netz gehen muss, um den aktuellen Bedarf abzudecken, bestimmt den Preis an der Strombörse. In der Regel sind das aktuell in D. Gaskraftwerke und Gas ist in der letzten Zeit "etwas" teurer geworden. Aktuell gehen dadurch die Gewinne bei deutschen Stromkonzernen durch die Decke. Im Frankreich muss EDF pro Jahr eine bestimmte Strommenge zu einer staatlich festgesetzten Obergrenze abgeben. Dadurch ist der Strompreis für die Allgemeinheit in F günstiger als in D, EDF versinkt aber jedes Jahr tiefer in den bereits extrem hohen Schulden und mußte inzwischen sogar verstaatlicht werden, um diese Schulden finanzieren zu können. Auf der einen Seite also fette Gewinne bei den Stromkonzernen und auf der anderen Seite staatlich subventionierte Strompreise. Die Art und Weise der Strompreisfindung ist menschgemacht. Man könnte sie also auch ändern. Aber wo sollen dann abgehalfterte Politiker zukünftig die Zeit bis zur Rente verbringen? Hinzu kommt noch, dass gerade Strom in D extrem mit Steuern und Abgaben belastet ist - deutlich höher als z.B. Gas. Der Börsenstrompreis liegt aktuell in D bei rund 7 Cent und wird mit den weiteren Ausbau der EE tendenziell eher weiter sinken. Strom vom neuen brittischen AKW Hinkley Point C wird bei Fertigstellung mindestens 15 Ct/kWh kosten und der Preis wird vertraglich zugesichert jährlich an die Inflationsrate angepaßt. Wer möchte mal den Abgabepreis von Hinkley Point C für 2050 schätzen? ;) Die ach so billige Atomkraft...
Stromkosten muss man übrigens für eine realitische Bewertung für jedes einzelne Land ins Verhältnis zur Einkommensstruktur setzen. Der Stormpreis in Rumänien läge dann noch mal deutlich höher als in D.

Die Redispatchkosten, die aktuell in D in Größenordnungen anfallen, wären übrigens deutlich niedriger, wenn die Groko den damals geplanten Netzausbau auch umgesetzt hätte. Aber Bayern hatte den Leitungsbau zunächst massiv verzögert und anschließend massiv verteuert (Erdleitungen). Die Leitungen werden so erst 2030 und nicht 2025 fertig sein. Dann werden sich auch die Redispatchkosten drastisch reduzieren. Das Problem wäre übrigens auch viel kleiner, wenn man im Bayern auch mal ein paar Windräder mehr bauen würde. Dank 10H ist das aber fast unmöglich. Nicht umsonst fordert die EU für D schon lange die Bildung von 2 Preiszonen. Rate mal, welches Bundesland hier blockiert - übrigens genauso wie bei einer Reform der Netzentgelte. Überhaupt hat D in den letzten Jahrzehnten massiv die Infrastruktur vernachlässigt. Nicht nur bei der Bahn, sondern auch bei den Stromnetzen leben wir heute überwiegend von Infrastruktur, die zu Zeiten unserer Großväter oder gar deren Väter entstand. Ein gut Teil der aktuellen Investitionen ist auch dem Versäumnissen der letzten Jahrzehnte geschuldet.

Bei den BackUp-Kraftwerken hat sich auch mal wieder die Fossillobby in D durchgesetzt. Zum Glück wurde die Menge der geplanten Gaskraftwerke derletzt massiv gekürzt. Ich bin ja extrem selten mit der FDP einer Meinung, aber der Kapazitätsmarkt ist hier der richtige Weg. Es gibt  effizientere und kostengünstigere Lösungen als Gasskraftwerke für wenige Stunden Dunkelflaute p.a. zu bauen, in Bereitschaft zu halten und dann auch noch mit sauteuren Wasserstoff betreiben zu wollen. Den Wasserstoff werden wir für ganz andere Anwendungen brauchen. 

Fragen, die mich in diesem Zusammenhang eigentlich viel mehr interessieren::
Was hat der Reaktorunfall in Fukoshima bisher schon gekostet und wie hoch wären die Schäden, wenn der Wind (wie sonst üblich) in Richtung Tokio geweht hätte? Und würden würden deutsche Bürger zu Hunderttausenden genauso selbstlos in den potentiellen Tod gehen, um das Schlimmste für die Allgemeinheit abzuwenden, wie die seinerzeit die Liquidatoren in Tschernobyl? Würden wir auch 600.000 Leute dafür finden? Was wird uns der Klimawandel noch kosten, wenn wir den Ansteig nicht maximal möglich begrenzen? Und wie wollen wir Millionen von Klimaflüchtlingen an den EU-Außengrenzen aufhalten, wenn auch Zäune nicht mehr reichen? Knallen wir die dann alle ab oder wie soll das laufen?

PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

letzter off topic meinerseits

 
12.02.24 16:42
#62

Wer sich mit dem Thema Kernkraft mal aus einem anderen Blickwinkel beschäftigen will, der zieht sich mal den Vortrag von Prof. Maximilian Fichtner vom POLiS Helmholtz-Institut Ulm rein. Es reichen die ersten 11 min, dann verschwendet man keine Zeit mir mit den Fossilen oder mit Kernkraft.

Das soll es von meiner Seite hier aber nun auch mit off topic sein.

PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Cyberangriff

2
15.02.24 21:04
#63

https://www.finanznachrichten.de/...e-se-cyberangriff-auf-psi-022.htm

Hatte so etwas schon befürchtet, nachdem den ganzen Tag die Homepage offline war und dann auch meine Email an die IR nicht zugestellt werden konnte. Hoffen wir mal, dass es keinen größeren Schäden gab.

PSI, quo vadis? könig
könig:

Cyberangriff

 
16.02.24 00:13
#64
Erst kein Glück (defizitäre Stadtwerksprojekte sowie Verluste aus Regulierung für die Redispatch 2.0- Software) und jetzt kommt auch noch Pech dazu...
Könnte zum Wochenende Schnäppchenkurse geben, denn auf Sicht ist PSI ein Topinvest mit Alleinstellungsmerkmalen.  
PSI, quo vadis? AngelaF.
AngelaF.:

Lt. Meiner Kenntnis

 
16.02.24 08:24
#65
... hat der vorige CEO bei der letzten HV geäußert, dass PSI einen Entwicklungsvorsprung von 5 Jahren hat.
Sollte das zumindest halbwegs der Realität entsprechen (Schrimpf hatte m.M.n. ja teilweise schon was Märchenonkelhaftes), dürften diese Alleinstellungsmerkmale auch zukünftig Alleinstellungsmerkmale bleiben.
PSI, quo vadis? Purdie
Purdie:

PSI

 
16.02.24 10:07
#66
sollte in Zukunft besser auf WithSecure setzen, ein fantastischer europäischer Anbieter, die nicht nur Software, sondern auch noch Berater haben. www.withsecure.com/de/home

"Gute Cybersicherheit erfordert eine gute Partnerschaft. Genau das bieten wir. Unsere Erfahrungen und Fähigkeiten, die wir in über 30 Jahren entwickelt haben, schützen kritische Unternehmen auf der ganzen Welt. Dank unseres "Co-security"-Ansatzes können wir mit Stolz sagen, dass keiner unserer Kunden einen nennenswerten Schaden durch einen Cyberangriff erlitten hat. Deshalb bestehen so viele unserer Partnerschaften seit einem Jahrzehnt oder länger."

Ich wünsche PSI und uns eine schnelle Behebung des Angriffs.
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

@Purdie

2
16.02.24 10:32
#67
In den Regel kommt zunächst der forensiche Dienstleister der Cyberversicherung zum Einsatz. Da gibt es ein paar recht gute Unternehmen hier in D.  Ich gehe mal davon aus, dass eine solche Police bei PSI besteht. Wichtig ist, dass der Dienstleister schnell genug Fachleute zur Verfügung stellen kann. Ich kenne einen Fall, der bei Hiscox versichert war, da waren in der Spitze über 35 Leute des Dienstleisters im Einsatz. Dafür brauche ich eine gewisse kritische Größe. Eigentlich sollte PSI für solche Fälle ja genug eigenes Personal zur Verfügung haben...

Aktuell scheint noch alles offline zu sein. Weder Homepage noch Email funktionieren. Schau mer mal, ob das System wirklich nur aus Vorsicht runtergefahren wurde. Die ad hoc kam auch recht spät. Das war das System wohl schon einen halben Tag down...  
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Spekulation

 
16.02.24 13:43
#68
Der Kurs zieht aktuell wieder etwas an, obwohl die Homepage noch immer down ist. Vielleicht ist der Angriff ja doch noch so gravierend gewesen und das Herunterfahren aller Systeme wirklich nur pure Vorsicht gewesen?
PSI, quo vadis? Skonti
Skonti:

off topic @Handbuch

 
16.02.24 17:21
#69

Solange wir nur abwarten können was bei dem Cyber-Angriff gegen PSI rauskommt.... zu den Themen:


  • Abrisskosten:

    da hatte ich ja auf schwedische Zahlen verwiesen, die von einer von der DFG finanzierten Studie (Uni Basel und TU Berlin) referenziert wurden. Ich weiss auch nicht ob die stimmen, aber im Gegenzug würde ich auch nicht die Zahlen (Kosten) nehmen, die bei einem von deutschen Bürokraten/Beamten verantworteten Projekt rauskamen; dass da ein pragmatischer Ansatz gewählt wurde, kann man fast schon ausschliessen.
    Und wir wissen jetzt seit 85 Jahren wie Kernspaltung geht, und brauchen sicherlich nicht weitere 100.000 Jahre um zu wissen wie man den Müll kleinkriegt.
    (Btw. EDF hat einen 10 MRD-Gewinn für 2023 ausgewiesen, und die Tschechen wollen jetzt auch noch gross in Kernkraft einsteigen...)

  • Stromkosten: das Problem der hohen Stromkosten ist doch einfach dadurch verursacht, dass in der BRD mehrfach für die Strukturen gezahlt werden muss.
    Zuerst hatten wir den konventionellen Strompark aufgebaut, dann soll jetzt auf "Erneuerbare" umgestellt werden inkl. Umbau des Stromnetzes, und da die "Erneuerbaren" nicht zuverlässig liefern, muss auch die Backup-Kapazität aufgebaut/bereitgehalten werden. Falls es Zweifel an dieser Backup-Kapazität gibt, dann kann ich einen Blick auf die Wochen 48, 49 und 50 im Jahr 2022 empfehlen (https://www.energy-charts.info/charts/power/...;year=2022&week=48).
    Da ging mit Sonne und Wind fast nichts ...

  • Fichtner:
    Der Meister soll sich doch auf Themen konzentrieren wo er sich hoffentlich auskennt (z.B. mal ne gute Batterie entwickeln) , und Abstand halten wo er auch nichts davon wirklich weiss (wann Kohle. Öl, Uran etc. zu Ende ist). Der Club of Rome lag da ja auch schon mal ein "paar" Jährchen daneben.
    Was hat er ansonsten gesagt:
    • Elektroantrieb ist beim Auto besser als Verbrennungsmaschine (aber das wusste selbst der selige Piech schon: "an dem Tag an dem eine gute Batterie erfunden wird, ist der Verbrennungsmotor tot")
    • Wasserstoff ist teuer
      (und das wissen eigentlich auch alle, ausser den Grünen die da jetzt Wasserstoff-ready Heizungen oder Kraftwerke bauen lassen wollen);
      und er verweist darauf wie günstig Batterien noch werden sollen, aber ob er meint, dass dies eine länger Dunkelflaute abdecken könnte, lässt er offen


PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

@Skonti

 
16.02.24 20:09
#70

Eigentlich hatte ich es ernst gemeint, mit dem Begrenzen des off topic content. Naja, einer geht vielleicht noch...

Abrisskosten
Klar hat die Studie einen universitären Hintergrund. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es bisher nie bei den Preisen geblieben ist. Bei Kernkraft i.d.R. alles gern mal 4 mal so teuer oder mehr. Da ist beim Abriss extrem viel Handarbeit im Spiel. Praktisch jedes Konstruktionsteil wird sandgestrahlt und immer wieder neu freigemessen, bis es dann  irgendwann entsorgt oder recycelt werden kann. Der Sand vom Sandstrahlen wird dann auch wieder endgelagert. Und beim aktuellen demografischen Wandel werden die Lohnkosten in Europa weiter überdurchschnittlich steigen. No way, dass diese Preise Realität werden.


Klar hat EDF dieses Jahr 10 Mrd. Gewinn gemacht. Aber womit? In dem der alte Park an AKW's weit über die projektierte Laufzeit hinaus weiterbetrieben wird. EDF wäre sofort Pleite, wenn es eine Versicherungspolice vorlegen müsste, die alle potentiellen Schäden abdeckt. Dieses Risiko trägt die Allgemeinheit. Wie lange geht das noch gut? Spätestens, wenn dann doch mal was neu gebaut werden muss, dann haut das nicht mehr hin. Wie lange bauen die jetzt jetzt an dem einen neuen AKW und wo liegen die Kosten? Selbst die Chinesen mit ihrem extrem Energiehunger treten beim Thema Atomkraft zunehmend auf die Bremse und bauen EE wie wild aus (weit stärker als wir in D). Und denen kannst Du nun wirkliche keine grüne Verbohrtheit unterstellen. 



Und klar hat man inzwischen viel Erfahrung mit Kernspaltung. Die ist beherrschbar. Da bin ich mit Dir völlig einer Meinung. Es bleiben jedoch neben einem schwarzen Schwahn mindestens noch die menschliche Dummheit (Tschernobyl) und die Profitgier als Risiken, die dafür sorgen, dass immer wieder Unfälle passieren werden (siehe auch Schweißnähte bei den franz. AKW). Und klar gibt es immer noch ein paar Regierungen, die neue AKW's planen. Unterm Strich gehen aber seit Jahren mehr von den Dingern vom Netz als neue fertig werden. Weltweit lag der Anteil der Kernkraft an der Stromproduktion 2020 noch bei 11% - Tendenz fallend. Warum wohl...

Es gibt kaum noch Firmen, die die Dinge bauen und keine Bank der Welt finanziert die Teile noch ohne 100% Staatsbürgschaften. Und dann wäre dann ja noch das kleine Thema mit dem Müll.. Kernkraft ist definitiv nicht die Lösung, Da brauchen wird nicht erst über das Vorkommen an Brennstoff zu reden. Trotz aller Subventionen einfach zu teuer. Schade um die Zeit für jede weitere Diskussion. 

Stromkosten
Die EE liefern nicht unzuverlässig. Das stimmt einfach nicht. Die Lieferung der EE läßt sich heute sehr gut prognostizieren. Und fällt mal ein Windrad ungeplant aus, so fällt das auf Grund der geringen Leistung nicht ins Gewicht. Im Gegensatz dazu kommt schnell Stimmung auf, wenn ein wenn mehrere AKW (so wie in Frankreich) ungeplant länger ausfallen. Die EE liefern halt im Gegensatz zu den Fossilen fluktuierend. Das ist ein sehr großer Unterschied. Und klar gibt es Zeiten in denen in D weder PV noch Wind nennenswert Strom produzieren. Die sind aber weitaus geringer, als oft dargestellt. Da gibt es sehr gute Studien vom Fraunhofer Institut, die man mit wenig Aufwand finden kann - so man denn will. Die Backup-Kapazitäten würde ich ausschreiben. Wenn es Geld zu verdienen gibt, dann sind die Menschen  erfahrungsgemäß sehr kreativ. Am Ende wird wohl ein Mix aus vielen einzelnen Sachen die effizienteste Lösung darstellen. Ob hier x GW an zusätzlichen Gaskraftwerken die preisgünstigste Lösung sein wird bezweifle ich jedenfalls stark. Wenn ja, dann sollen doch die Energiekonzerne ein entsprechendes Angebot machen und schauern, ob sie den Zuschlag erhalten. Aber die bauen ohne Subventionen kein einziges Stück von den Teilen.

Fichtner
Man kann sich gern über einzelnen Aussagen streiten. Aber im Grundkonsens hat er recht. Wie soll denn Deiner Meinung nach die Lösung aussehen? Einfach so weitermachen wie bisher? Nach uns die Sintflut? Wenn der Golfstrom erst mal zum Erliegen kommt, dann haben wir ein Europa ganz andere Probleme. Nach neuesten Studien stehen wir bereits kurz vor einem möglichen Kollaps. Und jetzt beim Thema Wasserstoff gerade die Grünen anzuführen.. Echt jetzt? Welche Partei, beim Heizungsgesetz blockiert, bis endlich auch neue Gasheizungen drin waren, wenn die später mal Wasserstoff betrieben werden können? Das waren definitiv nicht die Grünen! Dabei weiß jeder, der bis 3 rechnen kann, dass grüner Wasserstoff hierzu immer zu teuer (und zu knapp) sein wird. Der gleiche Blödsinn beim Pkw. Da hat Fichtner 100% recht. Und weil es gerade durch die Presse ging - der Scheuer ist meines Wissen auch nicht von den Grünen. ;)

Und unterstelle Fichtner bitte keine Aussagen, die er nicht gemacht hat. Niemand will Dunkelflauten allein mit Batterien abdecken. Das ist selbstverständlich Blödsinn und wird absehbar nicht funktionieren.


Das war es aber nun wirklich hierzu von mir an dieser Stelle. Gern können wir uns zu diesem Thema an der anderer Stellen weiter unterhalten. Wenn Du willst auch per BM.

PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Update Cyberangriff

 
17.02.24 07:10
#71
Die Domain psi.de ist wieder erreichbar. Dort ist aktuell jedoch nicht die Homepage, sondern nur ne Info mit dem Text der ad hoc zu finden. Ob PSI inzwischen wieder per Email erreichbar ist? Keine Ahnung - ich denke nicht. Habe zumindest bisher keine Antwort erhalten.

Ich vermute, PSI wird das WE noch nutzen, um den Angriff weiter zu untersuchen bzw. mögliche Schäden zu beseitigen.

Sollte Montag nicht wieder alles online sein, dann war es wohl ernster...
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Presse

 
18.02.24 14:16
#72

https://www.it-boltwise.de/...-software-se-im-visier-von-hackern.html

"Der Hackerangriff hat nicht nur die Sicherheitsprotokolle des Unternehmens auf die Probe gestellt, sondern auch die Resilienz der deutschen Infrastruktur gegenüber Cyberangriffen. Während das Unternehmen mit Hochdruck daran arbeitet, die betroffenen Systeme wiederherzustellen und die Integrität der Daten zu sichern, hat der Vorfall weitreichende Aufmerksamkeit und Besorgnis ausgelöst.

Die schnelle Reaktion von PSI, seine Systeme zu isolieren, um weitere Schäden abzuwenden, und der fortlaufende Austausch mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind beispielhaft für das Krisenmanagement in solchen Situationen. Doch die Tatsache, dass selbst ein Unternehmen, das für die Sicherheit und Effizienz der Infrastruktur zuständig ist, Ziel eines solchen Angriffs werden kann, wirft Fragen bezüglich der allgemeinen Anfälligkeit gegenüber Cyberkriminalität auf..."

PSI, quo vadis? moneymakerzzz
moneymakerz.:

Cyber

 
19.02.24 00:08
#73
ich sags mal so: gut, dass es keine PSI-Alternativen hier gibt. Aber für eine (mögliche) Internationale Expansion ist so ein Cyberproblem sicher kein Ruhmesblatt...hoffen wir mal wirklich, dass man da gut rauskommt aus der Nummer.
PSI, quo vadis? Purdie
Purdie:

heise

 
19.02.24 13:54
#74
Kunden wohl nicht betroffen
www.heise.de/news/...?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Cyberangriff auf PSI - Update 19.02.2024

 
19.02.24 16:11
#75
"PSI ist von einer Ransomware-Attacke betroffen, welche die interne IT-Infrastruktur des Unternehmens betrifft. In der Nacht zum 15. Februar 2024 wurden ungewöhnliche Aktivitäten in unserem Netzwerk festgestellt. Daraufhin wurden noch in der Nacht alle Außenverbindungen und Systeme heruntergefahren. Das Mailsystem der PSI wurde ebenfalls in der Nacht heruntergefahren, so dass weiterhin keine Mails von PSI-Systemen verschickt werden. Wir analysieren derzeit den genauen Einfallsvektor der Angriffe.

Aktuell gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass PSI-Systeme bei Kunden kompromittiert wurden. Insbesondere auf Remote-Zugänge für die Wartung der Kundensysteme bestand nach jetzigem Wissenstand kein Zugriff.

Wir stehen seit dem 16. Februar 2024 im Kontakt mit den zuständigen Behörden sowie ausgewählten, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlenen Fachexperten. Unsere internen Experten arbeiten mit Hochdruck daran, den Umfang und die Auswirkungen des Vorfalls so gering wie möglich zu halten. Die PSI Software SE setzt alles daran, die betroffenen Systeme so schnell wie möglich wieder zur Verfügung zu stellen."
PSI, quo vadis? Scansoft
Scansoft:

Mal eine Frage an die Experten

 
20.02.24 11:04
#76
Was für eine Divi soll denn in diesem Jahr ausgeschüttet werden?

Gibt es plausible Gründe die dafür sprechen, dass PSI in 2-3 Jahren in Richtung 20% Ebitmarge läuft, wie es früher mal im Raum stand?
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
PSI, quo vadis? Handbuch
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Gute Fragen...

 
20.02.24 12:57
#77
Das ist aktuell alles extrem schwer einschätzen. Dividende... Hat man die eigene Prognose für 2023 geschafft oder lief es vielleicht sogar besser? Will der neue CEO vielleicht für seinen Start noch ein Bereinigungen in der Bilanz durchführen oder hatte der CFO zum Halbjahr wirklich schon alles bereinigt, was es zu bereinigen gab? Wird die bisherige Dividendenpolitik unter Klaffus weitergeführt oder stellt man sich hier zukünftig anders auf? Ich traue mir da aktuell echt keine Prognose zu.

20% EBIT-Marge in 2-3 Jahren? Für den Bereich Produktionsmanagement kann ich mir das vorstellen. Für PSI gesamt? Eher in 2 bis 3 Jahre - noch - nicht. Jedoch sollte es so oder so deutlich in diese Richtung vorwärts gehen.

Derzeit - mit dem CEO-Wechsel - ist das halt alles recht schwer zu prognostizieren, zumal alle bisherigen Planungen / Projekte wohl tabulos auf dem Prüfstand gestellt wurden. Da kann es durchaus zu extremen Überraschungen kommen. Was man so hört, so will Klaffus aber die niedrig hängen Trauben schneller angehen, so dass es bei den Margen energischer noch oben gehen könnte (sollte), als es unter Schrimpf zu erwarten war.

Genaueres werden wir aber leider erst nach den Zahlen erfahren, wenn die neue Mittelfristplanung bekannt gegeben werden soll.

Ist halt absoluter Rotz, dass jetzt auch noch die Cybergeschichte dazu kam...

Sollten sich aber die Auswirkungen des Angriffs in Grenzen halten und die dadurch verursachten
Kosten (zumindest weitgehend) durch eine Versicherung gedeckt sein, so ist das aktuell sicherlich kein schlechter Einstiegszeitpunkt.
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

DZ Bank Sekundärquelle

 
21.02.24 16:04
#78

https://www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=175219

Leider nur ne Sekundärquelle... 2024 Übergangsjahr? Schon wieder? Sehe ich eigentlich als nicht zwangsläufig an. Einen Großteil der Hausaufgaben (SE Gründung, Ablösung alter CEO, Umbau Management Energie, Redispacht 2.0 und Altprojekte Energie) hatte man ja bereits 2023 erledigt. Sollte es jedoch im Folge einer neuen Strategie noch zu graviserenden Umbrüchen kommen... Ist schon ne heftige Spekulation der DZ Bank. Glaube auch nicht, dass hier die DZ Bank hier einen Wissensvorsprung hat. Eine Marge von nur 6% für 2024 würde mich doch sehr verwundern. Wie gesagt - sehe ich aktuell nicht. Vielleicht gibt es ja im Update hierzu nähere Ausführungen, worauf diese Annhame beruht. Ist halt immer schwierig mit Sekundärquellen. Das Original habe ich noch nirgends gefunden.

Die Auswirkungen des Cyberangriffs sind natürlich aktuell schwer einzuschätzen. PSI macht hier derzeit ziemlich dicht, was beim Thema kritische Infrastruktur auch verständlich ist und ja auch noch Staatsanwaltschaft und BSI mit im Boot sind. Sollten sich die bisherigen Verlautbarungen jedoch bestätigen und keine Kunden betroffen sein, so könnte es sich auch zu einem heilsamen Tritt in den Hintern entwickeln und das Ergebnis kaum und den Kurs nur temporär belasten. Ransomware-Attacken kann man recht gut überstehen, wenn man eine funktionierende Datensicherung hat. Für den Rest (Kosten, Ausfall u.s.w.) hat man i.d.R. eine Cyberversicherung.

PSI, quo vadis? macbrokersteve
macbrokerste.:

PSI ist 5 Jahre voraus

 
21.02.24 19:44
#79
Aber bestimmt nicht in Sicherheitsfragen !.Wäre ein Wunder, wenn in einem Softwarelanden, Complianceregeln, die was taugen vorlegen, und viel wichtiger noch, auch nur ansatzweise befolgt würden !!!
PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

Update

 
23.02.24 13:11
#80
PSI, quo vadis? Stamperl
Stamperl:

Informationen

 
23.02.24 21:39
#81
@Handbuch: Ich schreibe zwar mittlerweile sehr wenig, dennoch bin ich von deinem Thread begeistert. Sehr gerne hab ich die kürzlichen off topic Beiträge gelesen.

Von PSI selbst kam das letzte Halbjahr nahezu nichts, so dass ich als langjähriger Kleininvestor nicht mehr weiß, wo ich stehe. Den supercoolen Schrimpf empfand ich zuletzt  immer mehr als Katastrophe, aber derzeit erhält man auch keine belastbaren Fakten. Insbesondere seit dem Ransomware Angriff stehe ich im Dunkeln. "macbrokerste" glaubt nicht an ein professionales Abwehrsystem und die bisherigen Nachrichten lassen das als wahrscheinlich erscheinen.
Ich frage mich, weshalb nicht einmal die Internetseite nach einer Woche  funktioniert. Was ist denn sonst noch los. Ich möchte kein allgemeines blabla und auch kein Lob von Behörden hören. Ich dachte die Experten sitzen bei PSI.  Datensicherheit muss bei PSI oberste Priorität haben. Es geht auch um unsere Versorgungssicherheit. Ist Lösegeld zu zahlen?

Weiter schockierend fand ich, dass die DZ Bank 2024 als "Übergangsjahr "sieht. Seit Schrimpf CEO war, war gefühlt jedes Jahr ein Übergangsjahr.

Das schrimpfsche Lineal ist wohl eher eine Parabel.

Hoffe auf Klarheit und auf eine echte Führung bei PSI.



PSI, quo vadis? Handbuch
Handbuch:

@Stamperl

 
24.02.24 12:33
#82
Schön, mal wieder von Dir zu lesen. Ich hoffe, es geht Dir gut.

"Von PSI selbst kam das letzte Halbjahr nahezu nichts, so dass ich als langjähriger Kleininvestor nicht mehr weiß, wo ich stehe."

Klar, dass sich PSI in der Zeit ohne CEO zunächst zurückgehalten hat. Der CFO war jedoch in der Übergangszeit nicht untätig und der dringend nötige Umbau des Managements im Bereich Energie wurde nicht auf die lange Bank geschoben. Auch die Altprojekte wurden nach meinem Infos weitestgehend in 2023 erledigt. Klaffus wollte nach seinem Antritt und einer Bestandsaufnahme dann erst einmal die neue Strategie entwickeln und diese  auf dem Investor Day im Mai präsentieren.  Verständlich, dass es auch in dieser Zeit erst einmal "sehr ruhig" war, da er mit einem schlüssigen Konzept antreten wollte, welches im Gegensatz zu "Schrimpfs Visionen" auch auf der Strecke mit abrechenbaren Ziele für alle nachvollziehbar und überprüfbar sein sollte. Der Cyberangriff kam jetzt natürlich mehr als suboptimal - um es mal vorsichtig auszudrücken. Mal schaun, ob der Zeitplan noch haltbar ist. Keine tolle Zeit für uns Aktionäre und deshalb steht der Kurs da wo er steht (beziehungsweise fällt).

Ob Schlamperei bei PSI die Ursache für den erfolgreichen Ransomware-Angriff war, wie in #79 vermutet - dazu erlaube ich mir aktuell kein Urteil. Das wird man sehen. Prinzipiell ist jedoch jedes System hackbar, wenn man nur genug Ressourcen dafür einsetzt. Für mich ist aktuell erst einmal wichtig, dass der Schaden überschau ist,  wie schnell man wieder auf die Beine kommt,  was man daraus lernt und ob man die Kosten - zumindest überwiegend - bei einer Cyberversicherung abladen kann. Bisher wurde ja noch nicht einmal offiziell verlautbart, ob es eine Cyberpolice bei PSI gibt. Beim Thema Transparenz hat PSI sicherlich weiterhin Luft nach oben.

Schrimpf sehe ich inzwischen auch mit deutlich anderen Augen. Mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu schreiben.

Das Update der DZ Bank kann ich aktuell nicht wirklich bewerten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die einen Wissensvorsprung haben oder hier gar etwas seitens PSI gezielt durchgesteckt wurde, um vielleicht den "Boden etwas vorzubereiten". Schon gar nicht zum aktuellen Zeitpunkt. Bisher habe ich noch nicht mal das Update der DZ-Bank selbst gesehen und kenne nur die Sekundarquelle. Wie der Analyst also zu seiner Einschätzung kommt - keine Ahnung. Da ich nächste Woche für ein paar Wochen den Kontinent in Richtung Asien verlasse, fehlen mir aktuell etwas die Ressourcen, hier tiefer nachzugraben.  Vielleicht versucht ja jemand anders aus dem Forum, den verantwortlichen Analysten mal zu kontaktieren.

Es ist sicherlich aktuell eine enorme Herausforderung aber auch eine sehr gute Gelegenheit für Klaffus zu zeigen, dass er gewillt und in der Lage, den hohen Erwartungen  in seine Person gerecht zu werden.
PSI, quo vadis? Stamperl

@Handbuch

 
#83
@Stamperl
Schön, mal wieder von Dir zu lesen. Ich hoffe, es geht Dir gut.

"Von PSI selbst kam das letzte Halbjahr nahezu nichts, so dass ich als langjähriger Kleininvestor nicht mehr weiß, wo ich stehe."

Klar, dass sich PSI in der Zeit ohne CEO zunächst zurückgehalten hat. Der CFO war jedoch in der Übergangszeit nicht untätig und der dringend nötige Umbau des Managements im Bereich Energie wurde nicht auf die lange Bank geschoben. Auch die Altprojekte wurden nach meinem Infos weitestgehend in 2023 erledigt. Klaffus wollte nach seinem Antritt und einer Bestandsaufnahme dann erst einmal die neue Strategie entwickeln und diese  auf dem Investor Day im Mai präsentieren.  Verständlich, dass es auch in dieser Zeit erst einmal "sehr ruhig" war, da er mit einem schlüssigen Konzept antreten wollte, welches im Gegensatz zu "Schrimpfs Visionen" auch auf der Strecke mit abrechenbaren Ziele für alle nachvollziehbar und überprüfbar sein sollte. Der Cyberangriff kam jetzt natürlich mehr als suboptimal - um es mal vorsichtig auszudrücken. Mal schaun, ob der Zeitplan noch haltbar ist. Keine tolle Zeit für uns Aktionäre und deshalb steht der Kurs da wo er steht (beziehungsweise fällt).

Ob Schlamperei bei PSI die Ursache für den erfolgreichen Ransomware-Angriff war, wie in #79 vermutet - dazu erlaube ich mir aktuell kein Urteil. Das wird man sehen. Prinzipiell ist jedoch jedes System hackbar, wenn man nur genug Ressourcen dafür einsetzt. Für mich ist aktuell erst einmal wichtig, dass der Schaden überschau ist,  wie schnell man wieder auf die Beine kommt,  was man daraus lernt und ob man die Kosten - zumindest überwiegend - bei einer Cyberversicherung abladen kann. Bisher wurde ja noch nicht einmal offiziell verlautbart, ob es eine Cyberpolice bei PSI gibt. Beim Thema Transparenz hat PSI sicherlich weiterhin Luft nach oben.

Schrimpf sehe ich inzwischen auch mit deutlich anderen Augen. Mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu schreiben.

Das Update der DZ Bank kann ich aktuell nicht wirklich bewerten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die einen Wissensvorsprung haben oder hier gar etwas seitens PSI gezielt durchgesteckt wurde, um vielleicht den "Boden etwas vorzubereiten". Schon gar nicht zum aktuellen Zeitpunkt. Bisher habe ich noch nicht mal das Update der DZ-Bank selbst gesehen und kenne nur die Sekundarquelle. Wie der Analyst also zu seiner Einschätzung kommt - keine Ahnung. Da ich nächste Woche für ein paar Wochen den Kontinent in Richtung Asien verlasse, fehlen mir aktuell etwas die Ressourcen, hier tiefer nachzugraben.  Vielleicht versucht ja jemand anders aus dem Forum, den verantwortlichen Analysten mal zu kontaktieren.

Es ist sicherlich aktuell eine enorme Herausforderung aber auch eine sehr gute Gelegenheit für Klaffus zu zeigen, dass er gewillt und in der Lage, den hohen Erwartungen  in seine Person gerecht zu werden.
Handbuch, 24.02.24 12:33
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.  Ich hoffe, dass PSI diese Woche endlich ein wenig Klarheit schafft und... vielleicht hat man ja  zwischenzeitlich eine entsprechende Versicherungspolice gefunden.

Wünsch dir eine gute Reise.  

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