Privatanleger bevorzugen kurzfristige Geldanlagen


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Privatanleger bevorzugen kurzfristige Geldanlagen

 
14.12.01 12:15
Deutsche Privatanleger bevorzugen kurzfristige Geldanlagen

 
Fast 60 Prozent der deutschen Privatanleger legen ihr Geld in kurzfristigen Geldmarktanlagen an, fast jeder Zweite hat eine Lebensversicherung, 13 Prozent besitzen Anteile an Aktienfonds und nur acht Prozent Aktien. Dementsprechend variieren auch die Aussagen, welche Anlageformen sie als die wichtigsten ansehen. Hätten sie 50.000 Euro für neue Finanzanlagen verfügbar, dann würden die Deutschen eher vorsichtigere Alternativen bevorzugen: Aktienfonds (19 Prozent) lieber als Aktien (neun Prozent), noch lieber aber festverzinsliche Papiere (27 Prozent) oder kurzfristige Geldmarktanlagen (30 Prozent). Dagegen würde man eher seltener in Lebensversicherungen investieren (18 Prozent). Das sind die Ergebnisse aus einer Studie, die die GfK in Kooperation mit dem 'Wall Street Journal Europe' verfasst hat.

Generell zeigte sich danach auch, dass in fast allen Ländern die kurzfristigen Geldmarktanlageformen bevorzugt werden. Viele Anleger haben mindestens einen Teil ihres Vermögens so angelegt und halten dies für die derzeit wichtigste Anlageform. Wenn sie 50.000 Euro neu anlegen könnten, würden sie diese auch besonders oft in kurzfristige Kapitalmarktanlagen investieren.

Am widersprüchlichsten äußern sich laut der Studie Briten und Schweden, die unter Europäern allgemein in Bezug auf die Nutzung der verschiedenen Finanzanlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien und Aktienfonds, als besonders erfahren gelten. Jeder Dritte der befragten britischen Privatanleger besaß zum Zeitpunkt der Befragung Anteile an Aktienfonds, jeder Fünfte Aktien. Allerdings nennen nur fünf Prozent der Befragten Aktien und 14 Prozent Aktienfonds als ihre wichtigste Anlageform. Das Bild wandelt sich, wenn man sie danach fragt, wie sie 50.000 Euro neu anlegen würden. Da gewinnen Aktienfonds (44 Prozent) gegenüber den kurzfristigen Geldmarktanlagen (58 Prozent) an Terrain und übertrumpfen sogar die Pensionsfonds (29 Prozent). Darüber hinaus würde jeder vierte Befragte auch Aktien kaufen.

Die Schweden zeigen ein ganz ähnliches Verhaltensmuster auf noch höherem Niveau als die Briten. Sie besitzen sehr häufig Aktien und Aktienfonds, halten sie aber als Anlageform für weniger wichtig und würden trotzdem, wenn sie 50.000 Euro für Finanzanlagen ausgeben könnten, vor allem Aktien und Aktienfonds kaufen. (ck)  
 
 

 
[Fri, 14.12.2001] - © 2001 de.internet.com

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