Warum die Chancen für die Regierung extrem schlecht stehen:
In der Praxis scheitern Anträge auf eine En Banc-Neuanhörung fast immer.
Das hat folgende Gründe:Strenge Kriterien: Ein solches Verfahren wird laut US-Prozessrecht nur in absoluten Ausnahmefällen gewährt. Die Regierung müsste nachweisen, dass das Urteil im Widerspruch zu einer früheren Entscheidung des Supreme Court steht oder dass der Fall von "außergewöhnlicher nationaler Bedeutung" ist.
[(www.ca4.uscourts.gov/...PG-rehearingandrehearingenbanc.html), [2] (www.cafc.uscourts.gov/home/...r-rehearing-rehearing-en-banc/)
Klares Urteil der Vorinstanz: Das Drei-Richter-Gremium hat am 24. Juli 2026 ein sehr deutliches und einstimmiges Urteil gefällt. Sie stellten unmissverständlich fest, dass die Geschworenenjury (Jury) bei Richter Lamberth auf Basis erdrückender Beweise (ample evidence) gehandelt hat.
[1(www.law360.com/articles/2505536/...-612m-trial-win-affirmed), [2] (www.blbglaw.com/cases-investigations/...-mae-and-freddie-mac)
Das Argument der Regierung zieht nicht mehr: Die Regierung versuchte verzweifelt zu argumentieren, das Supreme-Court-Urteil Collins v. Yellen würde sie vor Schadensersatz schützen. Das Berufungsgericht hat dieses Argument bereits detailliert zerlegt: Collins regelt zwar die Machtbefugnisse der Behörde, befreit sie aber nicht von der Pflicht, Verträge mit Aktionären nach Treu und Glauben einzuhalten.
[1] (www.ktmc.com/settled-cases/fannie-mae-freddie-mac/), [2] (www.bsfllp.com/news-events/...-freddie-mac-shareholders.html)
Fazit
Der Antrag auf Neuanhörung ist der mathematische Versuch der Regierung, Zeit zu schinden und den finalen Vollstreckungsbescheid über die 812 Millionen US-Dollar hinauszuzögern. Dass das gesamte Gericht den Fall annimmt und das Urteil zugunsten der Regierung kippt, gilt unter US-Rechtsexperten als ausgeschlossen.