Bloombergs Joe Light hat ein Gerücht verbreitet. Er sagt, dass Corker und Warner an einem Plan arbeiten würden, wonach die Vorzugsaktien wieder ihren Ausgabewert erreichen könnten und die Stammaktionäre nicht so gut abschneiden würden. Das habe ihm ein Vögelchen gezwitschert.
Daraufhin sind die Vorzugsaktien um über 30% gestiegen und die Stammaktien um knapp 5%. Die Kursanstiege und das hohe Handelsvolumen zeigen, dass der Markt positiv auf den Bloombergartikel reagiert hat.
Leider haben wir noch die Shorties am Hals. Sie verstehen es bestens, jede Unsicherheit für sich zu nutzen. Nicht einmal ein Muttersprachler ist sich sicher, was mit " But common shareholders may not fare as well, they said." gemeint ist. Bezieht sich das "...schneiden vielleicht nicht so gut ab..." auf einen Vergleich mit den Vorzugsaktionären oder ist es generell gemeint? Das läßt Joe Light absichtlich offen.
Die Shorties haben den Kurs bei 3,10$ gedeckelt und hatten dann leichtes Spiel, mit geringem Volumen abzuverkaufen, als der Hype vorüber war. Das geht solange gut, wie man das Volumen kontrolliert. Da hat der arbeitende Kleinaktionär nichts zu melden. Und Investoren an der Seitenlinie lassen die Finger von der Aktie!
Was hat Light denn gesagt?
- Corker und Warner arbeiten an einem Plan. - Klar, das wissen wir schon.
- Fannie und Freddie sollen erhalten bleiben. - Das ist top. Denn Fannie gehört schließlich uns!
- Fannie und Freddie sollen gleichberechtigte Konkurrenz bekommen. - Abwarten, das will nicht jeder.
- Nur Ginnie Mae soll bestimmte Wertpapiere staatlich versichern. - Abwarten. Die Staatsgarantie ist nach wie vor umstritten.
Wie es aussieht, geht Corker viele Kompromisse ein, um seinen Plan durchzubringen. Keine Rede mehr von einstampfen und abwickeln.
Dennoch glaube ich, dass sein Gesetzentwurf scheitern wird. Es gibt einfach zu viele konkurrierende Ansichten im Kongress. Das wiederum spielt den Ball zu Trump, die Angelegenheit administrativ zu erledigen. Dann bleibt nur "Recap and Release". Denn ohne einem neuen Reformgesetz wären alle anderen Optionen vom Tisch, da die ausstehenden Wertpapiere von Fannie und Freddie in Höhe von 5 Billionen Dollar keine Experimente zulassen.
Sieh es positiv: Wenn Fannie nicht abgewickelt wird, dann bleibt der Regierung nur noch eine Möglichkeit, sich an Fannie zu bereichern: die Warrants einlösen und die erhaltenen Stammaktien verkaufen. Auf diese Weise sind für Trump weitere 100 Milliarden Dollar(F+F) drin. Je mehr unsere Aktien wert sind, desto höher fällt der Gewinn für die Regierung aus. Lass den Corker ruhig schwätzen...