Das ist vollkommen richtig. Solange die Gewinne ans Finanzministerium fließen, ist für uns Aktionäre nichts drin. Nur weil Trump Obamacare die Hilfsgelder entzieht, heißt das noch lange nicht, dass Fannie keine Dividende mehr an Mnuchin zahlen muss.
Die gute Nachricht ist in der Aussage des Justizministeriums zu sehen: Regierungsausgaben müssen vom Kongress bewilligt werden. Damit verlieren die Fannie-Milliarden an Bedeutung. Denn sie sind für die Regierung nicht mehr frei verfügbar.
Wenn die Regierung wirklich vorhat, Fannie aus der Kontrolle der Regierung zu entlassen - und danach sieht es zunehmend aus - dann muss die Firma rekapitalisiert werden. Das dazu benötigte Geld kann sie nur auftreiben, wenn die Aktionärsrechte wieder gelten. Es investiert doch keiner in eine Firma, deren Gewinne vollständig ans Finanzministerium abgeführt werden.
Trumps Order besagt nicht, dass Fannie die Gewinne einbehalten darf. Sie besagt aber auch nicht, dass Fannie weiterhin zahlen muss. Insofern ist alles in der Reihe.
Trump hat vor Kurzem vom RNC die Legitimation erhalten, Fannie administrativ zu entlassen. Und jetzt kann er darauf pochen, dass es eh nichts mehr bringt, Fannie weiterhin auszuquetschen. Wunschfinanzierungen mit Fannies Gewinnen sind vorbei. Aber das Risiko für den Steuerzahler, das von Fannie ausgeht, bleibt bestehen, solange kein privates Kapital vor den Steuergeldern steht.
Es sieht tipp topp aus. Das gestern war wieder ein Puzzleteil. Viele sind es nicht mehr...