Danke dir. Das war genau das, was ich gesucht habe.
Wie es aussieht, hast du noch deine Vorzugsaktien. Der lange Atem könnte sich bezahlt machen.
Wenn Mnuchin die Fannie aus der Kontrolle der Regierung in die Privatwirtschaft entlässt, dann ist der conservatorship beendet und damit auch der net worth sweep/3. amendmend.
Dann wird es neben des Procederes die Frage sein, mit wie viel Entschädigung sich die Regierung für ihre "Hilfe" zufrieden gibt.
Es hat auf mich den Anschein, dass es mittlerweile eine Mehrheit im Kongress dafür gibt, die ursprüngliche 10% Dividende auf die Notkredite inclusive der 79,9% warrants als Kompensation zu akzeptieren.
Von Gary Cohn wissen wir, dass Mnuchin sich schon seit Langem mit der Angelegenheit befasst. Er hat seinen Plan sicherlich schon fertig. Und es liegt auf der Hand, dass er nicht gleich damit vor die Presse tritt, sondern erst einmal mit den Schlüsselpersonen darüber berät.
Ich vermute stark, dass die Frage der Kompensation eine Rolle in Mnuchins Reformplan spielt. Denn dann wäre die Angelegenheit vom Tisch. Es wäre kontraproduktiv, ein Schmierentheater vor Gericht zu riskieren. Und die nicht mehr geheimen Dokumente künden ein solches an.
Außerdem kann man die Firma nicht mit 116,1 Milliarden Dollar Schulden aus dem Rettungsschirm entlassen. Die Schuldenfrage muss geklärt sein! Und der einzige Grund, alle Aktien der Privatanleger zu entwerten, wäre Gier. Die Gier nach höherer Entschädigung!
Meinen groben Berechnungen zufolge wäre die Fannie nach der Dividendenzahlung im März ziemlich genau schuldenfrei, wenn man die ursprüngliche 10% Dividende als Rechengrundlage nimmt. Schon lustig - gutes Timing!
Aber rekapitalisiert wäre die Fannie dann noch nicht. 30 Milliarden sollten es schon sein, schätze ich. Das würde beispielsweise bedeuten, dass es ca. 3 Jahre keine Dividende gäbe. Allerdings braucht die Fannie dann den Staat so lange als Bürgen. Am Wahrscheinlichsten erscheint es mir, dass das benötigte Eigenkapital auf verschiedene Wege beschafft wird. Die Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien in einem Zeitraum von 2 Jahren wäre eine Möglichkeit. Das wird Mnuchin schon fair hinkriegen, wenn er keine anderen Interessen verfolgt.
So gesehen sieht es ganz gut für uns alle aus, seitdem Mnuchin das Thema Zerschlagung verworfen hat. Die Fannie wirds wohl weiterhin geben, schön schick gemacht für die Zukunft.