ist 1987 freiwillig von seiner Berufung als Oberster Richter zurückgetreten, nachdem ihm während der Anhörung vor dem Senat mehrfacher Marihuanakonsum vorgeworfen war.
Sein Urteil bezüglich der Berufung des Lamberthurteils, das eine gerichtliche Einmischung in Angelegenheiten der FHFA aufgrund von HERA untersagt, steht unmittelbar bevor. Das könnte ein richtungsweisendes Urteil und ein Meilenstein für uns Aktionäre werden!
Ginsburg war wohl schon immer ein Mann der klaren Worte. Damals äußerte er sich wie folgt:
''I was looking forward to sharing with the American people my views about justice and about the role of the courts in our society. Unfortunately, all of the attention has been focused on our personal lives, and much of that on events of many years ago. My views on the law and on what kind of Supreme Court Justice I would make have been drowned out in the clamor.''
www.nytimes.com/1987/11/08/us/...na-clamor.html?pagewanted=all
Ich übersetze:
"Ich wollte meine Ansichten über Gerechtigkeit und die Rolle von Gerichten in unserer Gesellschaft mit der amerikanischen Bevölkerung teilen. Leider hat sich die gesamte Aufmerksamkeit auf unser Privatleben gerichtet, und einiges davon auf Geschehnisse, die schon Jahre zurückliegen. Meine Ansichten über das Gesetz und wie ich den Obersten Gerichthof ausrichten würde sind im Zetergeschrei ersoffen."
Seine Ansichten über Gerechtigkeit und die Rolle von Gerichten in der Gesellschaft kann er ja jetzt wunderbar anhand von Fannie erläutern. Der Fall ist dafür wirklich prädestiniert! Und eine größere Chance wird er sein ganzes Leben nicht mehr bekommen. ...Sieben Mal wirst du die Asche sein, aber ein Mal auch der helle Schein.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Ginsburg sich während der Anhörung im Fannie-Fall derart drastisch zu der 3. Vereinbarung äußerte:
“When the third amendment was announced,” Ginsburg said, referring to that portion of the bailout plan that authorized the profits sweep, “Treasury said we’re going to wind this thing down, we going to kill it, we’re going to drive a stake through its heart, we’re going to salt the earth so it can never grow back.”
www.bloomberg.com/news/articles/...or-claim-u-s-stole-profits
Seine Worte:
"Das Finanzamt sagte, wir werden dieses Ding abwickeln, wir werden es töten, wir werden ihm einen Pfahl durchs Herz stoßen, wir werden die Erde versalzen, so dass es nie mehr wachsen kann."
Glaubt ihr, dass Ginsburg sich hinstellt und sagt, dass er leider keine Legitimation hat, das Urteil von Lamberth aufzuheben, da HERA ein gerichtliches Einmischen verbietet? Ich glaube das nicht! Es ist und war schon immer die Frage, wie die Ausnahmen dieser Vorschrift, die ebenfalls in HERA niedergeschrieben sind, ausgelegt werden. Und da baue ich auf Ginsburg und werde vorher nicht eine Aktie verkaufen!