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Corker rudert zurück. Und ihm gehen die Argumente so langsam aus.
In dem Interview sagt Corker, er habe sich kürzlich mit Ackman getroffen, um die Zukunft von Fannie zu bereden. Interessant! Und er schließe eine Zukunft von Fannie und Freddie nicht aus, allerdings in abgeänderter Form. Denn ein System von privaten Gewinnen und öffentlichen Verlusten sei nicht mehr tragbar.
Corker hatte mit Warner bereits 2013 einen Plan zur Abwicklung von Fannie vorgelegt, der dann allerdings scheiterte. Seit dem steht er in forderster Front, was eine Zerschlagung von Fannie anbetrifft. Hier ein Link zu seiner Darstellung des Abwicklungsplanes:
www.corker.senate.gov/public/index.cfm/housing-finance-reform
Dank meiner Recherchen kann ich euch nun Folgendes berichten:
1.
Wie ihr auf Corkers Seite erkennen könnt, ist das erste und übrigens auch wichtigste Anliegen des Planes, den Steuerzahler zunehmend aus der Haftung zu nehmen, um ihn bei weiteren Krisen zu schützen. Dementsprechend schlug er vor, privates Kapital bei den ersten 10% an Zahlungsausfällen in Haftung zu nehmen. Um dies umzusetzen, wollte er die beiden Firmen letztlich zerschlagen. (Oder er hatte ganz andere Motive!)
Ebenfalls 2013 entwarf Fannie Mae die sogenannten Connecticut Avenue Securities.
fanniemae.com/portal/funding-the-market/credit-risk/index.html
Diese machen genau das, was Corker vorschlug und werden Fannie mittlerweile aus den Händen gerissen. Man sieht, bei Fannie sitzen die Profis, die das können und machen!
2.
Corkers Argument der private gains and public losses schwächelt. Denn wer sich die 110 seitige Slideshow von Ackman genau anschaut, wird erkennen, dass der Staat über 90% der zukünftigen Gewinne von Fannie und Freddie einsacken würde. Größter Nutznießer wäre also die öffentliche Hand. Hier noch einmal der Link zur Slideshow. Er ist es wert.
online.wsj.com/public/resources/documents/irasohnfinal2014.pdf
Ich glaube, so langsam kapiert es selbst der Corker. Endlich!
Übrigens: Diese zwei Argumente - nämlich das Beenden von privaten Gewinnen bei gleichzeitiger Absicherung vor Verlusten durch den Steuerzahler zum einen und das Heranziehen privaten Kapitals bei Zahlungsausfällen zum anderen - sind federführend in den politischen Diskussionen zur Reform des Häusermarktes.
Aber bitte vergesst in all der Euphorie nicht, dass uns die Gerichte noch die Suppe versalzen können.