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Positive Nschrichten gehen unter!


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calexa:

Positive Nschrichten gehen unter!

 
23.02.02 14:58
Viele Investoren haben in den letzten Wochen Abstand zum Markt genommen. Wir sollten dies jedoch dazu nutzen, etwas Abstand von den täglichen Nachrichten zu nehmen und uns mehr dem makroökonomischen Umfeld zu widmen. Die Bilanzierungsprobleme einzelner Firmen überschatten gegenwärtig die Marktlage und das Argument, dass ein Systemrisiko besteht, weil die großen Wirtschaftsprüfungsfirmen schließlich bei allen Firmen mit Bilanzproblemen keine Probleme sahen. Wir sollten uns nun aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachten.


So könnte uns das Wirtschaftswachstum der kommenden 12-18 Monate positiv überraschen. Die Einkommenssteuer (welche an den Staat USA abgeführt werden muss, es gibt auch noch lokale Einkommenssteuern) sinkt in 2002, wie auch in den kommenden Jahren, weiter. Die Energiepreise sind weiter niedrig und stärken die Kaufkraft der amerikanischen Konsumenten. Diese sollte auch weiter durch die niedrigen Zinsen gestärkt werden, welche nicht durch eine Inflationsgefahr gefährdet scheinen. Gleichzeitig neigt sich der radikale Abbau an Lagerbeständen seinem Ende zu und es muss nun sogar eher mit einem langsamen Vorratsausbau gerechnet werden. Die Fed Funds Futures preisen bereits eine erste Zinserhöhung für diesen Sommer ein und helfen somit eventuelle Inflationstendenzen einzudämmen. So erledigen die Geldhändler die Aufgabe der FED, ohne dass diese wirklich die Zinsen erhöhen muss. Das gibt der FED zusätzlich mehr Zeit, bis sie dies wirklich tun muss. Darüber sollten sich vor allem die Banken freuen.


Der US-Dollar ist gegenwärtig fast zu stark. Das Wirtschaftswachstumspotential der USA wird dadurch behindert, weil Exporte in $ zu teuer für Europa und Asien sind. So schwillt das Außenhandelsdefizit der USA immer weiter an. Höhere US-Zinsen würden diesen Trend noch verstärken. Dies kann kaum im Interesse der Federal Reserve sein.


In 2001 gingen in den USA 257 Aktiengesellschaften mit einer Gesamtbilanzsumme von über $258 Mrd. in Konkurs. Ein einsamer Rekord. Darunter befanden sich 3 der größten Konkurse der US-Wirtschaftsgeschichte (unter anderem Enron). Nun werden die Bilanzen wieder mit verständlichen Ratios überprüft. Wer erinnert sich daran, dass in der Hochphase der Internethysterie „Augenpaare” gezählt wurden! Mit solchen aberwitzigen Begründungen werden auch die „Spezialisten“ von Merrill Lynch und ihren Konkurrenten nicht so schnell wieder in der Lage sein, noch den letzten Investoren in den Aktienmarkt zu jagen. So sollten wir uns weiter auf Firmen mit niedrigen (besser keinen) Schulden, einer positiven operativen Marge und einem positiven Cashflow konzentrieren. Ja, die Zinsen sind niedrig. Die Profitmargen sind es aber auch. Nicht nur die operativen Kosten, auch die Zinsen müssen erwirtschaftet werden. In einem Umfeld in welchem die Preise schneller fallen als die Zinsen, steigt der Realzins. So ist es wichtiger denn je, dass Geschäftsmodel der Firma in die man investiert schlüssig erklärt zu bekommen.


Aber auch andere Zeichen weisen den weg der wirtschaftlichen Gesundung. Die Book-to-Bill Ratio (wenn über 1,00 wächst der Markt) für Halbleiter steig im Januar auf 0,81. Im Dezember hatte sie noch bei 0,78 gelegen. Seit erreichen ihres Tiefs im April 2001, bei 0,44 ist sie stetig angestiegen. Der Januaranstieg ist jedoch noch nicht hoch genug um den Chipherstellern eine Margenerhöhung zu ermöglichen.Der Aktienmarkt sollte in den nächsten 12-18 Monaten von der gegenwärtigen volkswirtschaftlichen Selbstreinigung profitieren und die Aktienindices (vor allem der S/P500 und der Russel1000) höhere Stände verbuchen.


Zum Wochenausklang konnte der US-Aktienmarkt sich etwas von dem Sell-Off vom Donnerstag erholen. Am Freitag handelten die Aktienindices zurecht lustlos. S&P500 und NASDAQ suchten im Minus immer wieder nach Unterstützungen, während der Dow Jones sich immer wieder ins Plus bewegen konnte. 90 Minuten vor Handelsende wendete sich dann das Blatt und der Dow Jones zog stark an und überstieg auch kurz die psychologisch wichtige 10.000er Marke. „Smart Money“ (Fondsgelder) kamen in den Markt. Die Kursgewinne des Dow Jones vermochten auch den NASDAQ und den S&P500 aus dem Minus ins Plus zu ziehen. Technisch positiv ist zu werten, das der Dow Jones oberhalb des Ausbruchsniveaus (9.950) vom Donnerstag schließen konnte.
(Quelle: informer2.comdirect.de)

So long,
Calexa

Homepage: www.carstenlexa.de
www.direcdesign.de
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servusdusack.:

exakt o.T.

 
23.02.02 16:11
Antworten
calexa:

Wenn die positiven Nachrichten aber

 
23.02.02 22:14
von der Masse ignoriert werden, dann bringen sie nichts. Da können die Nachrichten noch so gut sein, die Psychologie spielt an der Börse eine große Rolle.

So long,
Calexa
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