Danke für dein Opfer Schecke ;)
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Wenn man die Kursentwicklung der Porsche Aktie seit Jahresbeginn verfolgt, dann fällt einem schwer zu glauben, daß der Porsche Aktionär seine Kauf bzw. Verkaufsentscheidung mit rationalem Kalkül trifft. Vielmehr kann man beobachten, daß Emotion, Angst und Mißtrauen stark den Kursverlauf beeinflussen.
Mit zwei Beispielen will ich das verdeutlichen:
- 30.12.2010 Die Information "US Gericht weist Schadenersatzklage gegen Porsche ab", führt am nächsten Börsentag (03.01.11) zu einem Kursanstieg der Porsche Aktie um ca. € 9. Dies ergibt eine Wertsteigerung der Aktie von 175 x 9 = 1,6 Mrd. Euro, obwohl ein rationaler Investor das Risiko bei einem Streitwert von ca. 1 Mrd Euro mit 0,5 x 1 = 0,5 Mrd. Euro hätte bewerten müssen. Rechnet man den gesamten Kursanstieg, der dieser Information folgte ein, dann wäre das sogar 2,6 Mrd. Euro. D.h. Implizit kann man daraus schließen, daß die Porsche Aktionäre das Risiko des Rechtsstreits in den USA 3 bis 5 mal höher einschätzen, als es wirklich zu sein scheint.
- 14.01.2011 Die Information "Porsche will Absatz verdoppeln" führt am nächsten Börsentag (17.01.11) zu einem Kursrückgang von ca. €2.-. Dies ergibt einen Wertverlust von 175 x 2 = 0,3 Mrd. Euro. Selbst wenn ich nur 50% der Verdoppelung ansetze und unterstelle, daß die Umsatz-Multiples des Porsche Kurses gleich bleiben, so würde dies eine Wertsteigerung der Porsche AG von 50% bedeuten. Unter dem Szenario, daß die AG dann zu 100% zu VW und daher zu 33% der Porsche SE gehört, müßte dies einen enormen Wertzuwachs für die Porsche SE bedeuten. Da die Kurse in den weiteren Börsentagen dann stark gefallen sind, gab es auch keine verzögerte Reaktion auf die Information. D.h. Daraus könnte man ableiten, daß das Vertrauen der Aktionäre auf die Ankündigungen des Managements so gut wie gar nicht vorhanden ist.
Fazit:
Investoren, die eher den rationalen Bewertungsansatz verinnerlicht haben werden durch die geschilderten Beispiele eher abgeschreckt in die Aktie zu investieren, da der Kurs, wie in den Beispielen skizziert, häufig irrationle Bewegungen macht und somit zusätzliche Unsicherheit erzeugt. Dazu kommt noch, daß viele potentielle professionelle Anleger in der Vergangenheit durch den Short Sqeeze viel Geld verloren und daher die Aktie meiden bzw. sogar abstrafen. Dies könnte auch der Grund sein, warum die Aktie so stark unterbewertet ist. Das Management bzw. "die Familie" sollte sich überlegen, wie man wieder mehr Vertrauen bei den (potentiellen) Aktionären erringen kann. Auch der letzte Akt der "balkanesischen" Sonderdividende, um eine Sonderprüfung zu vermeiden, ist nicht gerade vertrauensstiftend. Ein erster Schritt wäre ja schon, wenn man die Kommunikation mit den Aktionären verbessert und z.B. die Fusionspläne konkretisiert und über den aktuellen Stand der Klagen informiert.
Deinem Fazit ist eigentlich wenig eigentlich wenig entgegenzusetzen und verfolgt man das Umfeld, so müsste sich ein reeller Kurs einstellen und sich ohne Zweifel dem Buchwert nähern. Da aber die unsägliche Schadenersatzklage wie ein Damoklesschwert über dem Kurs hängt, werden wir in näherer Zukunft kaum größere Ausschläge verzeichnen. Noch kommt hinzu, das wir uns dem Dividentenausschüttungstag nähern und die 76.562.500 € an die VZAktionäre "gespendet" werden. Nun man kann es als eine "Almose" deuten, da ja die Stammaktionäre keine Ausschüttung verlangen und uns VZAktionären den Vortritt lassen. Haben wir deswegen eine bessere Posotion erhalten? Natürlich nicht. Wir haben die KE zu fast 50% gezeichnet und Ferdinand Piech hat sich mit dem Verkauf eigene BZR ein Zubrot verdient. Wir bleiben weiterhin MIttel zum Zweck, da man nicht an die Stammaktien kommt. Somit müssen wir immer mit einem Abschlig rechnen. Dies ist auch bei den neuesten Analsen erkennbar. Keine Analyse nähert sich entscheidend dem eigentlichen Buchwert, da viele davon ausgehen, dass der Buchwert dem "wahren" Wert der Stammaktien widerspiegelt. Wir besitzen eine Renditpapier und so verhält es sich auch. Dennoch kann sich unser Renditepapier nicht ewig in den gegenwärtigen Regionen aufhalten, da ganz einfach die Produktion brummt und die Margen exzellent sind und dies auch in den nächsten zwei Jahren sein wird. Der große Schuldenberg ist geschrumpft und lasst uns die HV überstehen und den natürlichen Kursrückgang mit der Ausschüttung der Dividende und ab dem Monat September (dann sollten auch für die Schadensersatzklagen in DE eine Entscheidung getroffen sein) sollten die meisten "Hiobsbotschaften" ad acta gelegt sein. Eine schöne Handelswoche noch.
Es könnte darauf hinauslaufen, dass man die VZAktionäre mit einem Angebot "abspeisen" wird, wobei ich der Auffassung bin, dass Die VWVZAktionäre die bessren Karten haben werden. Und wenn es unumgänglich sein sollte auch uns mit Stammaktien zu bedienen, könnte ich mir durchaus eine immens hoch angesetze KE vorstellen, die zur Verschmelzung dienlich sein wird und um die Zukunft des neuen Mega Unternehmens zu sichern. Ich glaube mich zu erinnern, dass Ferdinand Piech mal gesagt hat, dass er in Zukunft in etwa 56 Mrd € investieren möchte und die müssen erst einmal beschaffen werden. Somit können dann neue gemeinsame Stammaktien (ohne Porsche VZ , SZ-Aktien und ohne Volkswagen VZ Aktien) gezeichnet werden und diese dann zu einem entsprechenden BZR Verhältnis, die die gegenwärtigen Stammaktienhalter begünstigt, dass auch die neuen Stammaktienhalter fast wieder zu stimmrechtslosen Mithabern macht. Ferner denke ich, dass Das Sperminoritätsgesetz der Landes NRW dann auch gleich gekippt wird und somit die Entfaltungsfreiheit Piechs weiter keine ernsthafte Grenzen gesetzt werden sollten. Das alles ist rein hypothetisch aber durchaus vorstellbar. Somit können wir uns auf weitere Überraschungen gefasst machen.
Also ich bin heute vorsichtshalber ausgestiegen,habe meine zwar kleinen,aber immerhin Gewinne mitgenommen,da ich nicht erwarte dass es diese Woche bergauf gehen wird,eher das Gegenteil.
Werde aber sehr bald wieder einsteigen.
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