Die Gleichung
"Wert von einer VW-VZ-Aktie + Zuschlag = Wert von 1 VW->Stamm-Aktie."
stimmt, aber nur bei identischen Umlaufzahlen der beiden Aktiengattungen.
Wie ich oben in
#4244. geschrieben habe, ist für den Wert der Gattungen zuerst die Umlaufzahl maßgeblich: Bei 170 Millionen Stücken hat das einzelne Stück mehr Wert,
als bei 295 Millionen. Danach greifen Faktoren wie Stimmrecht usw.
Was den eventuellen Aktientausch bei Verschmelzung anbetrifft, halte ich die Ausgabe
neuer Aktien für prinzipiell fraglich. Warum auch sollte es dazu kommen? Gegenstand
einer eventuellen Verschmelzung ist ja nur der Eigentumswechsel bei der Porsche AG.
Die SE müsste das nicht unbedingt berühren. Es sei denn, die Stammaktionäre hielten
die SE nach einem Merger für überflüssig, da an ihre Stelle nun die Konzernmutter tritt.
Praktischer und "handlicher" wäre diese Variante sicher. Aber selbst wenn die SE aufge-
löst würde, müsste das nicht zwangsläufig bedeuten, dass wir fortan VW-Aktionäre wür-
den. Ebenso könnte man die Vorzüge künftig auf die Porsche AG beziehen. Das wäre zu-
mindest nicht unlogischer, als ein Umtausch in VW-Aktien. Möglicherweise gibt es auch
die Variante eines Wahlrechts.
Ich gehe zunächst davon aus, dass wir Porsche-Aktionäre bleiben und unsere Vorzüge
behalten. Aber vielleicht habe ich ja etwas übersehen; falls ja: bitte posten.
Vorrangig erhebt sich aber die Frage, ob der Merger überhaupt stattfindet. Zuletzt wurde
das ja in Frage gestellt. Ehrlich gesagt, nervt es schon, dass hier jeden Tag eine andere
Sau durchs Dorf getrieben wird, was die Verunsicherung zusätzlich schürt. kein Wunder,
dass da der Kurs dahinsiecht.