Pleiten, Pech und Palm


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Pleiten, Pech und Palm

 
25.08.02 09:03
Der Handheld-Hersteller Palm steckt in der Krise. Umsatzverluste, härtere Konkurrenz und der Vorwurf der irreführenden Werbung machen dem Unternehmen zu schaffen. Der Aktienkurs gibt ebenfalls wenig Anlass zum Optimismus.

Hamburg – Bei Palm  ist derzeit die Stimmung düster. Der Taschencomputer-Hersteller wankt von einer Krisensituation in die nächste. Zuletzt machte das US-Unternehmen Anfang der Woche mit seinem Palm m130 Handheld Negativschlagzeilen.

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Zweifel an den Farben: Palm-Handhelds m130 (rechts) und m515
 
Das Gerät – auf der Palm-Internetseite wegen seines Farbdisplays angepriesen – kann offenbar nicht die Leistung erbringen, die bei der Markteinführung im März vollmundig angekündigt wurde. Damals warb Palm damit, dass der Bildschirm 65.536 Farben darstellen könne. Schon bald gab es in diversen Web-Foren erste Zweifel, ob diese Angabe wirklich stimmt.

Der wachsende Druck zeigte Wirkung. Am Montag trat Palm die Flucht nach vorne an und reduzierte das Farbpotenzial öffentlich auf 58.621 Töne. Palm-Sprecherin Marlene Somsak sprach von einem "ehrlichen Fehler" für den man sich entschuldigen wolle.

Mangelhafte Kenntnisse über eigene Produkte

Ob die Reue die gewünschte Wirkung erzielt, darf allerdings bezweifelt werden. Käufer, die auf die fehlerhaften Angaben hereingefallen waren, sollen nicht entschädigt werden. Lediglich die Angaben auf der Packung werden verändert. Schwerer aber wiegt der Imageschaden. Analysten wunderten sich, dass die Kenntnisse bei Palm über die eigenen Produkte so mangelhaft sind. Schon machte der Vorwurf der irreführenden Werbung die Runde.

Mit diesem Thema hat das Unternehmen in der Vergangenheit bereits Erfahrungen gesammelt. Im November 2001 hatte Palm behauptet, dass seine Handhelds über drahtlosen Internetzugang verfügen würden. Prompt beschwerte sich daraufhin die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC). Der Vorwurf: Um tatsächlich mit den meisten Modellen ins Web zu kommen, musste zusätzlich ein Modem und ein Providervertrag gekauft werden.

Der aktuelle Streit um die Farbkraft des m130 kommt für Palm äußerst ungelegen. Das Unternehmen hadert parallel mit dem schwachen Marktumfeld. Der Erlös im vergangenen vierten Quartal lag bei 234 Millionen Dollar. Erwartet hatte der frühere Branchenpionier 300 Millionen Dollar. Im Gesamtgeschäftsjahr 2001/2002 brach der Umsatz um 34 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar ein.

Derweil steckt Palm weiter in den roten Zahlen. Der Verlust in den vergangenen vier Quartalen betrug 82 Millionen Dollar. Immerhin: Im Vorjahr waren es 356 Millionen Dollar.

Nach wie vor profitiert das Unternehmen von seiner Dominanz im Segment der Handhelds. Nach Angaben der Marktforscher von IDC liegt der Anteil von Palm-Produkten in diesem Bereich weltweit bei 39 Prozent. In den USA sind es 47 Prozent.

Auf dem Handheld-Markt wird es eng

Doch der Vorsprung schmilzt. Bei der Software für die Taschencomputer steht Palm bereits seit zwei Jahren unter Druck. Bis dahin nutzten die Konkurrenten das Betriebsystem Palm OS. Im Jahr 2000 legte der Softwarekonzern Microsoft  jedoch ein eigenes Programm vor und eroberte einen Marktanteil von 21 Prozent. Demnächst zieht die Gates-Compay nach und liefert mit Pocket PC 2002 ein Betriebssystem, das auch auf andere Windows-Programme abgestimmt ist.

Gleichzeitig wird es auf dem Handheld-Markt langsam eng. Handy-Produzenten wie Motorola  oder Nokia  statten ihre Geräte mit den klassischen Organizerfunktionen aus oder planen in diese Richtung.

Nach Marktgerüchten wollen auch die Computerhersteller Dell  und Apple  jeweils ein eigenes Gerät vorlegen. In Folge der Fusion werden Hewlett-Packard  und Compaq ihre Kräfte bündeln und den Absatz des Ipaq forcieren.

Fortgesetzte Kursschwäche

Marktforscher kritisieren derweil die Innovationsschwäche von Palm. Während etwa Konkurrent Handspring mit dem Treo, einer Mischung aus Organizier und Handy, den technischen Anschluss halten will, droht das Unternehmen die Entwicklung zu verschlafen. Erst im Herbst sollen neue Produkte mit verbesserter Software auf den Markt kommen.

Gleichzeitig plant Palm massive Umstrukturierungen. Die Softwaresparte soll künftig getrennt vom Gerätebereich agieren, um das Lizenzierungsverfahren effizienter zu gestalten. Von der Entwicklungs- und Vertriebsallianz mit dem IT-Giganten IBM erhofft sich das Unternehmen ebenfalls neue Impulse.

Die Branchenkenner konnte Palm indes noch nicht überzeugen. Im Gegenteil: Der Aktienkurs spiegelt die Zurückhaltung der Märkte wider. Ende der 90er brachte es das Palm-Papier noch auf 40 Dollar. Derzeit notiert der Wert knapp unter einem Dollar. Zuletzt flog Palm auch noch aus dem S&P-500-Index. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Trotz des neuen Farbdisplays bleiben die Aussichten bis auf weiteres düster.

mm.de
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Elan:

habe meinen Palm Vx verkauft, weil

 
25.08.02 10:07

sooo zufrieden war. Ich halte nichts von diesen kleinen aufgemotzten Taschenrechnern. Kosten ein irres Geld und leisten wenig. Kauft man eines, das wenigstens etwas ansprechend ist, legt man schon mal 600€ und mehr auf den Thresen. Für zwei Handhelds bekommt man 1 Laptop oder einen Super PC samt Monitor. Diese immer kleine Monitorfläche ist einfach schlecht für die Augen, fällt einem das unhandliche Teil runter, ist ein kleines Vermögen kaputt. Luxusteile haben dann noch eine externe Tatstatur dabei, was die Überlegung berechtigt, nicht gleich einen Laptop zu kaufen...

Irgendwie schaffen es die Firmen einem ein Produkt als unabdingbar zu verkaufen, dass eigentlich der volle Scheissdreck und dazu überfküssig ist.

Nur noch Elektronik, die in der Natur der Sache stets kleiner werden, werden nicht lange danach wieder größer, mit mehr Features...so wie die Handys...die werden auch wieder größer...weil mehr drin ist, aber vorher verkauften sie uns die Dinger, weil das IN ist....rülps.

Soll jeder halten wie er möchte...ich kaufe mir so nen Mist nicht mehr...


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Die_Quadratur_des_Kreises

 
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calexa:

Ich habe mir

 
26.08.02 09:13
einen kleinen Palm 105 im Sonderangebot gekauft.

Mein ehrliches Fazit:
Das Ding ist eigentlich ganz praktisch, wenn ich es immer benützen würde. Aber das tue ich nicht. Und somit ist so ein Teil für mich kein "Muß"!

Allerdings war es halt für mich billig mit 90 Euro.
Mehr würde ich allerdings auch nicht mehr zahlen.

So long,
Calexa
www.carstenlexa.de
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erdna:

hab einen Palm mal Prämie für ein

 
26.08.02 09:28
Zeitungsabo bekommen. Ich glaube, ich musste damals 100 DM zuzahlen.
Grundsätzlich war das Teil nicht schlecht.

Eines nervte nur unglaublich. Immer wenn die Batterien lehr waren und das ging komischerweise bei meinem Palm sehr schnell, waren bei Batterientausch alle Daten weg. Man musste dann imer den üblichen Hot-Sync machen und die Daten mit der PC Software abgleichen.
Nun passierte aber leider folgendes. Die Batterien gaben mal wieder nicht nachvollziehbar schnell Ihren Geist auf und mein PC war gerade bei einem Freund der mir ein neues Betriebssystem installierte.
Die Folge war, das alle Daten weg waren.
Die hatte ich zwar glücklicherweise noch auf einer Diskette gespeichert, aber wenn ich meinen Palm wieder nutzen möchte, muss ich alle Daten wieder von Hand in die Software eintragen. Ausserdem war die komplette Zusatzsoftwaré, die ich aus dem Interenet auf den Palm geladen hatte weg. Ich müsste mir also wieder die Mühe machen und die Downloadseiten mit der entsprechenden Software finden.

Seit dem liegt mein Palm in der Ecke und gammelt vor sich hin.


Ausserdem frage ich mich, was man mit einem PDA macht, wenn man demnächst sowieso diese Hochleistungs-Multifunktions Handies besitzt. Kann mir dann noch jemand den Vorteil eines PDA erklären (bis auf den minimal grösseren Bildschirm vielleicht)?

Gruss
erdna
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