Pixelnet Mathias Sawatzky im Interview.


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Pixelnet Mathias Sawatzky im Interview.

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02.07.01 10:17
Pixelnet: \"Uns sind keine Verkäufe über die Börse bekannt\"
 
Vorstandschef Mathias Sawatzky im Interview.
 
?: Die Pixelnet-Aktie fällt seit einiger Zeit deutlich. Am Ende des Geschäftsquartals ein beunruhigendes Zeichen?

Sawatzky: Natürlich können wir mit der Entwicklung der letzten Tage in keinster Weise zufrieden sein. Wir sind sicherlich auch Opfer der Gesamtverunsicherung am Neuen Markt geworden.

?: Wie kommt es zu den hohen Umsatzvolumina in der Aktie? Haben Sie Hinweise auf größere Verkäufer?

Sawatzky: Der offensichtlichen negativen Grundeinstellung die zur Zeit in Investorenkreisen vorherrscht, können sie sich nur schwer entziehen.

?: Pixelnet ist durch Aktienverkäufe von Vorständen ins Gerede gekommen. Fürchten Sie nicht, dass das Anlegervertrauen in Pixelnet geschädigt wird, wenn Vorstände an dem Tag Aktien im Wert von mehr als 150.000 DM verkaufen, an dem eine wenig aussagekräftige Ad-Hoc-Meldung mit positiven Tenor veröffentlicht wird?

Sawatzky: Uns sind keine Aktienverkäufe über die Börse von Vorständen bekannt. Ein Vorstandsmitglied hat im privaten Umfeld eine geringe Aktienstückzahl umgeschichtet, dies ging nicht über die Börse.

?: Der Verkauf durch Vorstände steht auch im Widerspruch zu Ihrer Ankündigung eines Aktienrückkaufs.

Sawatzky: Fakt ist, dass lediglich ein Vorstand außerbörslich im privaten Umfeld Aktien abgegeben hat.

Der Aktienrückkauf wurde nicht angekündigt. Wir haben uns - strategisch vorausplanend - auf unserer erfolgreichen 1. ordentlichen Hauptversammlung Ende Mai einen Rückkauf von bis zu 10% des Grundkapitals genehmigen lassen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 30. November 2002 und wir werden vor Einsatz dieses Instruments sehr wohl alle Argumente abwägen.

?: Können Sie Hintergründe der Vorstands-Verkäufe nennen, vor allem vor dem Aspekt, dass die Porst-Sanierung nach Pixelnet-Angaben planmäßig verläuft?

Sawatzky: Lassen Sie uns nochmals korrigieren. Es gibt keine Vorstandsverkäufe über die Börse, lediglich ein Vorstand hat im privaten Umfeld umgeschichtet.

?: Richtig Geld verdient PixelNet nur im Bildergeschäft. Das Geschäft mit Kameras etc. ist ein margenarmes Instrument zur Kundengewinnung, bläht aber die Umsätze auf. Werden vor diesem Hintergrund die Kooperationen z. B. mit HP nicht überbewertet?

Sawatzky: Die Kooperation mit Weltunternehmen wie HP ist für unser Unternehmen sehr wichtig. Was bedeutet diese Kooperation für uns. Zum einen zeigt sie auf, dass unser Produkt bei den "big and global" playern auf Interesse stößt, und zum anderen bringt uns im ersten Schritt, der Einbindung unserer Zieladresse bei den in Deutschland vertriebenen HP-Scannern, den Kontakt mit Kunden, die unserem Kundenprofil entsprechen. Es handelt sich um technisch interessierte und versierte Personen, die Wert auf Qualität legen. Im zweiten Schritt soll die gleiche Lösung bei HP Digitalkameras umgesetzt werden.

?: Welche Position hat Photo Porst unter Renditegesichtspunkten bei Pixelnet?

Sawatzky: Wir sind als Konzern angetreten in diesem Jahr positive Zahlen zu schreiben. Zu diesem Zielanspruch wird Photo Porst einen positiven Beitrag leisten.

?: Mit der Porst-Übernahme ist Pixelnet ein hohes Risiko eingegangen. Schlägt die Sanierung fehl, dürften Sie am Ende sein.

Sawatzky: Die Photo Porst AG existiert in wechselnden Rechtsformen bereits seit 84 Jahren, damit ist Photo Porst das älteste und letztlich auch erfolgreichste deutsche Fotounternehmen. Die bereits vor der Übernahme eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen werden durch einen Bankenpool begleitet. Die Finanzierungszusagen sind langfristig angelegt, so dass wir in Ruhe an der weiteren Positionierung von Photo Porst als Nummer 1 im deutschen Fotohandel und mit PixelNet im europäischen Bildergeschäft arbeiten können.

?: Ist die Porst-Übernahme unter Chance-Risiko-Aspekten nicht ein zu großes Wagnis?

Sawatzky: Im Gegenteil, die Chancen überwiegen. Durch die vorhandenen 2000 Vertriebsstellen und hervorragende Infrastruktur gelingt es PixelNet den Anspruch Marktführer in der Bildkommunikation zu sein schneller als geplant umzusetzen.

Autor: Michael Barck, 08:47 02.07.01

Quelle : WO
www.wallstreet-online.de/ws/news/news/...0.0.0.0&newsid=202358
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Katjuscha:

Und noch ein Interview !!!

 
06.07.01 11:35
INTERVIEW - Pixelnet sieht sich weiter auf Wachstumskurs

05 Juli, 2001 15:29 GMT


- von Nikola Rotscheroth -

Frankfurt (Reuters) - Der Leipziger Fotodienstleister PixelNet AG hat nach eigenen Angaben bereits im zweiten Quartal 2001 die Trendwende geschafft. "Wir haben im Mai und Juni schwarze Zahlen geschrieben und sind operativ positiv", sagte Vorstandschef Matthias Sawatzky am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Durch die geplante Kooperation mit dem Internetbuchhändler Amazon.de könnte sich der derzeitige Kundenstamm von 1,5 Millionen Kunden mehr als verdoppeln, sagte Sawatzky. Wie schon bei AOL und Primus-Online sollen auch im Internet-Portal Amazon die fotografischen Dienstleistungen von Pixelnet integriert werden. "Wir sind Exklusivanbieter für den Online- Bilderdienst. Bei Umsätzen erhalten die Partner Provision", erklärte der Pixelnet-Chef.

Im ersten Quartal erzielte Pixelnet noch einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 2,08 Millionen Euro. Die vorläufigen Quartalszahlen würden voraussichtlich in der kommenden Woche veröffentlicht, sagte Sawatzky. Die Entwicklung im zweiten Quartal unterstreiche, dass Pixelnet die "ambitionierte Planung" für 2001 erreichen werde. Für das laufende Jahr erwarte das Leipziger Unternehmen einen Umsatz von 275 Millionen Euro nach 22,1 Millionen Euro im Vorjahr und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 4,8 Millionen Euro nach einem operativen Verlust von 8,9 Millionen Euro im Jahr 2000.

Mit der geplanten Kooperation mit amazon verfolge Pixelnet seine Strategie, die Digitalfotografie über den Vertriebsweg Internet nach vorne zu bringen, sagte Sawatzky. Der Verkauf von Digitalkameras wachse mit monatlichen Raten von 100 Prozent. Des Weiteren wolle sich Pixelnet im zweiten Halbjahr die Vertriebsschiene Business-to-Business-Geschäft erschließen. Mit seinen derzeit 1300 Mitarbeitern solle Pixelnet in den nächsten drei Jahren einen Marktanteil von drei Prozent in Europa erreichen. Im Januar 2000 beschäftigte das Unternehmen drei Mitarbeiter.

"Mit der Übernahme von Photo Porst haben wir unseren Marktanteil in Deutschland schlagartig auf zehn Prozent gesteigert", fügte der Vorstandschef hinzu. Mit dem Kauf des angeschlagenen Foto-Filialisten habe Pixelnet eine Verbindung zwischen dem herkömmlichen und dem Online-Fotogeschäft geschaffen. Seit dem 1. Juli seien in den 200 Filialen von Porst digitale Annahmestationen eingerichtet worden. Die Filialisten böten stationär die Dienste von Pixelnet an. Nach und nach solle der Service auch auf die 1800 Partnerfilialen ausgeweitet werden. "Porst hat einen Bekanntheitsgrad von über 80 Prozent", sagte Sawatzky.

Erhebliches Umsatzpotenzial sieht Sawatzky auch in der Zusammenarbeit mit dem US-Computerhersteller Hewlett- Packard (HP) und der Vermarktungs-Kooperation mit dem Branchenkollegen Jamba AG. HP vertreibe Scanner und Digitalkameras, bei denen exklusiv die Software von Pixelnet aufgespielt sei und die direkten Zugang zum Internet- Angebot der Leipziger biete. "HP wird 2001 100.000 Kameras und weit über eine Millionen Scanner verkaufen", sagte der Vorstandschef. Neben dem analogen Geschäft über Porst und der elektronischen Fotografie über die Internet-Plattformen habe sich Pixelnet mit Jamba auch den Zugang zu mobilen Fotografie-Diensten gesichert. "Der Transport von Bildern übers Handy bietet enormes Potenzial", sagte Sawatzky.

Derzeit mache Pixelnet noch 90 Prozent des Umsatzes über das herkömmliche analoge Bild, sagte er weiter. In den kommenden Jahren werde sich das Gewicht zu Gunsten der digitalen Fotografie auf 50 zu 50 Prozent verschieben. In fünf Jahren werde dann 70 Prozent des Umsatzes mit digitalen Bildern und 30 Prozent mit mobilen Fotografiediensten (m-photography) gemacht.

Pixelnet entwickelt unter anderem Filme im eigenen Büro, brennt sie auf CD und bietet Speicherplatz im Internet an. Von hier aus können die Fotos bearbeitet und versendet werden. Anders herum bietet das Unternehmen auch den Service, Abzüge von digitalen Bilddateien zu fertigen.
   
 
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Katjuscha:

Nice Letter: Pixelnet klar unterbewertet !!

 
06.07.01 15:43
06.07.2001
PixelNet klar unterbewertet
Nice*Letter  

Die Börsenkenner vom Nice*Letter sind der Ansicht, dass die Aktie von PixelNet (WKN 527980) derzeit klar unterbewertet ist.

Neuester Coup des Unternehmens sei die Partnerschaft mit der Jamba AG, einem Spezialisten für mobile Dienste. Hier wolle man gemeinsam im Zukunftsmarkt mPhotographie – eine mobile Übertragung von Bildern – zusammenarbeiten. Jamba steuere hierfür rund eine Million Kunden hinzu.

Gefahr drohe von einer anderen Seite. Obwohl PixelNet einen Firsdt-Mover-Status inne habe, werde sich die Old Economy diesen schnell wachsenden Markt nicht gänzlich abspenstig machen lassen. Foto-Konzerne wie Fuji oder auch Eastman Kodak würden in diesen Wachstumsmarkt streben. Dem sehe der Vorstandschef Sawatzky gelassen entgegen, denn auch hier würden bereits Kooperationsgespräche für gemeinsame Vermarktungsaktivitäten laufen.

Mit der Übernahme von Photo Porst sei PixelNet freilich ein gewaltiger Umsatzsprung gelungen. Hätte der Umsatz im letzten Jahr noch bei 22,1 Millionen Euro gelegen, wolle das Unternehmen in diesem Jahr rund 275,8 Millionen Euro umsetzen und dabei einen Überschuss von 3,5 Millionen Euro erzielen. In 2002 sollen die Erlöse dann auf 358,5 Millionen Euro und der Überschuss auf 8,8 Millionen Euro klettern.

Somit ergebe sich auf Basis 2002 ein KUV von 0,2 und ein KGV von 8. Das sei für einen First Mover nicht zu viel. Allerdings sei der Wert charttechnisch angeschlagen. Vor einem Einstieg sollten Anleger daher eine Bodenbildung abwarten. Sollte der Kurs unter die Marke von vier Euro fallen, seien neue Tiefs zu erwarten.

Auf Grund der Eckdaten für einen Marktführer sei die Aktie von PixelNet derzeit nicht angemessen bewertet und deutlich zu billig, so die Einschätzung der Experten vom Nice*Letter.


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freelove:

Land Sachsen unterstützt Pixelnet-Forschung

 
11.07.01 13:47
Pixelnet AG bekommt Finanzspritze für Forschungsvorhaben


WOLFEN (dpa-AFX) - Der Online-Fotodienstleister Pixelnet bekommt vom Land Sachsen-Anhalt eine Finanzspritze für seine Forschungsvorhaben. Gefördert werden sechs Projekte, für die Wirtschaftsstaatssekretär Manfred Maas am Mittwoch die Förderbescheide übergab. Das Gesamtvolumen beträgt 5,6 Mio. DM. Davon übernimmt das Land 35 Prozent. Pixelnet ist das einzige börsennotierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt./DP/sa/sh

11.07. - 12:53 Uhr
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