Pixelnet: \"Uns sind keine Verkäufe über die Börse bekannt\"
Vorstandschef Mathias Sawatzky im Interview.
?: Die Pixelnet-Aktie fällt seit einiger Zeit deutlich. Am Ende des Geschäftsquartals ein beunruhigendes Zeichen?
Sawatzky: Natürlich können wir mit der Entwicklung der letzten Tage in keinster Weise zufrieden sein. Wir sind sicherlich auch Opfer der Gesamtverunsicherung am Neuen Markt geworden.
?: Wie kommt es zu den hohen Umsatzvolumina in der Aktie? Haben Sie Hinweise auf größere Verkäufer?
Sawatzky: Der offensichtlichen negativen Grundeinstellung die zur Zeit in Investorenkreisen vorherrscht, können sie sich nur schwer entziehen.
?: Pixelnet ist durch Aktienverkäufe von Vorständen ins Gerede gekommen. Fürchten Sie nicht, dass das Anlegervertrauen in Pixelnet geschädigt wird, wenn Vorstände an dem Tag Aktien im Wert von mehr als 150.000 DM verkaufen, an dem eine wenig aussagekräftige Ad-Hoc-Meldung mit positiven Tenor veröffentlicht wird?
Sawatzky: Uns sind keine Aktienverkäufe über die Börse von Vorständen bekannt. Ein Vorstandsmitglied hat im privaten Umfeld eine geringe Aktienstückzahl umgeschichtet, dies ging nicht über die Börse.
?: Der Verkauf durch Vorstände steht auch im Widerspruch zu Ihrer Ankündigung eines Aktienrückkaufs.
Sawatzky: Fakt ist, dass lediglich ein Vorstand außerbörslich im privaten Umfeld Aktien abgegeben hat.
Der Aktienrückkauf wurde nicht angekündigt. Wir haben uns - strategisch vorausplanend - auf unserer erfolgreichen 1. ordentlichen Hauptversammlung Ende Mai einen Rückkauf von bis zu 10% des Grundkapitals genehmigen lassen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 30. November 2002 und wir werden vor Einsatz dieses Instruments sehr wohl alle Argumente abwägen.
?: Können Sie Hintergründe der Vorstands-Verkäufe nennen, vor allem vor dem Aspekt, dass die Porst-Sanierung nach Pixelnet-Angaben planmäßig verläuft?
Sawatzky: Lassen Sie uns nochmals korrigieren. Es gibt keine Vorstandsverkäufe über die Börse, lediglich ein Vorstand hat im privaten Umfeld umgeschichtet.
?: Richtig Geld verdient PixelNet nur im Bildergeschäft. Das Geschäft mit Kameras etc. ist ein margenarmes Instrument zur Kundengewinnung, bläht aber die Umsätze auf. Werden vor diesem Hintergrund die Kooperationen z. B. mit HP nicht überbewertet?
Sawatzky: Die Kooperation mit Weltunternehmen wie HP ist für unser Unternehmen sehr wichtig. Was bedeutet diese Kooperation für uns. Zum einen zeigt sie auf, dass unser Produkt bei den "big and global" playern auf Interesse stößt, und zum anderen bringt uns im ersten Schritt, der Einbindung unserer Zieladresse bei den in Deutschland vertriebenen HP-Scannern, den Kontakt mit Kunden, die unserem Kundenprofil entsprechen. Es handelt sich um technisch interessierte und versierte Personen, die Wert auf Qualität legen. Im zweiten Schritt soll die gleiche Lösung bei HP Digitalkameras umgesetzt werden.
?: Welche Position hat Photo Porst unter Renditegesichtspunkten bei Pixelnet?
Sawatzky: Wir sind als Konzern angetreten in diesem Jahr positive Zahlen zu schreiben. Zu diesem Zielanspruch wird Photo Porst einen positiven Beitrag leisten.
?: Mit der Porst-Übernahme ist Pixelnet ein hohes Risiko eingegangen. Schlägt die Sanierung fehl, dürften Sie am Ende sein.
Sawatzky: Die Photo Porst AG existiert in wechselnden Rechtsformen bereits seit 84 Jahren, damit ist Photo Porst das älteste und letztlich auch erfolgreichste deutsche Fotounternehmen. Die bereits vor der Übernahme eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen werden durch einen Bankenpool begleitet. Die Finanzierungszusagen sind langfristig angelegt, so dass wir in Ruhe an der weiteren Positionierung von Photo Porst als Nummer 1 im deutschen Fotohandel und mit PixelNet im europäischen Bildergeschäft arbeiten können.
?: Ist die Porst-Übernahme unter Chance-Risiko-Aspekten nicht ein zu großes Wagnis?
Sawatzky: Im Gegenteil, die Chancen überwiegen. Durch die vorhandenen 2000 Vertriebsstellen und hervorragende Infrastruktur gelingt es PixelNet den Anspruch Marktführer in der Bildkommunikation zu sein schneller als geplant umzusetzen.
Autor: Michael Barck, 08:47 02.07.01
Quelle : WO
www.wallstreet-online.de/ws/news/news/...0.0.0.0&newsid=202358
Vorstandschef Mathias Sawatzky im Interview.
?: Die Pixelnet-Aktie fällt seit einiger Zeit deutlich. Am Ende des Geschäftsquartals ein beunruhigendes Zeichen?
Sawatzky: Natürlich können wir mit der Entwicklung der letzten Tage in keinster Weise zufrieden sein. Wir sind sicherlich auch Opfer der Gesamtverunsicherung am Neuen Markt geworden.
?: Wie kommt es zu den hohen Umsatzvolumina in der Aktie? Haben Sie Hinweise auf größere Verkäufer?
Sawatzky: Der offensichtlichen negativen Grundeinstellung die zur Zeit in Investorenkreisen vorherrscht, können sie sich nur schwer entziehen.
?: Pixelnet ist durch Aktienverkäufe von Vorständen ins Gerede gekommen. Fürchten Sie nicht, dass das Anlegervertrauen in Pixelnet geschädigt wird, wenn Vorstände an dem Tag Aktien im Wert von mehr als 150.000 DM verkaufen, an dem eine wenig aussagekräftige Ad-Hoc-Meldung mit positiven Tenor veröffentlicht wird?
Sawatzky: Uns sind keine Aktienverkäufe über die Börse von Vorständen bekannt. Ein Vorstandsmitglied hat im privaten Umfeld eine geringe Aktienstückzahl umgeschichtet, dies ging nicht über die Börse.
?: Der Verkauf durch Vorstände steht auch im Widerspruch zu Ihrer Ankündigung eines Aktienrückkaufs.
Sawatzky: Fakt ist, dass lediglich ein Vorstand außerbörslich im privaten Umfeld Aktien abgegeben hat.
Der Aktienrückkauf wurde nicht angekündigt. Wir haben uns - strategisch vorausplanend - auf unserer erfolgreichen 1. ordentlichen Hauptversammlung Ende Mai einen Rückkauf von bis zu 10% des Grundkapitals genehmigen lassen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 30. November 2002 und wir werden vor Einsatz dieses Instruments sehr wohl alle Argumente abwägen.
?: Können Sie Hintergründe der Vorstands-Verkäufe nennen, vor allem vor dem Aspekt, dass die Porst-Sanierung nach Pixelnet-Angaben planmäßig verläuft?
Sawatzky: Lassen Sie uns nochmals korrigieren. Es gibt keine Vorstandsverkäufe über die Börse, lediglich ein Vorstand hat im privaten Umfeld umgeschichtet.
?: Richtig Geld verdient PixelNet nur im Bildergeschäft. Das Geschäft mit Kameras etc. ist ein margenarmes Instrument zur Kundengewinnung, bläht aber die Umsätze auf. Werden vor diesem Hintergrund die Kooperationen z. B. mit HP nicht überbewertet?
Sawatzky: Die Kooperation mit Weltunternehmen wie HP ist für unser Unternehmen sehr wichtig. Was bedeutet diese Kooperation für uns. Zum einen zeigt sie auf, dass unser Produkt bei den "big and global" playern auf Interesse stößt, und zum anderen bringt uns im ersten Schritt, der Einbindung unserer Zieladresse bei den in Deutschland vertriebenen HP-Scannern, den Kontakt mit Kunden, die unserem Kundenprofil entsprechen. Es handelt sich um technisch interessierte und versierte Personen, die Wert auf Qualität legen. Im zweiten Schritt soll die gleiche Lösung bei HP Digitalkameras umgesetzt werden.
?: Welche Position hat Photo Porst unter Renditegesichtspunkten bei Pixelnet?
Sawatzky: Wir sind als Konzern angetreten in diesem Jahr positive Zahlen zu schreiben. Zu diesem Zielanspruch wird Photo Porst einen positiven Beitrag leisten.
?: Mit der Porst-Übernahme ist Pixelnet ein hohes Risiko eingegangen. Schlägt die Sanierung fehl, dürften Sie am Ende sein.
Sawatzky: Die Photo Porst AG existiert in wechselnden Rechtsformen bereits seit 84 Jahren, damit ist Photo Porst das älteste und letztlich auch erfolgreichste deutsche Fotounternehmen. Die bereits vor der Übernahme eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen werden durch einen Bankenpool begleitet. Die Finanzierungszusagen sind langfristig angelegt, so dass wir in Ruhe an der weiteren Positionierung von Photo Porst als Nummer 1 im deutschen Fotohandel und mit PixelNet im europäischen Bildergeschäft arbeiten können.
?: Ist die Porst-Übernahme unter Chance-Risiko-Aspekten nicht ein zu großes Wagnis?
Sawatzky: Im Gegenteil, die Chancen überwiegen. Durch die vorhandenen 2000 Vertriebsstellen und hervorragende Infrastruktur gelingt es PixelNet den Anspruch Marktführer in der Bildkommunikation zu sein schneller als geplant umzusetzen.
Autor: Michael Barck, 08:47 02.07.01
Quelle : WO
www.wallstreet-online.de/ws/news/news/...0.0.0.0&newsid=202358