Prolongiert man die aktuellen Mehrkosten (für Kraftstoff, Transportversicherung und Containerzwischenlagerung wg. Stau) von Hapag Lloyd ohne potentielle Hormuz-Maut, kommt man auf rd. 3 Mrd USD p. a. Und das nur für HP, dasselbe trifft die Griechen und alle anderen Reedereien ähnlich.
Alleine können das die Reedereien nicht stemmen, zumal die Versicherungsprämien sich auf das 50-Fach erhöht haben, d. h. man steht hier gerade kurz vor der Unversicherbarkeit.
Sollte der Iran weiterhin auf eine Maut, die doppelt so hoch wie im Suez- oder Panamakanal wäre, bestehen, werden die Kosten der Warenabgabe für 5 oder mehr Jahre die Inflation so treiben, dass man einkommenstechnisch nicht hinterherkommt.
Natürlich werden Bezahlplattformen zeitnah sowas zu spüren bekommen. Für alles andere wie bspw. Nahrung, LHK, Bauwesen kommt das mit rd. einem halben Jahre Karenz im Alltag an. Hier werden die Verteuerungsraten nicht nur lumpige einstellige Prozente betragen, da wird es reihenweise Ausfälle geben. Der geplante Eigentumserwerb wird dann nicht einfach nur teurer, der fällt erstmal aus. Die Heizkostennachzahlungen werden den nächsten Urlaub zurechtstutzen usw...
Die einzigen, die das irgendwie kippen könnten, wären die arabischen Anrainer, die den Iran so weit davon abhalten müssten, die Maut zu erheben. Dies bedeutete aber Kriegseintritt, das kann ich mir aktuell aber noch nicht vorstellen, dasselbe gilt auch für die US. Ich fürchte, DT macht erneut den Taco und freut sich insgeheim, wenn die Maut über Krypto bezahlt würde und seine Söhne Drohnen liefern.