Tja, die Produkte sind gut, die Investor-Relations Arbeit eher träge und suboptimal.
Dass man die Prognose am 13.08. erhöht hat, ist hier sicher bekannt, gleichzeitig hat man aber auch wieder unnatürlich tiefgestapelt! Unverständlich für mich und es passt ins Bild, dass man dieses Jahr nicht mit der Kommunikation aus dem Knick kommt.
boersengefluester.de/newarticle/?newsId=237607
In Zeiten von SAP ist der verzögerte Bericht einfach nur eines: anachronistisch und unfair gegenüber den Aktionären.
Wenn das EBITDA jetzt um 50% zulegen wird, dann meldet man diese starken Zuwächse nicht fast 2 Monate nach Ende des Quartals und Halbjahrs, wo er eingetreten ist. Wenn man von digitaler Transformation redet (bei seinen Kunden), dann sollte man bitte diese Transformation vor der eigenen Haustür endlich nutzen, um die eigenen Kennzahlen schnell parat zu haben.
Eine Information im Juni, spätestens Juli wäre angezeigt gewesen!
Wie steuert das Management so ein Unternehmen, wenn sie zig Wochen brauchen, um die Zahlen zusammen zu rechnen? Passiert das noch mit einem Rechenschieber? Wie langsam sind die internen Prozesse und wieviel Geld geht dort verloren?
Da wird ein 30seitiger Hochglanz-Prospekt erzeugt, der jetzt am 28.08. veröffentlicht werden soll.
Die Kennzahlen per Tableau und SAP aufbereitet, das funktioniert bei anderen Unternehmen "real time" und ein Report wird auf Knopfdruck in 5 Minuten fertiggestellt.
Da bin ich mal gespannt, ob das neue Führungsteam es sich endlich traut, Hartmann wirklich zu modernisieren! Denn der Kostendruck in der Medizin geht nicht weg und die Millionen versickern in den teuren, alten, analogen Prozessen - sonst wäre Hartmann profitabler.
Der Cash, der jetzt durch Corona und hohe Absatzzahlen in das Unternehmen kommt, ist die Gelegenheit, beherzt zu investieren und das Unternehmen umzukrempeln. Sonst sehe ich auf lange Sicht schwarz - egal wie gut die Produkte sind - sinkende Profitabilität wäre ein böses Omen.