Passend zur Regierung - alles rot


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Nassie:

Passend zur Regierung - alles rot

 
25.12.02 18:41
Rote Vorzeichen, wohin man auch schaut
Das Jahr 2002 beschert die schlechteste Dax-Bilanz aller Zeiten
von Thomas Exner

 
Hoffen auf den Weihnachtsmann? Die Stimmung an der Börse ist trotz Weihnachten schlecht
Foto: AP    
Berlin -  Sie haben bereits am Jahresanfang an die Fußball-WM gedacht und Aktien von Adidas-Salomon gekauft? Gratulation. Auch Sie sind dann zwar nicht reicher geworden, aber immerhin haben Sie sich für den besten unter den deutschen Standardwerten entschieden. Denn mit einem Abschlag von 2,5 Prozent hat das Papier des Sportartiklers weniger als alle anderen vermeintlichen Aushängeschildern des deutschen Aktienmarktes verloren. Es hätte also viel schlimmer kommen können. Denn einen prozentual einstelligen Abschlag weist ansonsten nur noch der Konsumchemie-Anbieter Henkel auf.


Keine Frage, 2002 wird in die Annalen der Börsengeschichte als das Jahr der Negativrekorde eingehen. Denn noch niemals zuvor mussten gleich alle im Leitindex Dax versammelten Titel im Jahresvergleich mit einem dicken roten Minuszeichen aufwarten. Und beispiellos ist auch der Wertverlust des Index insgesamt: Hier steht ein Abschlag von 42,3 Prozent zu Buche. Schlimmer hat es die deutschen Aktien in noch keinem Jahr seit der Währungsreform seit 1949 erwischt. Gut 300 Mrd. Euro der Anleger wurden damit seit Januar – zumindest auf dem Papier – vernichtet. Und damit der schwarzen Rekorde nicht genug: Die deutsche Börse ist auch noch die schlechteste in Europa. An keinem anderen Handelsplatz fällt die Bilanz so verheerend aus. Und selbst weltweit trennen den Dax nur die von Währungskrisen geschüttelten Börsen in Argentinien und Brasilien sowie die Nasdaq von der Schlusslicht-Position.


Damit rächt sich die im Vergleich zu anderen Leitindizes starke Gewichtung von Technologie- und Finanztiteln im deutschen Börsenbarometer. Defensive Öl- oder auch Handelswerte, die anderswo für einen gewissen Halt sorgen, fehlen ganz oder sind stark unterrepräsentiert. Die Wirkung in Baisse-Zeiten ist fatal. Der Dax stürzte Anfang Oktober praktisch ungebremst bis auf zeitweise 2519 Punkte ab – kein einziger der 30 Titel notierte mehr dreistellig. Auch dies ist ein absolutes Novum in der deutschen Börsengeschichte.


In einen scheinbar unaufhaltsamen Abwärtsstrudel gerieten gerade die Finanzwerte. Einerseits wurden ihre Kurse von der miserablen Börsensituation besonders in Mitleidenschaft gezogen, andererseits verkauften vor allem die Versicherer aus Sorge um ihre Bilanzen kräftig weiter Aktien, was den Markt nur noch mehr unter Druck setzte. Denn in den Depots der Finanzgiganten schlummern weiterhin ganz überwiegend heimische Dividendentitel. Die Deutschland AG mit ihren Verflechtungen und Verkrustungen zeigte sich von ihrer schwächsten Seite.


Die Allianz-Aktie, einst als krisenresistentes Witwen- und Waisenpapier gehandelt, verlor so in den vergangenen zwölf Monaten über 63 Prozent an Wert. Sie avancierte damit zum drittschlechtesten Dax-Wert überhaupt. Kaum besser sieht es bei der Münchener Rück (minus 60 Prozent), der Hypo-Vereinsbank (minus 57,2 Prozent) oder der Commerzbank (minus 54,5 Prozent) aus.


Schlimmer noch erwischte es nur die von der schwachen Chipnachfrage gebeutelte Infineon und vor allem den einstigen Börsen-Highflyer MLP. Eine monatelange Diskussion um die Bilanzierungspraxis des Finanzdienstleisters ließ das lange Zeit höchstbewertete Papier des deutschen Aktienmarktes zum Ikarus werden – so steil der Aufstieg, so gnadenlos der Fall.


Doch tröstlicherweise gilt die alte Box-Regel „They never come back“ an der Börse nicht. Sollte die Konjunktur tatsächlich wieder richtig anspringen, könnte beispielsweise gerade die zyklische Infineon-Aktie schon im nächsten Jahr wieder zu den Top-Werten gehören. Für ein umfassendes Comeback der deutschen Standardwerte braucht es nach Einschätzung aller Experten aber mehr: grundlegende Strukturreformen.


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Nassie:

Hoffnung keimt auf für 2003

 
26.12.02 13:10
Börse: Hoffnung keimt nach Krisenjahr 2002

VON Yasmin Osman, 10:38h, aktualisiert 11:05h






An den deutschen Börsen hofft man für 2003 auf eine leichte Trendwende.


Frankfurt/Main - Nach dem schwärzesten Aktienjahr seit der Währungsreform von 1948 wagen sich wieder die ersten Optimisten auf das Börsenparkett. In einem Jahr soll der Deutsche Aktienindex DAX wieder bei 3800 Punkte stehen - das zumindest schätzen die von dpa befragten Geldhäuser im Durchschnitt. 2002 brach das Kursbarometer allerdings zunächst um gut 40 Prozent ein und kämpft zur Jahreswende um den Erhalt der 3000-Punkte-Marke.
Seit drei Jahren regiert der Bär - Symbol für fallende Kurse - auf dem Parkett. Das hat es seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr gegeben. Kein einziger DAX-Wert verbuchte in diesem Zeitraum Kursgewinne. Am Montag (23. Dezember) konnte sich der DAX nur hauchdünn über der 3000-Punkte-Marke behaupten. Der Leitindex schloss bei 3000,84 Punkten und damit um 0,77 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Ein DAX-Endstand zum Jahresende 2003 von 3800 Punkten würde einen Kursanstieg von gut 25 Prozent voraussetzen. «Woher sollte das kommen», fragt sich Richard Zellmann von Helaba Trust. Der Aktienmarkt-Spezialist der Tochter der Hessisch-Thüringischen Landesbank erwartet höchstens 3500 Punkte. Im Lager der Skeptiker sind auch große Institute wie die Deutsche Bank oder das US-Haus Merrill Lynch vertreten. Sie meinen, dass der DAX im kommenden Jahr nicht vom Fleck kommt, sich also - im Börsenjargon - «seitwärts bewegt».

Eine Konjunkturerholung in der zweiten Jahreshälfte, steigende Firmengewinne und Fortschritte beim Schuldenabbau könnten nach Meinung der Optimisten zu einer Trendwende führen. Die HypoVereinsbank argumentiert zudem mit Vermögensumschichtungen der Anleger zurück in Aktien. Besonders optimistisch ist die DZ Bank, die mit einem Jahresendstand des DAX von 4200 Punkten rechnet.

Doch ein langer Irak-Krieg könnte aus allen Prognosen einmal mehr Makulatur machen. 2002 Jahr verdarben zum Beispiel ungeheure Bilanzfälschungen großer US-Konzerne sowie das Ausbleiben der konjunkturellen Wende den Börsianern den Appetit auf Aktien. 2003 könnten es explodierende Ölpreise in Folge eines eskalierenden Irak-Konflikts und weitere Terroranschläge sein. Solange die US-Konjunktur nicht Tritt fasst und die Kurse an der Wall Street nicht wieder nach oben zeigen, haben auch Anleger in Deutschland nichts zu lachen. Die europäischen Aktienmärkte sind weit davon entfernt, sich von der Entwicklung der US-Börsen zu emanzipieren.

Speziell der deutsche Aktienmarkt koppelte sich allenfalls nach unten ab. Der wichtigste US-Börsenindex Dow Jones verlor beispielsweise gerade einmal 15 Prozent an Wert. Deutschland verzeichnete nicht nur die geringsten Wachstumsraten der Eurozone, auch die Kurseinbrüche fielen am stärksten aus. In London, Paris und Tokio lagen die Aktien-Einbußen zwischen 20 und 30 Prozent.

Skandalgeschichte in Deutschland schrieb der Telematik-Spezialist ComRoad, bei dem fast die gesamten Umsätze frei erfunden waren. Das erschütterte das Investoren-Vertrauen in Wirtschaftsprüfer und Bilanzen auch hier zu Lande. Im Herbst trug die Börse schließlich den skandalumwitterten Neuen Markt zu Grabe.

Größter Flop im DAX war die Aktie des Finanzdienstleisters MLP, die in Neuer-Markt-Manier 87 Prozent verlor. Der Aktienwert der Allianz - lange ein Muster an Stabilität - halbierte sich unter anderem wegen großer Verluste bei der Tochter Dresdner Bank. Die Umsätze an den deutschen Aktienmärkten verringerten sich 2002 nach Angaben der Börse um rund 10 Prozent auf ein Billion Euro.

«Der aktuelle Börsencrash ist zwar in etwa genauso stark wie der von 1987, aber er dauert länger - das setzt sich in der Psychologie der Anleger viel massiver fest», erklärt der Direktor des Deutschen Aktieninstituts (DAI), Franz-Josef Leven. «1987 hatten wir es mit einem reinigenden Gewitter zu tun, heute mit einem veritablen Orkan.»

Längst ist aus dem Kurssturz ein ökonomischer Belastungsfaktor geworden. Die Verluste im eigenen Wertpapierdepot dämpfen die Konsumlust der Verbraucher und schränken den finanziellen Spielraum der Unternehmen ein, hat die Bundesbank festgestellt. Kursverluste von 30 Prozent genügen, um das Wachstum um 0,1 Prozentpunkte zu dämpfen, schätzt die Notenbank. (dpa)


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wachstum:

Belastung fuer die Wirtschaft

 
26.12.02 13:42
Leider stimmt es.

Da hilft nur eins: am 2.2.03 in Niedersachsen und Hessen:

NICHT WIEDER VERARSCHEN LASSEN
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