bis hierher. Jetzt den Geburtstag der Gattin bei einem guten Jahrgangswein in aller Ruhe und Gemütlichkeit ausklingen lassen… .
Nur noch einmal kurz gucken was OTI so macht. Nicht, dass man die lang erwartete positive Überraschung am Ende verpasst. Irgendwann, nach so langer Leidenszeit, mutt dat doch einfach mal.
Nix da, die Geschichte des Leidens geht weiter. Man fühlt sich an biblische Zeiten erinnert. Nur, dass sich offensichtlich mehr Verräter als Ehrenleute in die heutige Zeit hinüberretten konnten.
Okay, wir kennen die Hintergründe des Rücktritts unseres CEO nicht. Kautschuk versucht nach ersten Gesprächen mit seinem Netzwerk zu beruhigen und erinnert indirekt an die erste preußische Bürgerpflicht.
Was könnten wir auch anderes tun, als Ruhe bewahren. Die Börsenliquidität unseres Schätzchens ist doch nicht einmal der Laune eines taschengeldabhängigen Filius (die Autokorrektur schlägt ‘Filou‘ vor, hehe) aus dem dekadenten Bürgertum einer Strukturschwachen Braunkohleregion gewachsen (mit allem Respekt vor jenen Leuten).
Und doch wissen wir aus Erfahrung, ‘wo Rauch ist, da ist auch Feuer‘. Wäre Yehouda aus Krankheitsgründen zurückgetreten, wüssten wir es längst.
An dieser argumentativen Weggabelung halte ich es mit Robert Frost: Two roads diverged in the wood, I took the one less travelled by (and that made all the difference).
Dem natürlichen Reflex folgend, würde man jetzt sicherlich Katastrophenszenarien ausrufen und auf alles eindreschen, was irgendwie nach OTI schmeckt, riecht oder klingt. Wer mag, go ahead.
Dabei haben wir hier in den letzten Monaten doch sehr wohl eine ganze Menge ermutigender Nachrichten, wenn auch nicht offiziellen Ursprungs, so doch aus der Feder so erfahrener und gewiefter Kollegen wie Orion und Kautschuk es sind, vernommen. Wenn nur ein Teil dieser Beobachtungen (vornehmlich seitens Orion) und vertraulichen Informationen (seitens Kautschuk) zutreffen, kann es so schlecht um die Zukunft unseres Schätzchens nicht bestellt sein. Yehouda hin oder her.
Ich baue in dieser Gemengelage jedenfalls erst einmal auf ein altes spanisches Sprichwort (‘no hay mal, que por bien no venga‘). Könnte man sinngemäß dahingehend übersetzen, dass jedem negativen Ereignis (hier: Rücktritt Yehoudas), der Spross längerfristigen Erfolges (steigende OTI Kurse) innewohnt. Mögen sich die alten Weisheiten wieder einmal als richtig erweisen.
Guat’s Nächtle!