Ost- und Südostasien basteln an der größten Freihandelszone der Welt
Innerhalb von zehn Jahren sollen im Handel zwischen China und den Asean-Staaten alle Barrieren abgebaut werden.
China und die Asean-Staaten eine Freihandelszone errichten
PEKING. "China und die Asean-Staaten haben beschlossen, innerhalb von zehn Jahren eine Freihandelszone zu errichten." Die Mitteilung des stellvertretenden chinesischen Außenministers Wang Yi in Brunei war knapp und deutlich. Wird das Vorhaben Chinas und der zehn Asean-Staaten Wirklichkeit, entsteht ein riesiger Handelsblock, der zum weltgrößten wird, wenn fünf Jahre später planmäßig auch Japan und Südkorea dazustoßen.
Zunächst wollen die Asean und China ("10+1") ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Informationstechnologie, Investitionen und gemeinsame Erschließung des Mekong-Beckens ausbauen. "Was wir vorhaben, ist die Schaffung der weltgrößten Freihandelszone mit einer Bevölkerung von 1,7 Mrd. Menschen, und wenn es soweit ist, werden es eher zwei Mrd. sein", sagte der Gastgeber des Gipfels, Sultan Hassanal Bolkiah.
Es dürfte aber schwer werden, so unterschiedliche Wirtschaften wie etwa die chinesische, die laotische oder malaysische zu vernetzen. Im Rahmen eines Gipfels des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums war vor kurzem noch beschlossen worden, daß die asiatischen Entwicklungsländer erst bis zum Jahr 2020 ihre Zölle abschaffen und grünes Licht für den freien Handel geben würden. Jetzt scheint ihnen größere Eile geboten. Der Grund: Die meisten der zehn Asean-Mitglieder (Vietnam, Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha, Malaysia, Indonesien, die Philippinen, Singapur und Brunei) befinden sich im Wirtschaftsabschwung. Wenn ihre überwiegend exportorientierten Wirtschaften erst die volle Wucht der Rezession in den USA und Japan zu spüren bekommen, könnte daraus schnell eine neue Krise werden.
Die Probleme könnten noch wachsen, wenn immer mehr Handel und Investitionen nach China gehen. Schon jetzt nimmt China mit rund 40 Mrd. Dollar (608 Mrd. S/44,19 Mrd. €) jährlich etwa 80 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in Asien auf. Für die Asean-Länder insgesamt bleiben da nur knapp 18 Prozent. Speziell die ärmsten unter den zehn, Kambodscha, Vietnam, Laos und Myanamar, wären am meisten betroffen. Da schien es in Brunei ratsam, sich mit dem ungeliebten, aber vergleichsweise stabilen China zu verbünden. Um so mehr, als die Volksrepublik nach ihrem Beitritt zur Welthandelsorganisation den Weltmarkt mit noch mehr Textilien und Konsumgütern überschwemmen wird.
Innerhalb von zehn Jahren sollen im Handel zwischen China und den Asean-Staaten alle Barrieren abgebaut werden.
China und die Asean-Staaten eine Freihandelszone errichten
PEKING. "China und die Asean-Staaten haben beschlossen, innerhalb von zehn Jahren eine Freihandelszone zu errichten." Die Mitteilung des stellvertretenden chinesischen Außenministers Wang Yi in Brunei war knapp und deutlich. Wird das Vorhaben Chinas und der zehn Asean-Staaten Wirklichkeit, entsteht ein riesiger Handelsblock, der zum weltgrößten wird, wenn fünf Jahre später planmäßig auch Japan und Südkorea dazustoßen.
Zunächst wollen die Asean und China ("10+1") ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Informationstechnologie, Investitionen und gemeinsame Erschließung des Mekong-Beckens ausbauen. "Was wir vorhaben, ist die Schaffung der weltgrößten Freihandelszone mit einer Bevölkerung von 1,7 Mrd. Menschen, und wenn es soweit ist, werden es eher zwei Mrd. sein", sagte der Gastgeber des Gipfels, Sultan Hassanal Bolkiah.
Es dürfte aber schwer werden, so unterschiedliche Wirtschaften wie etwa die chinesische, die laotische oder malaysische zu vernetzen. Im Rahmen eines Gipfels des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums war vor kurzem noch beschlossen worden, daß die asiatischen Entwicklungsländer erst bis zum Jahr 2020 ihre Zölle abschaffen und grünes Licht für den freien Handel geben würden. Jetzt scheint ihnen größere Eile geboten. Der Grund: Die meisten der zehn Asean-Mitglieder (Vietnam, Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha, Malaysia, Indonesien, die Philippinen, Singapur und Brunei) befinden sich im Wirtschaftsabschwung. Wenn ihre überwiegend exportorientierten Wirtschaften erst die volle Wucht der Rezession in den USA und Japan zu spüren bekommen, könnte daraus schnell eine neue Krise werden.
Die Probleme könnten noch wachsen, wenn immer mehr Handel und Investitionen nach China gehen. Schon jetzt nimmt China mit rund 40 Mrd. Dollar (608 Mrd. S/44,19 Mrd. €) jährlich etwa 80 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in Asien auf. Für die Asean-Länder insgesamt bleiben da nur knapp 18 Prozent. Speziell die ärmsten unter den zehn, Kambodscha, Vietnam, Laos und Myanamar, wären am meisten betroffen. Da schien es in Brunei ratsam, sich mit dem ungeliebten, aber vergleichsweise stabilen China zu verbünden. Um so mehr, als die Volksrepublik nach ihrem Beitritt zur Welthandelsorganisation den Weltmarkt mit noch mehr Textilien und Konsumgütern überschwemmen wird.