Ohne Moos nix los
Der American Way of Life hat so seine Tücken. Die traditionell hohe Sparquote in Wertpapieren (Aktien, Fonds, Renten) bescherte den Amerikanern Ende der 90er Jahre drastische Vermögenszuwächse. Die Folge: Die Leute kauften, was das Zeug hielt und kurbelten damit die US-Wirtschaft kräftig an. Rücklagen wurden hingegen kaum gebildet – schließlich dachte das Gros, dass es immer so weiter gehen würde.
Der Bärenmarkt hat die Haushaltvermögen nun bedenklich schrumpfen lassen, alleine im dritten Quartal um sequenziell 4,5 Prozent auf 38 Billionen Dollar. Wie die US-Notenbank am Donnerstag weiter mitteilte, sei das Verhältnis zwischen dem Nettovermögen und den frei verfügbaren Mitteln mit 4,9 (Q2: 5,2) auf den niedrigsten Stand seit 7 Jahren gefallen.
Die Vermögenswerte fielen um 3,4 Prozent auf 47 Billionen Dollar, wobei der Rückgang vor allem aus den gefallenen Aktienkursen resultiert. Das Wertpapiervermögen schmolz um 17 Prozent auf 6,5 Billionen Dollar. Gleichzeitig stiegen die Schulden um 2,2 Prozent auf 8,5 Billionen.
Obwohl sich die US-Börsen in den letzten Wochen deutlich erholt haben und sich signifikant über den Notierungen aus dem September befinden, glauben einige Experten, dass die Zurückhaltung bei den Ausgaben zunehmen wird.
Die Wirtschaft kann nicht stark und schwach gleichzeitig sein
"Die dokumentierten Veränderungen werden erst mit einiger Verzögerung von den Haushalten umgesetzt", glaubt Srinivas Thiruvadanthai vom Jerome Levy Forecastig Center. "Bislang haben sie nicht vollständig auf die Situation reagiert." Dies würden sie aber noch nachholen, ist sich der Analst sicher.
Andere Analysten sehen die Lage nicht ganz so dramatisch und verweisen darauf, dass die Leute ihre Konsumgewohnheiten noch nie allein an ihrem Wohlstand ausgerichtet hätten. Zudem hätten sich die Ausgaben nicht sehr weit vom zugrundeliegenden Einkommenszuwachs entfernt.
Alan Greenspan, der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank, macht für die anhaltend robusten Ausgaben die Wertsteigerungen bei Immobilien verantwortlich. Die niedrigen Zinsen hätten die Eigentümer veranlasst einen Teil dieses Zugewinns aus den Häusern herauszuziehen und auszugeben.
Und hier genau liegt das Problem. Experten sagen, die US-Wirtschaft könne nicht beides sein: stark genug, um die Immobilienpreise weiter anzukurbeln und schwach genug, um das aktuell günstige Zinsniveau aufrecht zu erhalten.
Sollten die Zinsen aber wieder steigen, dann fielen die Impulse bringenden Refinanzierungen weg und die Haushalte hätten nichts mehr, von dem sie noch shoppen gehen könnten.
Der American Way of Life hat so seine Tücken. Die traditionell hohe Sparquote in Wertpapieren (Aktien, Fonds, Renten) bescherte den Amerikanern Ende der 90er Jahre drastische Vermögenszuwächse. Die Folge: Die Leute kauften, was das Zeug hielt und kurbelten damit die US-Wirtschaft kräftig an. Rücklagen wurden hingegen kaum gebildet – schließlich dachte das Gros, dass es immer so weiter gehen würde.
Der Bärenmarkt hat die Haushaltvermögen nun bedenklich schrumpfen lassen, alleine im dritten Quartal um sequenziell 4,5 Prozent auf 38 Billionen Dollar. Wie die US-Notenbank am Donnerstag weiter mitteilte, sei das Verhältnis zwischen dem Nettovermögen und den frei verfügbaren Mitteln mit 4,9 (Q2: 5,2) auf den niedrigsten Stand seit 7 Jahren gefallen.
Die Vermögenswerte fielen um 3,4 Prozent auf 47 Billionen Dollar, wobei der Rückgang vor allem aus den gefallenen Aktienkursen resultiert. Das Wertpapiervermögen schmolz um 17 Prozent auf 6,5 Billionen Dollar. Gleichzeitig stiegen die Schulden um 2,2 Prozent auf 8,5 Billionen.
Obwohl sich die US-Börsen in den letzten Wochen deutlich erholt haben und sich signifikant über den Notierungen aus dem September befinden, glauben einige Experten, dass die Zurückhaltung bei den Ausgaben zunehmen wird.
Die Wirtschaft kann nicht stark und schwach gleichzeitig sein
"Die dokumentierten Veränderungen werden erst mit einiger Verzögerung von den Haushalten umgesetzt", glaubt Srinivas Thiruvadanthai vom Jerome Levy Forecastig Center. "Bislang haben sie nicht vollständig auf die Situation reagiert." Dies würden sie aber noch nachholen, ist sich der Analst sicher.
Andere Analysten sehen die Lage nicht ganz so dramatisch und verweisen darauf, dass die Leute ihre Konsumgewohnheiten noch nie allein an ihrem Wohlstand ausgerichtet hätten. Zudem hätten sich die Ausgaben nicht sehr weit vom zugrundeliegenden Einkommenszuwachs entfernt.
Alan Greenspan, der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank, macht für die anhaltend robusten Ausgaben die Wertsteigerungen bei Immobilien verantwortlich. Die niedrigen Zinsen hätten die Eigentümer veranlasst einen Teil dieses Zugewinns aus den Häusern herauszuziehen und auszugeben.
Und hier genau liegt das Problem. Experten sagen, die US-Wirtschaft könne nicht beides sein: stark genug, um die Immobilienpreise weiter anzukurbeln und schwach genug, um das aktuell günstige Zinsniveau aufrecht zu erhalten.
Sollten die Zinsen aber wieder steigen, dann fielen die Impulse bringenden Refinanzierungen weg und die Haushalte hätten nichts mehr, von dem sie noch shoppen gehen könnten.
