Off Topic: Monsterjagd live im web


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Off Topic: Monsterjagd live im web

 
02.11.01 15:24
(ExpeditionZone) - Was erstmals im Jahr 1892 als Anglerlatein im Dorfgasthaus von Drumnadrochit, einem kleinen Städtchen am Nordufer des schottischen Loch Ness, die Runde machte, wo verstohlen von einem "großen Fisch" erzählt wurde, ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit bekannten Mythos angewachsen.

Die Rede ist von Nessie, dem angeblichen Überbleibsel aus grauer Vorzeit, das im See von Loch Ness bis heute überlebt haben soll. Die Diskussion um Nessies mögliche Existenz wurde in über hundert Jahren durch vielfache eher schlecht als recht dokumentierte Sichtungen entgegen aller anderslautender Forschungsergebnisse immer wieder neu angefacht.

Nessie entzog sich kategorisch allen noch so gefinkelten Suchmethoden, doch ihr Mythos lebt ungebrochen weiter. Adrian Shine, der den See und alle noch so kleinen Hinweise auf Nessie über 25 Jahre lang studierte, gehört zu jenen, die nach wie vor an das Ungeheuer von Loch Ness glauben.

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und touristisch interessierten Firmen und Organisationen gründete er das 'Loch Ness Project' und seit letztem Jahr verdankt ihm Drumnadrochit einen Fixpunkt aller Schottlandreisenden, die Loch Ness 2000 Exhibition. In einer an den Film 'Jurassic Park' erinnernden Mischung aus Dokumentation und Fiktion wird dem Besucher in einer Laser-gestützten Multimediashow die Geschichte von Loch Ness auf eindringliche Art und Weise näher gebracht.

Seit dem 1. November bietet Shine auch ein neues Feature an. Damit Nessie garantiert nicht in Vergessenheit gerät, bekommen nun alle Websurfer die Chance, selbst auf Monsterjagd zu gehen.

Zwei LiveCams ( www.visitlochness.org ) übertragen 24 Stunden täglich alle 5 Sekunden ein aktuelles Bild von der Oberfläche und aus dem rund 230 Meter tiefen Abgrund des Sees. Wobei besonders die Unterwasserkamera tatsächlich für interessante Bilder sorgen könnte.

Skipper John Minshull lässt sie nämlich von Bord seines Forschungsbootes M.V. Deepscan ganz gezielt an immer wieder neuen Stellen langsam auf Grund sinken, wobei der gesamte See abgesucht werden soll.

In einem ersten Tauchgang wurde bereits die Klippe unterhalb des berühmten Urquhart Castles inspiziert. Wenngleich bisher noch nicht viel mehr als ein paar Aale vor die Kamera schwammen, verspricht sich das Projektteam doch viel von der Aktion. Denn der See kann so wirklich gründlich erforscht werden. "Und sollte irgendetwas ungewöhnliches dabei auftauchen, so werdet Ihr die Ersten sein, die etwas davon erfahren", spricht Shine alle (hoffentlich) begeisterten Websurfer an.  
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