Österreich bestellt Kampfflugzeuge
Von Gerhard Hegmann, München
Nach mehrjährigen politischen Diskussionen hat das österreichische Verteidigungsministerium jetzt offiziell den Kauf von bis zu 30 neuen Abfangjägern und Kampfflugzeugen eingeleitet.
Fünf Hersteller wurden aufgefordert, bis 23. Januar 2002 konkrete Angebote für 24 Maschinen sowie der Option für weitere 6 Flugzeuge abzugeben, teilte jetzt das Ministerium mit. Die Gesamtkosten werden auf umgerechnet etwa 1,8 Mrd. Euro veranschlagt. Die Kaufentscheidung soll bis Mitte 2002 getroffen werden.
Das Ministerium räumt offen ein, dass neben der militärischen Bewertung "auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen, da Gegengeschäfte zu Gunsten unserer Wirtschaft in der Höhe von zumindest 200 Prozent des Kaufpreises erwartet werden". Die neuen Abfangjäger sollen im Zeitraum 2005 bis 2012 geliefert werden und dann über 30 Jahre eingesetzt werden.
Angebote werden eingeholt für die Maschinen Gripen (Schweden) beim Hersteller Saab, für die F-16 (USA) bei Lockheed Martin, für den Eurofighter (Deutschland, Großbritannien,, Italien, Spanien) bei der EADS, für die Mirage (Frankreich) bei Dassault und für die F-18 (USA) bei Boeing.
Mäßige Aussichten für den Eurofighter
Unter Branchenexperten werden vor allem den Modellen Gripen und F-16 die größten Chancen eingeräumt. Die österreichische Luftwaffe fliegt bisher bereits Kampfflugzeuge des schwedischen Herstellers Saab, an dem auch der britische BAE Systems-Konzern beteiligt ist. Durch ein so genanntes "Zwei-Generationen-Konzept" will Österreich bis zur Auslieferung der neuen Flugzeuge eine Zwischenlösung schaffen.
Ein Sprecher der Militärflugzeugsparte der EADS wertete die Anfrage aus Österreich als Beleg für die Leistungsfähigkeit des Eurofighters.
© 2001 Financial Times Deutschland
Von Gerhard Hegmann, München
Nach mehrjährigen politischen Diskussionen hat das österreichische Verteidigungsministerium jetzt offiziell den Kauf von bis zu 30 neuen Abfangjägern und Kampfflugzeugen eingeleitet.
Fünf Hersteller wurden aufgefordert, bis 23. Januar 2002 konkrete Angebote für 24 Maschinen sowie der Option für weitere 6 Flugzeuge abzugeben, teilte jetzt das Ministerium mit. Die Gesamtkosten werden auf umgerechnet etwa 1,8 Mrd. Euro veranschlagt. Die Kaufentscheidung soll bis Mitte 2002 getroffen werden.
Das Ministerium räumt offen ein, dass neben der militärischen Bewertung "auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen, da Gegengeschäfte zu Gunsten unserer Wirtschaft in der Höhe von zumindest 200 Prozent des Kaufpreises erwartet werden". Die neuen Abfangjäger sollen im Zeitraum 2005 bis 2012 geliefert werden und dann über 30 Jahre eingesetzt werden.
Angebote werden eingeholt für die Maschinen Gripen (Schweden) beim Hersteller Saab, für die F-16 (USA) bei Lockheed Martin, für den Eurofighter (Deutschland, Großbritannien,, Italien, Spanien) bei der EADS, für die Mirage (Frankreich) bei Dassault und für die F-18 (USA) bei Boeing.
Mäßige Aussichten für den Eurofighter
Unter Branchenexperten werden vor allem den Modellen Gripen und F-16 die größten Chancen eingeräumt. Die österreichische Luftwaffe fliegt bisher bereits Kampfflugzeuge des schwedischen Herstellers Saab, an dem auch der britische BAE Systems-Konzern beteiligt ist. Durch ein so genanntes "Zwei-Generationen-Konzept" will Österreich bis zur Auslieferung der neuen Flugzeuge eine Zwischenlösung schaffen.
Ein Sprecher der Militärflugzeugsparte der EADS wertete die Anfrage aus Österreich als Beleg für die Leistungsfähigkeit des Eurofighters.
© 2001 Financial Times Deutschland