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NY Schluß

 
14.01.02 23:10
Montag 14. Januar 2002, 22:53 Uhr
Sorgen vor der Bilanzsaison führten zu Kursverlusten in New York

New York (Reuters) - Sorgen der Anleger vor einer schwachen Bilanzsaison haben an den New Yorker Aktienmärkten nach Händlerangaben am Montag zu Kursverlusten geführt. Die Investoren befürchteten, dass die bisherigen Kursgewinne übertrieben gewesen seien und stellten sich auf die möglicherweise schwächste
Bilanzsaison seit rund einem Jahrzehnt ein, sagten Börsianer. Auch die geringere Gewichtung von Aktien im US-Portfolio des Brokerhauses Merrill Lynch habe die Stimmung am Markt gedrückt. Der Dow-Jones-Index schloss 0,96 Prozent im Minus auf 9891,42 Punkten, der technologielastige Nasdaq-Index gab 1,57 Prozent auf 1990,74 Zähler nach und ging damit unter der psychologisch wichtigen Marke von 2000 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,63 Prozent auf 1138,41 Punkte.


Die US-Investmentbank Merrill Lynch nahm am Montag den Anteil der Aktien in ihrem US-Portfolio auf 50 von 60 Prozent zurück und hob den Anteil der Bonds auf 30 von bisher 20 Prozent an. "Das ist einer der Gründe, warum wir heute nach unten gehen", sagte Brian Pears, Chef des Aktienhandels bei Victor Capital Management. Bereits am Freitag hatten die US-Börsen mit Kursverlusten auf die Warnung von US-Notenbankchef Alan Greenspan vor kurzfristig weiter bestehenden Konjunkturrisiken reagiert. Der Dow-Jones-Index war daraufhin unter die 10.000er Marke gerutscht


"Während die Investoren vor einigen Wochen schlechte Bilanzen ignorierten, gibt es jetzt größere Sorgen, dass sie damit übertrieben haben", sagte Rick Meckler von der Investmentfirma LibertyView. In dieser Woche stehen zahlreiche Quartalsbilanzen an, darunter die von führenden Technologieunternehmen wie Microsoft (Frankfurt: 870747.F, Nachrichten) und Intel.


Mobilfunkaktien litten nach Händlerangaben unter einer Herabstufung des Sektors durch die US-Investmentbank Lehman Brothers. Die Titel des fünftgrößten Mobilfunkkonzerns der USA, Nextel Communications brachen rund 16 Prozent auf 8,36 Dollar ein. Lehman Brothers hatte die Titel zuvor auf "Sell" von "Market Perform" heruntergestuft.


Bei den Blue Chips gaben die Titel des Computerkonzerns IBM um 1,88 Prozent auf 118,05 Dollar nach. Das Unternehmen hatte den Abschluss seiner Übernahme der kalifornischen CrossWorld Software im Volumen von 129 Millionen Dollar mitgeteilt. Die Titel des Mischkonzerns Tyco stiegen um 4,28 Prozent auf 52,40 Dollar. Das Unternehmen hatte am Freitag nach US-Börsenschluss Spekulationen zurückgewiesen, es sei an einer Übernahme von Honeywell International interessiert. Die Honeywell-Aktien verloren am Montag 4,6 Prozent auf 31,70 Dollar.


Ölaktien gaben im Zuge des gesunkenen Rohölpreises ebenfalls nach. Die Titel der Schlumberger Ltd (Frankfurt: 853390.F, Nachrichten) verloren 1,19 Prozent auf 50,81 Dollar. Die Aktien des angeschlagenen US-Discounters Kmart verloren rund 14 Prozent auf 2,84 Dollar. Am Freitag nach US-Börsenschluss hatte die Ratingagentur Moody's die Bewertung ungesicherter Kmart-Schuldtitel auf "junk" heruntergestuft.


An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,26 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1901 Verlierer 1249 Gewinner, und 178 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 2452 Titel im Minus, 1218 im Plus und 291 unverändert.


Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden zehnjährigen Bonds zuletzt 2/32 im Minus mit 100-28/32 Punkten und erbrachten eine Rendite von rund 4,88 Prozent. Die 30-jährigen Titel wurden 3/32 niedriger auf 99-30/32 bewertet und rentierten mit 5,38 Prozent.

 
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