Nur schwarze Schafe? Bilanzskandale häufen sich au

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Nur schwarze Schafe? Bilanzskandale häufen sich au sir charles

Nur schwarze Schafe? Bilanzskandale häufen sich au

 
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Nur schwarze Schafe? Bilanzskandale häufen sich auch in Europa

Der Neue Markt gilt in bezug auf unkorrekte Bilanzierung als besonders anfällig, immer wieder werden härtere Konsequenzen gefordert. Aber auch in Österreich macht kreative Buchführung Schule.



MÜNCHEN (ag/and). Viele deutsche Unternehmen haben aus dem Skandal um den US-Energiekonzern Enron offenbar keine Konsequenzen für ihre eigenen Bilanzen gezogen: Bei einer Analyse von 200 Geschäftsberichten der wichtigsten Aktiengesellschaften für 2001 fanden Wirtschaftsexperten erhebliche Mängel.

In rund der Hälfte der Berichte mangle es an Transparenz, fehlten wichtige Informationen oder gebe es sogar Hinweise auf Bilanzkosmetik, heißt es in einer Studie des Saarbrücker Instituts für Wirtschaftsforschung. Besonders schlecht seien die Bilanzen von kleineren Unternehmen am Neuen Markt und im Segment für kleinere und mittelgroße Gesellschaften, Smax.

Im breiter gefaßten DAX sei die Qualität der Bilanzen "weit überdurchschnittlich", sagte der Leiter der im Auftrag von "Focus Money" erstellten Studie, Karlheinz Küting. Im Smax hingegen seien 70 Prozent der Firmen als "Informationssünder" aufgefallen. Um Mißbräuchen vorzubeugen, sei es daher angebracht, "über Sanktionen nachzudenken, die wirklich wehtun, wie hohe Geld- oder gar Gefängnisstrafen". Entscheidend sei aber letztlich der Wille der Bilanzierenden, die Anleger mit der bestmöglichen Information zu versorgen.


Die häufigen Vorfälle unkorrekter Bilanzierung haben in Deutschland schon den Ruf nach einer unabhängigen, der US-Börsenaufsicht SEC vergleichbaren Kontrollinstanz laut werden lassen. Vermutlich sei rund die Hälfte der nach den US-Bilanzierungsregeln US-GAAP erstellten Bilanzen der in dem Wachstumswertesegment gelisteten Unternehmen mit Fehlern behaftet, erklärte kürzlich Markus Straub von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK). Dies geschehe vielfach nicht vorsätzlich, sondern resultiere auch aus der Unerfahrenheit von Unternehmen und Wirtschaftsprüfern im Umgang mit dem komplexen US-Regelwerk.

In den USA würden die Abschlüsse von der Börsenaufsicht SEC überprüft. Dies sei in Deutschland nicht der Fall. Vorschläge, daß die Überprüfung von Wirtschaftsprüfern übernommen werden solle, lehnte Straub ab: "Was vier blinde Augen nicht sehen, sehen auch acht blinde Augen nicht." Spektakuläre Fälle von Bilanztricks waren Phenomedia ("Moorhuhn") und In-Motion, bei denen die Geschäftszahlen nachträglich korrigiert werden mußten. In Österreich machen derzeit vor allem die Bilanzen von Libro und YLine den Masseverwaltern zu schaffen. Zweifel gab es auch an der Werthaltigkeit von Bilanzmaßnahmen des Feuerfestkonzerns RHI.





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