Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der niedrige Ölpreis in der Lage ist eine wirtschaftliche „Blutspur“ zu legen, die derzeit wohl niemand in ihrer Wirkung abschätzen kann.
Schon alleine deshalb, da ja praktisch alle am Öl beteiligten Unternehmen (Saudi Arabien vielleicht ausgenommen) ihre Investitionen durch Anleihen und Bankverbindungen finanziert haben. Und es wurde in der Vergangenheit viel in Öl investiert. Dass wir überhaupt noch so viel Öl fördern können liegt hauptsächlich an den verbesserten Fördermethoden, die auch weniger ertragreiche Ölfelder an der fossilen Energiegewinnung teilhaben ließen.
Durch eine bereits über 40 % ige Reduzierung des Öllieferpreises, werden die damit zusammenhängenden weltweiten Kapitalströme wesentlich verringert.
Zusammengefasst können wir sagen, dass derzeit das weltweite Wirtschaftswachstum zurückgeht, die klassischen Ölförderländer um ihre Marktanteile (vor allem gegen amerikanisches Frackingöl), kämpfen, die Schuldenprobleme der öffentlichen Haushalte ungelöst sind, die Schattenbanken noch größer werden, die politischen Spannungen im Zusammenhang mit Russland zunehmen, die Klima und Umweltprobleme zu wenig ernst genommen werden. Man könnte hier noch einiges zufügen.
Wesentlich ist dabei aber allemal, dass damit die weltweiten immer größer werdenden Finanzprobleme zunehmen, sodass die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten sich durch ihre hohe Volatilität zeigen.
Der Umstieg auf EE kann nicht von heute auf morgen passieren. Im besten Fall kann man diesen Weg beschleunigen. Damit lässt sich auch leicht verstehen, dass wir auch zukünftig von Öl abhängen werden und auch investieren müssen.
Für Nordex bedeutet das wohl nichts Gutes. Auch wenn der Laden momentan gut läuft und vielleicht diese Woche noch einen Großauftrag meldet, wird er dem Gesamtmarkt nicht entkommen.
Aus meiner Sicht zeigt sich im Moment kein Umfeld für „Longi’s“. Wer mutig ist, stürzt sich in die „Wellentäler“ um am „Wellenberg“ dann auch schnell wieder „Kasse“ zu machen.