- neuer Rotorblatt-Liefervertrag mit Carbon Rotec
- zweiter Hypridturm-Lieferant mit der Drössler Group
Ich bin ohnehin der Meinung, dass diese beiden News komplett unterschätzt werden/wurden bzw. in dieser turbolenden Börsentagen der letzten 2, 3 Wochen komplett untergegangen sind. Habs schon mal geschrieben, dass meiner Einschätzung nach Nordex mit diesen neuen Vereinbarungen/Verträgen nicht nur ihr weiteres Wachstum sichern will/wird (Liefertermine von 10 Monaten sind einfach viel zu lang), sondern auch ihre Kosten runter bekommen will/wird, denn wie wir seit den Mittelfristplanungen wissen, hat Nordex noch drei Kostenprobleme:
Nr. 1: Rotorblatt NR 58.5 für die N117
Nr. 2: hohe Türme, also den Hypridtürmen
Nr. 3: Delta-Produkpalette (N100/3000, N117/3000)
Sei wie es sei, die Märkte haben sich seit Donnerstagabend wieder einigermaßen gefangen, aber eigentlich kann es erst eine Entwarnung geben meiner Meinung nach, wenn der Dow Jones und der S&P 500 wieder über die 200-Tageslinie kommen. Beim Dow Jones liegt die bei 16.586 (also noch 206 Punkte bzw. 1,3% weg) und beim S&P 500 bei 1.906 (also noch 19 Punkte bzw. 1% weg). Der DAX liegt zwar noch deutlich weiter von seiner 200-Tageslinie mit 690 Punkte bzw. 7,8% entfernt, aber der ist eh nur noch Mitläufer der zwei großen US-Indizes.
Das Nordex gerade versucht den Kurs einigermaßen zu unterstützen zeigt die Meldung, dass man von der Lacuna AG 2 Aufträge erhalten über 29 MW. Normalerweise meldet Nordex solche Deutschlandaufträge nicht. Wobei aber diese Meldung schon sehr gut zeigt, dass von Nordex im kommenden Jahr vom heimischen Markt viel zu erwarten ist. Nordex hat in den vergangenen 4 Wochen insgesamt vier Deutschland-Aufträge gemeldet (Chransdorf West, Hollich-Sellen, Hohenzellig, Bucheck) über insgesamt 110 MW. Es gibt ja noch etliche Windparkpläne mit Nordex-Turbinen in Deutschland und ich schätze mal, dass Nordex alleine in Deutschland im kommenden Jahr locker 300 MW verbauen wird. So ist z.B. der nicht offiziell von Nordex gemeldete 24 MW große Windpark "Sailershäuser Wald" in Bayern mit 10 N117/2400 schon im Bau mit dem Wegebau zu den Windmühlenstandorten, so dass einer ersten Turbinenlieferung ab April/Mai 2015 nichts mehr im Wege stehen sollte und die geplante Inbetriebnahme des Windparks für Oktober 2015 eigentlich locker zu schaffen sein wird. Auch ein nettes Beispiel ist der aktuelle BlmSchG-Antrag von Enertrag über drei N100/2500 in Brandenburg:
www.lugv.brandenburg.de/cms/media.php/...3310.de/ro_g02914.pdf
oder auch der aktuell im Genehmigungsprozess sich befindliche 24 MW große Windpark "Ebnat-Ochsenberg" in Baden-Württemberg. Der zuständige Ostalbkreis hat in der allgemeinen Vorprüfung des BlmSch-Genehmigungsprozess festgesetellt, dass durch die
Realisierung des Windparks keine erheblichen nachteiligen Umwelteinwirkungen zu erwarten sind:
newsroom.ostalbkreis.de/sixcms/media.php/...tsblatt41-2014.pdf
oder die Genehmigung in der letzten Woche für eine N117/2400 Castrop-Rauxel:
www.kreis-re.de/dok/Bekannt/147-2014.pdf