keine Kaufempfehlung, brauche ich ja niemanden mehr meine Nordex Aktien anbieten
Die Richtung stimmt
Immerhin hat Nordex das Umsatzziel für das laufende Jahr bestätigt und sich vorsichtig optimistisch für 2010 geäußert. Im laufenden Jahr erwartet Vorstandsvorsitzender Thomas Richerich einen Umsatzsprung auf 1,1 Milliarden Euro, immerhin ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT soll mindestens bei 60 Millionen Euro liegen. 2009 kommt dann allerdings eine Wachstumsdelle – Die Erlöse sollen um nur zehn bis 15 Prozent steigen. 2010 und danach rechnet der Konzern dann wieder mit einem deutlich zweistelligen Wachstum. Zumindest, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern.
Deutsche Windenergie-Branche optimistisch
Die deutsche Windenergie-Branche rechnet indes trotz der Finanzkrise mit Wachstum in diesem Jahr. Die inzwischen erreichte Planungssicherheit bei den Förderregeln biete die Chance, den Ausbau der Windkraft wieder deutlich anzuschieben, teilten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) jüngst mit. Hoffnungen setzen die exportorientierten deutschen Anbieter auch auf den Ausbau klimaschonender Energie in den USA.
Alles beim Alten
DER AKTIONÄR pflichtet den Analysten von Jefferies bei und bleibt bei seiner bisherigen Meinung: Die Nordex-Aktie ist – solange der Konzern nicht auf den Wachstumspfad der Gesamtbranche zurückgekehrt – kein Kauf. Lediglich Trader, die auf die Charttechnik oder gelegentliche positive News wetten möchten, kommen derzeit auf ihre Kosten. Anleger die langfristig auf die Windbranche setzen möchten, sind viel besser mit den Branchengrößen Vestas und Gamesa beraten. Hier sieht Jefferies übrigens ein Kurspotenzial in Höhe von rund 65 Prozent bei Vestas und sogar 100 Prozent bei Gamesa. Das ist zwar arg ambitioniert, aber wenn die Aktien nur halb so stark zulegen können, wäre das ob der widrigen Marktbedingungen auch schon ein guter Kaufgrund.