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Erholung nach der Goldman-Analyse[10:10, 19.10.11]
Von Franz-Georg Wenner
Unternehmensanalysen von Goldman Sachs
haben Gewicht an den Märkten – erst recht, wenn es sich dabei um die ohnehin schon volatileren Technologiewerte handelt. Eine neue Einstufung zu Nordex
rüttelte die Notierung kurz durch. Aber es gibt auch gute Nachrichten.
Für Goldman-Analyst Stephen Benson ist die Sache klar: Wegen der nachlassenden politischen Unterstützung für Subventionen, den Sparmaßnahmen in vielen südeuropäischen Staaten sowie die anhaltende Unsicherheit über den Fortgang der Schuldenkrise dürfte kurzfristig weiter die Finanzierung von Erneuerbare-Energien-Projekten in Europa belasten. Wegen der drohenden rückläufigen Nachfrage passte der Experte zugleich seine Gewinnprognose für 2012 nach unten an und reduzierte diese sogar unter die Markterwartungen. Die Folge: Goldman stuft Nordex-Aktien nur noch mit „Sell“ ein, zuvor lautete das Votum noch „Neutral“. Das Kursziel wurde zugleich von 4,60 auf 3,60 Euro reduziert. Damit sieht Goldman die Lage beim Windanlagebauer ähnlich skeptisch wie die Commerzbank
. In einer Studie von Mitte Oktober beließen die Frankfurter die Papiere auf „Reduce“ und sehen das Kursziel bei 3,50 Euro. Analystin Lauren Licuanan verwies ebenfalls auf die konjunkturellen Risiken, die eine Durchführung der Pläne von Windkraftanlagen behindern könnten.
Etwas zuversichtlicher ist derzeit noch die Deutsche Bank
eingestellt. Zwar sei das Umfeld eher trüb. Positiv sieht das Finanzhaus aber die bei Nordex
initiierten Kostensenkungsmaßnahmen, um sich den Herausforderungen zu stellen. Die Titel wurden auf „Hold“ belassen. Das Kursziel benennen die Experten derzeit mit vier Euro.Erfolg in Pakistan
Gute Nachrichten kommen zur Wochenmitte zumindest von der Unternehmensseite. Nachdem Nordex
im vergangenen Jahr einen ersten Auftrag aus Pakistan an Land zog, wurden nun mit vier Unternehmen aus Pakistan Liefer- und Serviceverträge für Turbinen unterzeichnet. Insgesamt handelt es sich um fünf Projekte mit jeweils 20 Turbinen, also um ein Gesamtvolumen von 250 Megawatt. "Pakistan ist für Nordex
heute der wichtigste asiatische Markt außerhalb Chinas. Dass wir fast zeitgleich mit vier Kunden Verträge unterzeichnen konnten, zeigt, dass wir dort als Anbieter bereits großes Vertrauen genießen", sagte Lars Bondo Krogsgaard, bei Nordex
verantwortlich für Vertrieb und das Projektmanagement.
Pakistan plant derzeit neue Kraftwerkskapazitäten, um die Stromengpässe im Land zu überwinden. Die Windkraft soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die pakistanische Regierung schätzt allein das erschließbare Windpotenzial der Küstenregion Sindh im Süden des Landes auf rund 11.000 Megawatt.
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